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Sport, Jugendfitness und körperliche Betätigung

Nationale Strategie(n)

Die Bundesregierung orientiert ihre Sportpolitik an der von der Verfassung vorgegebenen Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern. Abgeleitet aus der ihm zufallenden staatlichen Außenrepräsentanz sieht der Bund sich dabei zunächst in der Aufgabe, den Spitzensport zu fördern. Zuständig ist auf Bundesebene das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Förderung des Schulsports bzw. des allgemeinen Breitensports liegt grundsätzlich in der Zuständigkeit der Bundesländerländer bzw. der Kommunen.

Strategische Dokumente, Aktionspläne, Initiativen zur Sport- und Bewegungsförderung

Der Nationale Aktionsplan IN FORM will das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland verbessern. Eine spezifische Zielgruppe dabei sind Kinder und Jugendliche. Die Förderung eines gesunden Lebensstils ist ein gemeinsames Ziel von Bund, Bundesländern und Kommunen. Neben der Politik unterstützen zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Medien den Nationalen Aktionsplan. Der zeitliche Rahmen des Aktionsplans ist von 2008-2020 festgelegt.

Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (PDF, 579 KB) wurden von einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Bundesgesundheitsministerium beauftragt erarbeitet und 2016 herausgegeben. Sie haben das Ziel, eine wissenschaftliche Orientierung im Feld der Bewegungsförderung zu bieten und richten sich primär an Fachleute, Entscheidungsträger und Multiplikator/-innen. Zwei Besonderheiten zeichnen diese Empfehlungen aus: Zum einen werden für Deutschland zum ersten Mal wissenschaftlich fundierte und systematisch aufbereitete Empfehlungen formuliert, zum anderen werden, auch international betrachtet, zum ersten Mal Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung systematisch miteinander verbunden. Eine vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eingesetzte Arbeitsgruppe „Bewegungsförderung im Alltag“ wird den Transfer in die Bewegungspraxis begleiten. Die Empfehlungen beziehen sich unter anderem explizit auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche (Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche (PDF, 579 KB): S. 25-32; Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche: S. 73-84).

Die Erklärung der Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) zur Qualitätssicherung des Sportunterrichts im Primarbereich ‚ Bewegung, Spiel und Sport als Chance nutzen‘ (PDF, 9,19 KB) (Beschluss vom 16.04.2009) dokumentiert die Position der Kultusministerkonferenz zum Sportunterricht im Primarbereich. Weitere Informationen finden sich auf den Schulsportseiten der Bundesländer

Einige Beispiele aus den Bundesländern

  • Baden-Württemberg

    Rahmenvereinbarung über Bewegung, Spiel und Sport des Landes Baden-Württemberg
    Die Rahmenvereinbarung zwischen Landessportverband und Kultusministerium über Bewegung, Spiel und Sport im außerunterrichtlichen Schulsport und in der frühkindlichen Bildung (RV Sport) (PDF, 92,6 KB) wurde im April 2014 unterzeichnet und ist Ergebnis einer langjährigen, gelebten Zusammenarbeit von Schulen mit Sportvereinen.

    Freiwilliges Soziales Jahr Sport und Schule
    Im Schuljahr 2013/2014 wurde das vom Kultusministerium und der Stiftung Sport in der Schule initiierte und gemeinsam mit dem Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) erarbeitete Format FSJ Sport und Schule erstmals umgesetzt und erprobt. Tätigkeitsfeld der Freiwilligen ist der außerunterrichtliche Schulsport (Bewegungspausen, Bewegungs-, Spiel- und Sport-AGs, Schulsportwettbewerbe etc.). Ab dem Schuljahr 2016/2017 wurde das Projekt in ein dauerhaftes Programm überführt.

  • Berlin

    Kooperation Gesundheit und Schulsport in Berlin
    Von der Unfallkasse Berlin wurde in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft der Ratgeber Mehr Mut! – Keine Angst im Schulsport (PDF, 2,7 MB) zur Gesundheit im und durch den Schulsport herausgegeben.

