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Demokratie / Migration

Internationale Wochen gegen Rassismus: Religionsgemeinden verstärken Engagement

Titelbild Religion der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Bild: © Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Mit über 1.700 Freitagsgebeten beteiligen sich Moscheegemeinden in ganz Deutschland an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. In den Predigten wird betont, dass der Islam mit Rassismus nicht vereinbar ist. Die Freitagsgebete erfolgen am 15. und 22. März. Außerdem finden Sabbatgebete und Gottesdienste statt.

Über 1.700 Moscheegemeinden haben sich bei den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus in ihren Freitagspredigten mit der Überwindung von Rassismus befasst. Erstmals sprachen elf jüdische Persönlichkeiten an folgenden Orten bei Freitagsgebeten zu Moscheegemeinden: Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Frankfurt/M., Hamburg, Hanau, Köln, Leipzig, Marburg, Offenbach und Osnabrück. Bei zahlreichen Freitagsgebeten sind Oberbürgermeister und andere Persönlichkeiten eingeladen. So hat in Berlin der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, zu einer Moscheegemeinde gesprochen.

Für gesellschaftlichen Frieden und respektvollen Umgang

In der vom Zentralrat der Muslime in Deutschland empfohlenen Musterpredigt für die diesjährigen UN-Wochen gegen Rassismus heißt es: „Wir fordern alle Muslime auf, sich tatkräftig an den Aktivitäten gegen Hass und Rassismus zu beteiligen und sich für gesellschaftlichen Frieden und respektvollen Umgang miteinander einzusetzen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind eine willkommene Gelegenheit, uns ganz im Sinne des Islams für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde stark zu machen.“

Auch in mehreren Synagogen sprechen Oberbürgermeister zu den jüdischen Gemeinden anlässlich der UN-Wochen gegen Rassismus. Erstmals spricht der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, in der Augsburger Synagoge anlässlich eines Sabbatgebetes.

Abbau von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus

In der Laurentiuskirche in Seeheim/Hessen waren bei einem evangelischen Gottesdienst der Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland als Gäste eingeladen und hatten die Feier mit thematischen Grußworten umrahmt. Die Predigt hielt der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung.

Durch diese Kooperationen soll zum Abbau von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus beigetragen werden. Koordiniert werden die Feiern durch den Arbeitskreis „Religionen laden ein“ bei der Stiftung gegen Rassismus, der Vertretungen aus dem Judentum, Christentum, Islam, Bahaitum und dem Ezidentum angehören.

Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 11. bis 24. März 2019 statt und werden von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. In diesem Jahr wurden über 1.750 Veranstaltungen für den Veranstaltungskalender gemeldet. Dazu kommen zusätzlich die Feiern der Religionsgemeinschaften.

Seit Januar 2016 werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus von der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert. Die Stiftung hat diese Aufgabe vom Interkulturellen Rat e.V. übernommen, der seit 1994  die Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland initiierte. Um die Arbeit nachhaltig zu sichern, hat der Interkulturelle Rat im Jahr 2014 eine gemeinnützige Stiftung gegründet.

Weitere Informationen: www.stiftung-gegen-rassismus.de

Quelle: Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus vom 13.03.2019

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