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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Neuausrichtung der Österreichischen Jugendstrategie als Gemeinschaftsstrategie

Ein junges Mädchen lehnt mit Kopfhörern auf und einem Handy in der Hand an einer Backsteinwand
Bild: rawpixel.com

Österreich hat eine neue Jugendstrategie. Sie versteht sich als gemeinsame Jugendstrategie der gesamten Bundesregierung – weil Jugendpolitik eine Querschnittsmaterie ist, die alle Ressorts betrifft. Die Strategie setzt Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Beteiligung, Digitalisierung und Lebensqualität. Die österreichische Bundesjugendvertretung betont, dass Jugendpartizipation erstmalig in allen Bundesministerien sichergestellt wird.

„Jugendpolitik ist nicht nur Politik für Jugendliche, sondern auch Politik mit Jugendlichen. Und es ist eine Querschnittsmaterie, die alle Ressorts betrifft. Die neue Österreichische Jugendstrategie ist daher eine gemeinsame Strategie der gesamten Bundesregierung“, erklärte Juliane Bogner-Strauß, österreichische Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend .

Junge Menschen als Vorreiter der Digitalisierung

Die neue Österreichische Jugendstrategie wurde am 24.10.2018 im Ministerrat beschlossen. Damit schafft die Bundesregierung optimale und zeitgemäße Rahmenbedingungen für Österreichs Jugendliche und junge Menschen. Die Strategie werde an die Bedürfnisse der jungen Generation angepasst und fokussiere vor allem auf die Bereiche Medien und Information, so Bogner-Strauß. „Gerade in Zeiten von Cybermobbing, Hass im Netz und Fake News ist es äußerst wichtig und notwendig, Jugendliche zu informieren, zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken.“

In vielerlei Hinsicht seien junge Menschen Vorreiter im Bereich der Digitalisierung, da sie mit neuen Medien und Technologien aufgewachsen seien. Aber gerade deswegen seien sie auch besonderen Risiken ausgesetzt. „Wir wollen mit der neuen Jugendstrategie die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Eltern sowie von Lehrpersonal und allen in der Jugendarbeit tätigen Personen stärken“, sagte die Jugendministerin.

Österreichische Jugendstrategie ist Gemeinschaftsstrategie

Die neue Österreichische Jugendstrategie ist eine Gemeinschaftsstrategie aller Bundesministerien, in der jugendpolitische Ziele definiert und ressortübergreifende Projekte entwickelt werden. Sie umfasst vier verschiedene Handlungsfelder:

  • Bildung und Beschäftigung: Dadurch sollen junge Menschen ihre Talente bestmöglich entwickeln und ihre Chancen besser nutzen können.
  • Beteiligung und Engagement: Junge Menschen sollen mitreden, mitgestalten und mitbestimmen können.
  • Lebensqualität und Miteinander: Junge Menschen sollen ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen können.
  • Medien und Information: Jugendliche sollen besser über die Chancen der Digitalisierung informiert und für die Risiken sensibilisiert werden.

Für die Koordination der Österreichischen Jugendstrategie ist das Kompetenzzentrum Jugend des Bundeskanzleramtes zuständig. Wesentliches Kennzeichen der Jugendstrategie ist die aktive Einbindung von jungen Menschen in allen Entwicklungs- und Umsetzungsschritten. „Die Bedürfnisse junger Menschen verändern sich ständig. Daher ist die neue Jugendstrategie ein kontinuierlicher Prozess, der diesen Wandel berücksichtigt und immer wieder aktuelle Erfordernisse aufgreift“, betonte Juliane Bogner-Strauß abschließend.

Jugendpartizipation erstmals in allen Ministerien sichergestellt

Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt die neue Jugendstrategie und betont, dass erstmals Jugendpartizipation in allen Ministerin sicher gestellt werde. „Die neue Jugendstrategie lädt alle Bundesministerien dazu ein, sich Jugendziele zu setzen und diese Zielsetzung auch mit Jugendlichen zu reflektieren. Wir freuen uns, dass die Regierung Jugendpolitik klar als Querschnittsmaterie versteht und so mehr Partizipation junger Menschen in allen Bereichen und Ressorts ermöglicht wird,“ sagt die Vorsitzende der BJV Martina Tiwald.

Rund eine Million junge Menschen sollen von der neuen österreichischen Jugendstrategie profitieren. Im Zentrum der österreichischen Jugendstrategie stehen junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, in einzelnen Bereichen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre mitbedacht. Die Bundesjugendvertretung ist die gesetzliche Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in Österreich.

Weitere Informationen zur Jugendstrategie in Österreich finden sich beim österreichischen Bundeskanzleramt. Zu Inhalten und Strukturen der Jugendpolitik in Österreich stehen außerdem ausführliche Informationen auf dem Youth Wiki - der Online-Enzyklopädie zur Jugendpolitik in den Staaten Europas zur Verfügung.

Quelle: Bundeskanzleramt der Republik Österreich vom 25.10.2018 und österreichische Bundesjugendvertretung vom 24.10.2018

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