    Neben sicherheitsrelevanten Themen setzt sich der Ratgeber mit Fragen zur Umwelt, Ernährung, Teilnahme und Freistellung vom Sportunterricht, besonderen Wetterbedingungen und körperlichen Belastbarkeit auseinander.

  • Nordrhein-Westfalen

    Kooperation von Schule, Kindertageseinrichtungen und Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen (NRW)
    Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote im nachmittäglichen Ganztag fördern die Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die Landesregierung NRW verbessert das Angebot und stärkt das Engagement von Sportvereinen im schulischen Ganztag. Dazu existiert eine Rahmenvereinbarung vom 30. August 2011 unter dem Titel Bewegung, Spiel und Sport in Ganztagsschulen und Ganztagsangeboten“ (PDF, 818 KB).

    Landesprogramm 1000x1000 – Anerkennung für den Sportverein 
    Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW fördert das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen das Engagement von Sportvereinen im schulischen Ganztag und in Kindertageseinrichtungen. Über den Landeshaushalt werden dafür pro Jahr 1.000.000 Euro zur Verfügung gestellt.

    Ziel des Landesprogramms Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag gemeinsam fördern ist es, die Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen bzw. Kindertageseinrichtungen zu intensivieren.

    Tandems von Schulen und Vereinen
    Durch die Kooperation der Beraterinnen und Berater im Schulsport mit den Fachkräften der Stadt- und Kreissportbünde rücken Schulen und Sportvereine näher zueinander.

    Der Aufbau von Berater-Tandem-Teams gilt als wichtige strukturbildende und -unterstützende Maßnahme für die Schulen und Vereine vor Ort in den Kommunen. Der Landessportbund NRW erhält zur Einrichtung von Fachkraftstellen bei den Stadt- und Kreissportbünden für Aufgaben im Ganztag Sportfördermittel vom Ministerium sowie Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan zur Verfügung gestellt.

  • Sachsen-Anhalt

    Zusammenarbeit Sport und Schule
    Gemäß §1 Sportfördergesetz soll die Sportförderung auch zur Intensivierung der Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen beitragen. Die Zusammenarbeit mit den Schulen hat dabei insbesondere folgende Schwerpunkte:

    1. Kontinuierliche Weiterentwicklung der Eliteschulen des Sports
    2. Verbesserung der individuellen sportlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern
    3. Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Schülerinnen und Schülern im Sport.

    Ausbildung zu Schulsportassistenten
    Seit dem Schuljahr 2011/2012 werden auf Initiative des Sportlehrerverbandes Sachsen-Anhalt Schülerinnen und Schüler zu Schulsportassistenten ausgebildet. Sie lernen im Rahmen der Ausbildung, schulsportliche Veranstaltungen gemeinsam mit den Sportlehrkräften vorzubereiten und durchzuführen. Den Schüler(inne)n wird die Möglichkeit gegeben, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und soziale Kompetenz weiterzuentwickeln. Zugleich kann so auch der Einstieg für eine Übungsleiterausbildung vorbereitet und die Grundlage für ein zukünftiges Wirken im Ehrenamt gelegt werden.

  • Schleswig-Holstein

    Initiative „Kein Kind ohne Sport“
    Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung hat gemeinsam mit der Sportjugend Schleswig-Holstein die landesweite Informations- und Vernetzungskampagne Kein Kind ohne Sport gestartet. Ziel ist es, Sportvereine, Kommunen, Schulen und Kindergärten zu ermuntern, neue Projekte ins Leben zu rufen. Diese sollen sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme am Vereinssport ermöglichen.

Förderung und Unterstützung sportlicher und körperlicher Betätigung bei Jugendlichen

Die zentrale Maßnahme zur Förderung von Jugendfitness und physischer Aktivität ist der Nationale Aktionsplan IN FORM(Siehe Nationale Strategien).

