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Freiwilliges Engagement

Brandenburg: FSJ in der Kinder- und Jugendhilfe und im Sport

Junge Erwachsene bilden einen Turm aus ihren Händen
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Für Plätze in einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe, Kultur- und Denkmalpflege, Politik, im Sport oder Natur- und Umweltschutz stellt Brandenburg von 2016 bis 2020 weitere Mittel zur Verfügung.

Tausende junge Männer und Frauen absolvieren alljährlich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe, Kultur- und Denkmalpflege, Politik, im Sport oder Natur- und Umweltschutz (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Jugend- und Sportminister Günter Baaske: "Das FSJ ist eine hervorragende Möglichkeit, jungen Frauen und Männern nach der Schulzeit Orientierung und Einblick ins ‚richtige‘ Leben zu geben."

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert jährlich insgesamt 119 FSJ-Plätze in der Kinder- und Jugendhilfe und im Sport  (Kinder- und Jugendhilfe: 63 Plätze, Sport: 56 Plätze). Dafür stehen in den nächsten vier Jahren (2016 bis 2020) mehr als 1,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Die Plätze sind rege nachgefragt. FSJ-lerinnen und FSJ-ler unterstützen die Arbeit in Kitas und Schulen, Jugendclubs und Jugendbildungsstätten, Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung und Sportvereinen beim Breitensport mit Kindern und Jugendlichen. Auch eine FSJ Politik Stelle wird vom Jugendministerium im Bereich der Mitwirkungsgremien (Landesschülerrat) gefördert.

Baaske "Das FSJ lässt junge Menschen ‚reifen‘, hilft ihnen bei der Berufswahl und verbessert die Ausbildungs- und Berufsfähigkeit der Jugendlichen. Und es wandelt sich: Mittlerweile arbeiten mehr junge Männer in den Kitas als noch vor 10 Jahren. Das FSJ dient also auch dazu, in geschlechteruntypische Berufe zu schnuppern und den Blick für andere Perspektiven zu öffnen."

Baaske kündigte zudem ein FSJ in Schulen an. Ab dem Schuljahr 2017/18 ist ein kleines Sonderprogramm geplant, bei dem FSJ-lerinnen und FSJ-ler beispielsweise im Ganztagsbereich, Flüchtlingskinder und -jugendliche in Schulen sowie Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf unterstützen können. Für die Förderung von ca. 25 Plätzen sind für die Jahre 2017/18 und 2019/20 jährlich 202.000 Euro aus Landesmitteln eingeplant.

Durchgeführt wird das Freiwillige Soziale Jahr im Land Brandenburg von 20 zugelassenen Trägern, darunter die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), das DRK, Arbeitersamariterbund, Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk oder Caritas sowie Träger, die per Gesetz anerkannt sind, wie z.B. Kommunen.

Peggy Coburger, stellv. Geschäftsführerin der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd): "Besondere Merkmale des FSJ sind gerade auch die individuelle pädagogische Begleitung und die Bildungsarbeit im Rahmen der 25 Seminartage. Hier begegnen sich 16- bis 26-Jährige, mit verschiedenen sozialen Hintergründen, aus Dörfern und Städten ganz Brandenburgs. Neben der Auseinandersetzung mit inhaltlichen und immer auch aktuellen Themen wie Flucht und Migration, werden hier Selbstorganisation, Partizipation und Verantwortung gelebt und soziale Kompetenzen fürs Leben erworben."

Für alle Jugendfreiwilligenformate im Land Brandenburg (FSJ/FÖJ) werden im genannten Zeitraum inklusive Landesmitteln 6,86 Millionen Euro eingesetzt. Ab 1. September 2016 gilt dafür erstmals eine gemeinsame Förderrichtlinie der drei Ministerien für Umwelt, Jugend und Kultur zur Unterstützung der Jugendfreiwilligendienste. Das Ziel: Die Ausbildungs- und Berufsfähigkeit junger Menschen weiter verbessern, eingeschränkt geschlechtsspezifische Präferenzen bei der Berufswahl und -orientierung abbauen und neue berufliche Perspektiven eröffnen.

Mehr Informationen unter: www.mbjs.brandenburg.de

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) Brandenburg vom 16.08.2016

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