Förderung der Erziehung in der Familie

Sächsische Staatsministerin betont die wichtige Rolle der Frühen Hilfen

»Frühe Hilfen für Familien sind die beste Prävention für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder«, erklärte Staatsministerin Christine Clauß anlässlich der heutigen Eröffnung des Kompetenzzentrums für »Frühe Interaktionsstörungen« im Park-Krankenhaus Leipzig.

Durch dieses Angebot erhalten junge Eltern fachlich versierte Ansprechpartner, wenn sie durch das Verhalten und die Signale ihrer Babys oder Kleinkinder verunsichert und ggf. auch gestresst sind. Neben der Beratung bietet die Institutsambulanz mit angeschlossener Tagesklinik auch eine fachgerechte Diagnostik und Therapie zur Behebung von Interaktionsstörungen zwischen Eltern und Kind an.

Auf dem Wissen um die Bedeutung der ersten Lebensmonate eines Kindes basiere auch das Rahmenkonzept für »Frühe Hilfen« im Freistaat Sachsen, das gegenwärtig zur Umsetzung der Bundesinitiative des Bundeskinderschutzgesetzes mit Leben gefüllt wird. In dieses Konzept passe sich das geplante Leipziger Angebot ein, erklärte die Ministerin. Wichtig sei, dass die Vernetzung mit den örtlichen Initiativen zustande komme und dadurch beispielsweise die perspektivisch vom Jugendamt eingesetzten Familienhebammen bei Bedarf auf das therapeutische Angebot verweisen können.

Die Ministerin verwies auch auf ein vergleichbares, vom Freistaat gefördertes Modellprojekt des Universitätsklinikums Dresden, das sich an psychisch kranke Schwangere und junge Mütter richtet. Dieses Angebot mit der Bezeichnung »Psychisch gesund für Zwei« strebe ebenso wie das Leipziger Kompetenzzentrum die Bildung sicherer Mutter-Kind-Bindungen an. Die Modellphase des Dresdner Projekts sei Ende 2012 abgeschlossen. Ein Fachaustausch zwischen dem Leipziger Zentrum und dem Dresdner Uniklinikum biete sich an.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 05.09.2012

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