Persönlichkeits- und Teamentwicklung durch die Deutsche Sportjugend (dsj)

Das zentrale Ziel, ist es, die Mitgliedsorganisationen der dsj bei der Inszenierung von Trainings- und Wettkampfangeboten konzeptionell zu unterstützen. Diese sollen gezielt über die Vermittlung sportbezogener Kompetenzen hinaus einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Sportler/-innen leisten. Den Jugendorganisationen der Spitzenverbände in der dsj soll über das entwickelte Rahmenmodell zur Förderung psychosozialer Ressourcen und dessen konkreter „Übersetzung“ in einzelne Sportarten die Möglichkeit gegeben werden, auf der Grundlage ihrer Kernkompetenzen die Prozesse bei Kindern und Jugendlichen anzuregen, die mit Sporttreiben in der Regel verbunden werden: 

  • Stärkung des Sozialverhaltens,
  • Entwicklung eines realistischen Selbstkonzeptes oder 
  • Verbesserung der Teamfähigkeit.

Die Deutsche Sportjugend hat eine Reihe von Materialien zur Unterstützung von Teambuilding im Sport herausgebracht.

Förderprogramm ZI:EL+

Seit 1. Januar 2016 knüpft das Förderprogramm des Kinder- und Jugendplans ZI:EL+ Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport! an das Förderprogramm ZI:EL (2013-2015) an. Der Kerngedanke des Förderprogramms ist die Förderung von jungem Engagement für und mit jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zu den Strukturen des Sports.

Im Rahmen dieser Zielsetzung sollen neue Engagementbereiche erschlossen und Engagementformate (weiter-)entwickelt werden. Daher sollen insbesondere modellhafte Maßnahmen durchgeführt werden, die die Bereiche der Inklusion, der Integration und die Förderung von bildungsbenachteiligten jungen Menschen betreffen. Vom 9. bis 11. November 2018 wurde in Frankfurt am Main das Ende der Förderprogramme ZI:EL und ZI:EL+ gefeiert.

Jugend trainiert

Der Bundeswettbewerb der Schulen Jugend trainiert für Olympia & Paralympics wurde 1969 ins Leben gerufen. Er ist der größte Wettbewerb zur Förderung des außerunterrichtlichen Schulsports. Er wird – überwiegend getrennt nach Jungen und Mädchen – gegenwärtig in fünf Altersklassen und 19 Sportarten durchgeführt. Die Deutsche Schulsportstiftung ist seit 1999 Träger und Veranstalter des bundesweiten Schulwettbewerbs. Der Wettbewerb wird jährlich neu ausgeschrieben.

Sport in der Schule

Da schulische Bildung in Deutschland in der Verantwortung der Bundesländer liegt, ist auch die Einbindung von körperlicher Aktivität in die formale Bildung von Bundesland zu Bundesland anders geregelt. In Grund- und Sekundärschulen ist der Sportunterricht verpflichtend und umfasst durchschnittlich ein Stundenkontingent von 3-5 Stunden pro Woche. Daneben existieren zahlreiche freiwillige Angebote zum Beispiel für die aktive Gestaltung von Schulpausen oder für sportliche Aktivitäten im Ganztag.

Im schulischen Bereich werden jährlich die Bundesjugendspiele durchgeführt. Sie richten sich insbesondere an die Klassenstufen 1 bis 6, um sie systematisch an die Grundsportarten Gerätturnen, Leichtathletik und Schwimmen heranzuführen.

Förderer: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kultusministerkonferenz, Deutschen Sportjugend

Die Kultusministerkonferenz bietet eine sogenannte Lehrplandatenbank an. Dort sind neben grundlegenden Angaben zu den Lehrplänen wie Schulart und Fach auch Kontaktadressen der publizierenden Verlage oder Ministerien sowie Links zu den Volltexten der Lehrpläne, soweit sie von den Kultusministerien, Landesinstituten oder Verlagen – zum Teil kostenpflichtig – im Internet veröffentlicht werden, zu finden.

Initiativen und Lehrpläne in den Bundesländern

  • Baden-Württemberg

    Konzept „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt"
    Mit dem Konzept Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und des Landesinstituts für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Baden-Württemberg soll Bewegung und Sport vielfältig in den Unterricht und den Schullalltag baden-württembergischer Schulen getragen werden. Das Konzept sieht in der Woche mindestens 200 Minuten Sportunterricht vor sowie vielfältige ergänzende Bewegungsangebote wie Pausensport und bewegten Unterricht. 

