Förderung der Erziehung in der Familie / Familienpolitik

NRW fördert bis zu 150 neue Familienzentren

Zwei Mädchen liegen mit ihren Eltern auf dem Fußboden. Sie sehen sehr zufrieden aus.
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Nordrhein-Westfalens Landesregierung plant, im Kitajahr 2018/2019 bis zu 150 neue Familienzentren zu fördern. Ziel ist es, das Unterstützungsangebot für Familien in den Kommunen weiter auszubauen. Familienzentren bieten unter anderem offene Sprechstunden für Erziehungs- bzw. Familienberatung an oder vermitteln und begleiten in eine weitergehende Beratung.

Familienminister Joachim Stamp erklärte: „Wir wollen allen Eltern und Kindern, insbesondere aber benachteiligten Familien, gute Bildungschancen ermöglichen. Dabei ist die Förderung von bis zu 150 neuen Familienzentren ein wichtiger Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit.“

Soziale und demographische Bedarfslagen berücksichtigen

Daher hat die Landesregierung die Verteilung der Kontingente an die örtlichen Jugendämter für das Kindergartenjahr 2018/2019 weiterentwickelt, so dass nun sowohl soziale als auch demographische Bedarfslagen berücksichtigt werden. Bei der Verteilung wurden deshalb neben dem Kriterium „Kinder unter sieben Jahren“ auch „SGB II Regelleistungsberechtigte Kinder unter sieben Jahren“ für den jeweiligen Jugendamtsbezirk zugrunde gelegt. „Damit erhalten die örtlichen Jugendämter mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum bei ihrer Standortentscheidung. Priorität soll weiterhin der Ausbau der Familienzentren in benachteiligten Gebieten haben. Aber es ist nun auch möglich, die Einrichtungen in anderen Stadtteilen zu etablieren“, so Minister Stamp.

Familienzentren nehmen bei der Prävention eine Schlüsselstellung ein

Die Familienzentren bieten unter anderem offene Sprechstunden für Erziehungs- bzw. Familienberatung an oder vermitteln und begleiten in eine weitergehende Beratung. Ergänzend gehören Elterncafés, Elternveranstaltungen zu pädagogischen Themen oder auch Erziehungs-Kompetenz-Kurse zum Angebot. Wegen ihres niedrigschwelligen Zugangs sind Familienzentren besonders geeignet, möglichst viele Eltern und ihre Kinder, aber auch die Bevölkerung im Wohnviertel insgesamt mit familienunterstützenden Angeboten zu erreichen. Gerade im frühen Kindesalter können so prekäre Entwicklungsverläufe und Erziehungssituationen rechtzeitig erkannt und pädagogische Maßnahmen wirksam initiiert werden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es im Kindergartenjahr 2017/2018 insgesamt 2.495 Familienzentren, die vom Land mit 36,9 Millionen Euro gefördert werden. Mit den neuen Einrichtungen wird es dann im Kindergartenjahr 2018/2019 bis zu 2.645 Familienzentren geben.

Weitere Informationen unter: www.mkffi.nrw.

Quelle: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration Nordrhein-Westfalen vom 22.02.2018

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