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Europa / Bildungspolitik

Erasmus+ für Studierende: Nach 30 Jahren weiterhin auf Erfolgskurs

Eine große Gruppe junger Menschen mit Büchern und Unterlagen in den Händen
Bild: rawpixel.com

Die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst hat ihren Jahresbericht 2017 vorgestellt. Mit mehr als 45.000 deutschen Erasmus+-Teilnehmenden, die es im Hochschuljahr 2015/16 ins Ausland zog, nimmt das Interesse am Programm weiterhin zu. Am häufigsten zieht es deutsche Studierende nach Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (NA DAAD) zieht für das vergangene Erasmus+ Jahr eine positive Bilanz: die Teilnehmerzahl des EU-Bildungsprogramms wuchs im Hochschuljahr 2015/2016 weiterhin an – 45.126 deutsche Studierende gingen mit Erasmus ins Ausland, gegenüber 44.709 im Vorjahr. Besonders die Auslandsmobilität von Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern zu Fort- und Weiterbildungszwecken stieg hierzulande mit 16,8 Prozent sehr deutlich an.

Erasmus+ stärkt die europäische Identität

„Erasmus ist längst zu einem Erfolgsmodell und Synonym für die Begegnung zwischen jungen Europäerinnen und Europäern geworden: Erasmus stärkt die Europäische Identität“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. „In den politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen wir leben, hat der weitere Ausbau des Erasmus-Programms höchste Priorität.“

Beliebteste Zielländer der Studierenden

Die beliebtesten Zielländer deutscher Studierender für einen Studienaufenthalt im Ausland bleiben unverändert Spanien, Frankreich und Großbritannien. Beim Praktikumsaufenthalt sind es dieselben Länder in anderer Reihenfolge: Großbritannien auf Platz eins, gefolgt von Spanien und Frankreich. Bei der Personalmobilität sieht die Länderverteilung etwas anders aus: Unterrichtet wird am liebsten in Polen (gefolgt von Spanien und Italien); bei der Fort- und Weiterbildung liegt – neben Großbritannien (1.) und Spanien (2.) – Finnland auf Platz 3.

Hintergrund

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist seit 1987 Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit in Deutschland. Seit 2014 sind die Bildungsprogramme der Europäischen Union unter dem Namen Erasmus+ zusammengefasst. Im Bereich der Hochschulen fördert Erasmus+ die Auslandsmobilität von Studierenden und Praktikanten ebenso wie Auslandsaufenthalte von Hochschuldozenten und Hochschulmitarbeitern.

Das 30. Erasmus-Jubiläum war auch Anlass für spezielle Aktivitäten, Aktionen und Feierlichkeiten, sowie für Publikationen und die Einrichtung einer eigenen Rubrik auf der Webseite eu.daad.de. Initiatoren waren neben der NA DAAD vor allem die Hochschulen und studentische Lokale Erasmus+ Initiativen. Der Jahresbericht kann dort heruntergeladen werden.

Quelle: Deutscher Akademische Austauschdienst vom 16.05.2018

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