    Bis heute konnten über 870 Grundschulen und Grundstufen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit dem Zertifikat „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“ ausgezeichnet werden. Seit dem Schuljahr 2015/16 werden die GSB-Schulen regelmäßig rezertifiziert.

    Initiative Schülermentor/in Sport
    Eine wertvolle Bereicherung für das Schulleben stellt die Initiative Schülermentor/in Sport dar. In Zusammenarbeit mit dem Landessportverband und den entsprechenden Sportfachverbänden wurden bis Schuljahresende 2017/2018 ca. 30.000 Jugendliche zu Schülermentorinnen und -mentoren Sport ausgebildet. Nach erfolgreicher Ausbildung sollen die Sportmentorinnen und -mentoren mit Unterstützung einer verantwortlichen Lehrkraft eine Gruppe im Rahmen von schulischen Projekten, Arbeitsgemeinschaften, Wettkämpfen etc. mitverantwortlich führen und betreuen. Junge Menschen erhalten auf diese Weise frühzeitig Gelegenheit, sich anspruchsvoll zu engagieren - Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, dass auf diese Weise das schulische Sportangebot eine sinnvolle Erweiterung erfährt und darüber hinaus wertvolle Impulse für eine weiterführende ehrenamtliche Tätigkeit gegeben werden.

    Initiative Fit für Lernen und Leben
    Die „Regionalteams Sport“ der Staatlichen Schulämter sind mit Fortbildnern besetzt, die schulnahe und schulinterne Fortbildungen Fit für Lernen und Leben für Grundschullehrkräfte anbieten. Diese Fortbildungen erläutern die positiven Zusammenhänge zwischen Bewegung und Sport einerseits und schulischem Lernerfolg und sozial-emotionaler Entwicklung andererseits.

  • Bayern

    Die aktuell gültigen Fachlehrpläne Sport für die Grundschule, Mittelschule, Realschule, Förderschule, beruflichen Schulen sowie das Gymnasium befinden sich auf den Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB).

    Sport in der Oberstufe des Gymnasiums 

    In den Jahrgangsstufen 11 und 12 sieht das Curriculum für alle Schüler/-innen das Fach Sport als verpflichtend zu belegendes Unterrichtsfach vor. Sportlich besonders interessierten Schülerinnen und Schüler können über eine zusätzliche Belegung von Sporttheorie das Fach Sport als schriftlich-praktisches oder mündlich-praktisches Abiturprüfungsfach wählen. Daneben können Seminare im Leitfach Sport belegt werden, sofern diese an der Schule angeboten werden. Die Regelungen zur „Durchführung des Sportunterrichts in den Jahrgangsstufen 11 und 12“ sind in der Bekanntmachung vom 1. Dezember 2008 (KWMBl Nr. 1/2009; PDF, 130 KB) festgelegt.

    Initiative Bewegte Schule
    Die Initiativen „Bewegte Grundschule“ und „Bewegte Schule“ zielen an allen Schulen darauf ab, die Bewegungsbedürfnisse von Kinder und Jugendlichen im Schulalltag angemessener zu berücksichtigen und diesen sowohl im Unterricht als auch in den Pausen verstärkt Bewegungsangebote zu eröffnen. Neben der Ausbildung der grundlegenden motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Fach Sport als einzigem Bewegungsfach sollen daher in den anderen Unterrichtsfächern, also im Klassenzimmerunterricht, aber auch in der unterrichtsfreien Zeit Bewegungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler gefördert und weitere Bewegungsmöglichkeiten eröffnet werden.

    Das langfristige Ziel besteht darin, über die schulische Bewegungsförderung als Teil einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung bei den Heranwachsenden eine stabile, die Schulzeit überdauernde Einstellung zu entwickeln, die dem um sich greifenden Bewegungsmangel entgegenwirkt.

  • Berlin

    Informationen zu den Rahmenlehrplänen für das Unterrichtsfach Sport in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen gibt es auf der Website der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

    Im Berliner Schulsport gibt es eine breite Palette an offiziellen Schulsportwettbewerben in vielen Sportarten, an denen sich alle Schulen entsprechend der Jahrgangs- und Wettkampfklassen beteiligen können.

