Digitalisierung und Medien / Ganztagsbildung

Für eine aufgeklärte und kompetente Mediennutzung – die medienanstalten auf der didacta

Ein junges Mädchen lehnt mit Kopfhörern auf und einem Handy in der Hand an einer Backsteinwand
Bild: rawpixel.com

Fragen eines modernen Lern- und Lehrplans berühren immer auch Fragen der richtigen Mediennutzung – vor allem in Zeiten, in denen Mobbing, Hate und Fake im Internet immer lauter werden. An ihrem Gemeinschaftsstand stellen die Landesmedienanstalten auf der didacta 2019 in Köln kostenlose Lernmaterialien, verschiedene Projekte sowie den neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht vor.

Das Internet begleitet uns ein ganzes Leben, ebenso wie das Lernen. „Alle Kinder, die in diesem Sommer die Grundschule verlassen, kennen keine anderen Handys als Smartphones, sie sind genauso alt wie diese Erfindung, die unseren Alltag so unfassbar revolutioniert hat“, betont Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten.

Kostenfreie Lernmaterialien zur Medienbildung

Die Landesmedienanstalten präsentieren an ihrem Gemeinschaftsstand (Halle 8.1, Gang D, Nr. 30) auf der Bildungsmesse didacta 2019 in Köln eine Vielzahl kostenfreier Unterrichts- und Lernmaterialien und zeigen, wie das Thema Medienkompetenz in Bildung und Erziehung einfließen und spielend leicht in den Unterricht integriert werden kann. Wie binden Lehrkräfte Medienerziehung und Medienkompetenz heute in den Unterricht ein? Was gilt es zu verbessern und wo sind noch Bedarfe zu klären?

Lernen meets Internet

An unserem Gemeinschaftsstand haben Lehrkräfte die Chance, direkt mit den Medienanstalten ins Gespräch zu kommen. Zu den auf der didacta 2019 vorgestellten Projekten der Medienerziehung zählen klicksafe (EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz), FLIMMO (Programmberater für Eltern) und Internet-ABC (Tipps zum Einstieg von Kindern ins Netz). Außerdem präsentieren sich Handysektor (Infos zu Apps, Smartphones und Tablets), JUUUPORT (Beratungsplattform von Jugendlichen für Jugendliche im Web) und der Erfurter Netcode (Empfehlungen zu qualitativ wertvollen Kinderinternetseiten). Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest (mpfs) informieren über Jugendschutzfragen und aktuelle Forschungsergebnisse zum Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Nähere Informationen zu den Projekten sind dem Flyer zu entnehmen.

Präsentation des neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzberichts

Ein besonderes Highlight ist am 20. Februar um 11.00 Uhr die Präsentation des neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzberichts der Landesmedienanstalten mit dem Titel „Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus“. Zum Thema „Was tun gegen Hass, Mobbing und Extremismus? Positionen aus Sicht des Jugendmedienschutzes“ diskutieren vor Ort Jochen Fasco (Koordinator des Fachausschusses „Medienkompetenz, Nutzer- und Jugendschutz, lokale Vielfalt“ der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten), Stefan Haddick (Referatsleiter für Jugendschutzgesetz, Kinder- und Jugendmedienschutz, Aufwachsen digital des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Dr. Wolfgang Kreißig (Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz) und Thomas Salzmann (stellvertretender Vorsitzender der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien). Im Anschluss laden die Landesmedienanstalten zum Gespräch zu den gemeinsamen Medienkompetenz-Aktivitäten ein.

Quelle: die medienanstalten vom 14.02.2019

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