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Europa / Bildungspolitik

Dialog zwischen der EU und Japan über Bildung, Kultur und Sport gestartet

Japan Flagge vor blauem Himmel
Bild: © adempercem - fotolia.com

Die EU und Japan haben einen Politikdialog auf den Weg gebracht, um in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport stärker zusammenarbeiten. Als konkrete Initiativen wurden ein Fachkräfteaustausch sowie die Zusammenarbeit im Hochschulbereich bereits angestoßen. Im Sport und Kulturbereich sind weitere Gespräche geplant. Das nächste Treffen des Politikdialogs wird in Japan stattfinden.

Am 6. Juli 2018 kamen Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, und Yoshimasa Hayashi, Japans Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT), in Budapest zusammen, um den Politikdialog zwischen der EU und Japan über Bildung, Kultur und Sport offiziell auf den Weg zu bringen.

Erasmus+ als Vorzeigeprogramm

Im Bereich Bildung bekräftigten beide Politiker, wie wichtig es ist, die internationale Zusammenarbeit in der Hochschulbildung zu fördern. Erasmus+ wurde als Vorzeigeprogramm hervorgehoben, da es ein hervorragendes Instrument zur Förderung der internationalen Mobilität bietet, es Studierenden ermöglicht, grundlegende Querschnittskompetenzen zu entwickeln, und dabei zugleich zur Verbesserung der Relevanz und Qualität der Bildung beiträgt. Minister Hayashi erläuterte die Modernisierung der Bildung, die Entwicklung von Kompetenzen und die Rolle der Lehrkräfte beim Übergang zur „Gesellschaft 5.0“ in Japan und bot somit den Anstoß für eine Diskussion über die Rolle, die Bildung spielen sollte, um unter anderem die soziale Inklusion sicherzustellen.

Zusammenarbeit im Kultur- und Sportbereich

In Bezug auf Kultur verwiesen EU-Kommissar Navracsics und Minister Hayashi auf eine mögliche weitere Zusammenarbeit zwischen der EU und Japan in diesem Bereich und zeigten sich zuversichtlich hinsichtlich weiterer Gespräche.

Sport bietet eine hervorragende Möglichkeit für das Lernen voneinander, insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen zur Wahrung der Integrität des Sports und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses. Dieses Thema steht mit Blick auf die kommenden Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2020 und Paris 2024 ganz oben auf der Tagesordnung beider Seiten.

Bedeutung von zwischenmenschlichen Kontakten

Für EU-Kommissar Navracsics und Minister Hayashi war das Treffen auch Anlass, zwei neue gemeinsame Initiativen der EU und Japans anzustoßen:

  1. Eine gemeinsame Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur Kofinanzierung von Zusammenschlüssen herausragender europäischer und japanischer Hochschulen, um hochintegrierte Master-Studiengänge zu entwickeln und Stipendien für talentierte Studierende aus Europa und Japan bereitzustellen, damit diese im Ausland studieren können. Die gemeinsame Aufforderung wird über die EU-Maßnahme für einen gemeinsamen Masterabschluss im Rahmen von Erasmus Mundus sowie über das Japanische Interuniversitäre Austauschprojekt (IUEP) veröffentlicht.
  2. Ein Austauschprogramm für Kurzaufenthalte von EU- und MEXT-Beamten zur Förderung von Peer Learning und zur Verbesserung der Kooperation.

In beiden Initiativen wird die Bedeutung der zwischenmenschlichen Kontakte für die Beziehungen zwischen der EU und Japan betont, insbesondere auch im Hinblick auf das Abkommen über eine strategische Partnerschaft zwischen der EU und Japan, das in Kürze unterzeichnet werden soll. Es wurde ferner beschlossen, dass der Politikdialog fortgesetzt werden soll und Japan das nächste Treffen ausrichten wird.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 06.07.2018

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