  • Hessen

    Die Einbindung von physischen Aktivitäten in den Schulalltag der Schülerinnen und Schüler spielt an hessischen Schulen eine bedeutende Rolle. Im Rahmen von „Schule & Gesundheit“ gibt es einen umfangreichen Themenbereich, der sich ausschließlich mit der Bewegung und Wahrnehmung befasst.

    Gelungene Praxisbeispiele für die Umsetzung des Themenbereichs Bewegung und Wahrnehmung im Schulalltag gibt es auf der Homepage Schule & Gesundheit.

    Der Landessportbund Hessen e. V., die Sportjugend Hessen e. V., das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport  sowie das Hessische Kultusministerium entwickelten gemeinsam Konzepte zur Ganztagsschule, um für Schülerinnen und Schülern ausreichende Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen. Sport und Bewegung nehmen darin einen hohen Stellenwert ein. Ein Konzept ist das Landesprogramm Schule und Verein. Im Rahmen dieses Programms kooperieren Sportvereine mit Schulen und bieten Bewegungsmöglichkeiten, wie z. B. eine Arbeitsgemeinschaft (AG) an.

  • Nordrhein-Westfalen

    Rahmenvorgaben für den Schulsport (01.12.2014) (PDF,  436 KB)
    Ein Erlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport vom 01.07.2012 regelt Qualitätsentwicklung und Unterstützungsleistungen im Schulsport (PDF, 100 KB)

    Auch im Schulsport Spitze - Initiativprogramm zur Stärkung des Schulsports in Nordrhein-Westfalen (PDF, 41,4 KB) wurde am 23. April 2002 durch das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Das Inititiativprogramm soll sicherzustellen, dass ein angemessenes Maß an Sportunterricht auf dem Kernlehrplan der Schulen verbleibt. Darüber hinaus sind zusätzliche Sport- und Bewegungsaktivitäten vorgesehen.

  • Sachsen

    Die Organisation des Schulsports im Freistaat Sachsen gliedert sich in drei Ebenen:

    • Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Referat 32
      Das Referat ist u.a. verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und überregionale fachliche Betreuung des Sportunterrichts. Außerdem ist es zuständig für die landesweite Organisation des außerunterrichtlichen Schulsports sowie die bundesweite Vertretung des Freistaates Sachsen im Bereich Schulsport.
    • Referenten für Schulsport der Sächsischen Bildungsagentur 
      Die Referenten sind für die regionale fachliche Betreuung des Sportunterrichts sowie für die regionale Organisation des außerunterrichtlichen Schulsports verantwortlich.
    • Schulsportkoordinatoren
      Die Koordinatoren betreuen eine genau definierte Anzahl von Schulen im außerunterrichtlichen Bereich.

    Die Verwaltungsvorschrift Struktur des Schulsports ist auf der Webseite der Sächsischen Staatskanzlei eingepflegt. 

    Informationen über schulsportliche Wettbewerbe und Aktionen sind auf der Webseite des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zu finden.

    Sport in der beruflichen Bildung

    Es existiert eine Bundesarbeitsgemeinschaft Sport in der beruflichen Bildung. Sie setzt sich für die Förderung des Sports in der beruflichen Bildung im schulischen und außerschulischen Rahmen ein. Außerdem fördert sie die Zusammenarbeit zwischen den für Sport verantwortlichen Einrichtungen und Trägern.

    Die Lehrpläne der beruflichen Schulen lassen sich auf der Seite der Kultusministerkonferenz abrufen.

Zusammenarbeit und Partnerschaften

Es existieren keine weiteren als die im Youth-Wiki-Kapitel "Gesundheit und Wohlbefinden: Sport, Jugendfitness und körperliche Betätigung" genannten expliziten politischen Programme, Initiativen oder Fördermaßnahmen zum Aufbau von Partnerschaften zwischen formaler Bildung, nicht-formaler Bildung, Gesundheitsexperten und Sportverbänden auf Bundesebene.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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