Digitalisierung und Medien / Bildungspolitik

Mehr Geld für die Medienbildung in Schleswig-Holstein

Schüler sitzen und stehen in einem Unterrichtsraum mit Computern
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Ministerpräsident Torsten Albig und Peter Willers, Leiter des Offenen Kanals in Schleswig-Holstein, unterzeichneten am 16. Februar in Kiel einen Zuwendungsvertrag zwischen dem Land und dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH). Mit 350.000 Euro soll in diesem Jahr die Medienkompetenz im außerschulischen Bereich gestärkt werden.

"Medienbildung ermöglicht es den Menschen, sich in der Medienlandschaft zu orientieren und aktiv mitzuarbeiten", sagte der Ministerpräsident. Digitale Medien würden die Gesellschaft immer mehr prägen: Online spielen, sich online informieren, treffen, verwalten oder einkaufen gehöre längst zum Lebensalltag vieler Menschen. In einer sich zunehmend digitalisierenden Welt sei der kompetente Umgang mit digitalen Medien für Menschen aller Altersgruppen bedeutend, um am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben teilhaben zu können.

Medienbildung in Schleswig-Holstein wird stärker gefördert

Die Förderung von Medienkompetenz und digitaler Teilhabe ist einer der Schwerpunkte der Digitalen Agenda, die die Landesregierung Ende vergangenen Jahres vorgelegt hatte. Das Land hat daher 850.000 Euro zusätzliche Mittel für die Förderung von Medienkompetenz bereitgestellt, 350.000 Euro davon für den OKSH, der Rest für die schulische Medienbildung. "Der Offene Kanal ist ein wichtiger Träger von Medienkompetenz", sagte Albig.

"Der Offene Kanal freut sich außerordentlich über die Zuwendung des Landes, mit der wir unsere Aktivitäten zur Vermittlung der Medienkompetenz noch weiter ausbauen können. Zusätzlich zu den über 1.500 Medienbildungsaktivitäten, die der OKSH im Jahr 2016 durchgeführt hat, werden wir die außerschulische Medienarbeit intensivieren. Gleichzeitig strukturieren wir den OKSH um", sagte OKSH-Leiter Peter Willers. In jeder der vier Medienkompetenz-Regionen des Landes gebe es einen Standort des Offenen Kanals. Durch die strukturellen Veränderungen konnte an jedem Standort eine halbe Stelle für Medienbildung reserviert werden.

Die außerschulische Medienbildung werde der OKSH in diesem Jahr in den Bereichen Jugendleiterausbildung (Kooperation mit dem Landesjugendring Schleswig-Holstein), Ausbildung für Mitarbeitende in Kindertagesstätten und Hort (Kooperation mit dem Volkshochschul-Landesverband) sowie Medienkonzepte in Jugendtreffs (Kooperation mit den die jeweiligen Trägern) intensivieren. Der OKSH werde 100.000 Euro aus der Zuwendung des Landes für die Förderung der Medienbildungsaktivitäten Dritter nutzen können. "Die Übertragung dieser Aufgabe ist ein Vertrauensbeweis des Landes, über den wir uns sehr freuen", so Willers weiter. Diese Regelung sei bundesweit einmalig.

Quelle: Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein - Staatskanzlei vom 16.02.2017

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