Freiwilliges Engagement / Flucht und Migration

Bremer „Stadtteilfonds Geflüchtete“ unterstützt Ehrenamtsprojekte

Junge Erwachsene sitzen an einem Tisch in einem Besprechungsraum und sprechen über das Thema Ehrenamt.
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Um die Integration und Teilhabe von Geflüchteten durch ehrenamtliches Engagement in den Bremer Stadtteilen weiter zu unterstützen stellt Bremen Fördermittel zur Verfügung. Förderungswürdige Projekte sind beispielweise Sprachcafés, Patenschafts- oder Tandemprojekte. Dabei werden auch geschlechtsspezifische Angebote gezielt gefördert sowie Angebote im Bereich sexuelle Vielfalt.

„Das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe ist eine wichtige Ergänzung zu hauptamtlichen Unterstützungsangeboten und muss weiter gestärkt und qualifiziert werden“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. „Wir wollen weiter ehrenamtliche Projekte fördern, die Geflüchteten den Weg zu Integration und Teilhabe erleichtern, und die die Begegnungen zwischen Geflüchteten und der Stadtgesellschaft fördern.“

Nachbarschaftliche Projekte bieten Teilhabe und Unterstützung

„Wir haben sehr gute Erfahrung mit solchen kleinen, nachbarschaftlichen Projekten gemacht“, sagte die Senatorin weiter. „Sie tragen wesentlich dazu bei, dass Geflüchtete in der Mitte unserer Gesellschaft ankommen.“ Das könne letztlich „nur gelingen, wenn Menschen sich begegnen, immer und immer wieder“. Das ehrenamtliche Engagement trage dazu bei, „Geflüchteten Unterstützung und Orientierung zu bieten, aber auch neue Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen“, sagte Senatorin Stahmann. Die Fördermittel aus dem 2015 erstmals aufgelegten Stadtteilfonds Geflüchtete seien „ein wichtiger Beitrag, diesen Rahmen mit zu schaffen“.

Um die Integration und Teilhabe von Geflüchteten durch ehrenamtliches Engagement in den Bremer Stadtteilen weiter zu unterstützen und zu fördern, stellt Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann im ersten Halbjahr 2020 40.000 Euro zur Verfügung.

Integration von Anfang an fördern

Förderungswürdige Projekte seien zum Beispiel Sprachcafés, Patenschafts- oder Tandemprojekte. Dabei würden auch geschlechtsspezifische Angebote gezielt gefördert sowie Angebote im Bereich sexuelle Vielfalt. Der Fonds soll dabei offen sein für neue Ideen. Senatorin Stahmann: „Ziel dieser Projektförderung war und ist es, möglichst frühzeitig Zugänge zur Gesellschaft zu ermöglichen und Integration von Anfang an zu fördern, um die Teilhabechancen zu erhöhen.“ Willkommens-Initiativen, Verbünde, Unterstützerkreise, religiöse Gemeinschaften oder Migrantenorganisationen können Geld aus diesem Topf beantragen, in der Regel bis zu 1.500 Euro pro Projekt.

Die Umsetzung dieses Stadtteilfonds obliegt dem Referat Integrationspolitik bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. Anträge müssen bis zum 14. Februar 2020 eingehen.

Näheres erfahren Sie bei Dana-Maria Just, dana-maria.just@DontReadMesoziales.bremen.de, Telefon: 0421-361-17135 und Regine Köber, [email protected], Telefon: 0421- 361.61746.

Quelle: Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport des Landes Bremen vom 17.01.2020

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