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Qualität und Innovation in der Jugendarbeit

Qualitätssicherung

Auf die Frage, was eine gute Qualität von Kinder- und Jugendarbeit ausmacht, werden eine ganze Reihe von Dimensionen diskutiert. Sie reichen von ausreichender Quantität, Präventionswirkungen, Sicherstellung von Kinderschutz, inhaltlichen Wirkungen, wie der Förderung demokratischen Verhaltens, bis zu den Bildungsgewinnen für junge Menschen. Als ein zentraler Maßstab für die Qualität der Jugendarbeit kann herangezogen werden, inwieweit sie auf die Interessen, Bedürfnisse und die Erfahrungen junger Menschen reagiert, und ihre Angebote für die jungen Menschen relevant sind. In § 11 (1) SGB VIII ist die Anknüpfung an den Interessen der jungen Menschen als Merkmal von Jugendarbeit festgeschrieben. In wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Rahmenkonzeptionen für die Jugendarbeit wird dies als ein Kernpunkt der Qualität von Jugendarbeit beschrieben. In der Kinder- und Jugendarbeit ist die Orientierung an den Wünschen der jungen Menschen bereits angelegt. Denn aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme an der Kinder- und Jugendarbeit, müssen die Angebote sich grundsätzlich an den Interessen und Bedürfnissen der jungen Menschen orientieren – ansonsten können die jungen Menschen „mit den Füßen abstimmen“ und die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit einfach nicht annehmen.

In der Regel wird die Qualität der Jugendarbeit vor Ort nicht auf dem Weg speziell auf die Jugendarbeit gerichteter Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungsprogramme gesichert. Systematische bundesweite Erhebungen dazu, ob die Jugendarbeit den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen entspricht oder etwa, inwieweit die Jugendarbeit ihren Prinzipien in der Praxis gerecht wird, gibt es nicht. Es bestehen jedoch auf den diversen politischen Ebenen verschiedene institutionalisierte Wege, auf die Strukturqualität der Jugendarbeit sowie auf die fachliche Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit Einfluss zu nehmen.

Mit Blick auf die Qualität des Personals wird im SGB VIII das Fachkräftegebot formuliert, das unmittelbar für das Personal in den Jugendämtern, mittelbar aber auch für die freien Träger gilt. In den Ausführungsgesetzen der Bundesländer wird konkretisiert, welche Kriterien hauptberuflich tätige Personen erfüllen müssen, die in den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe – darunter auch der Jugendarbeit – arbeiten. Neben der persönlichen Eignung sind einschlägige Ausbildungsabschlüsse notwendig. Die Jugendämter mit ihrer Gesamtverantwortung für die Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben auch dafür Sorge zu tragen, dass einschlägig qualifiziertes Personal eingesetzt wird und insgesamt die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe gewährleistet wird. Für ehrenamtliches Personal, zum Beispiel in der Jugendverbandsarbeit, gilt das Fachkräftegebot nicht. Es bestehen jedoch auch für in der Jugendarbeit ehrenamtlich Tätige Regelungen und Verfahren, die ihre Qualifikation und persönliche Eignung sicherstellen sollen. Ein Beispiel sind die sogenannten JULEICA-Ausbildungen (Mindestumfang 30 Stunden), in denen für die Jugendarbeit wichtige Qualifikationen vermittelt werden und nach deren Abschluss das Zertifikat der Jugendleitercard vergeben wird. Ein weiteres Beispiel sind gesetzliche Vorgaben, die sicherstellen sollen, dass niemand, der bereits strafrechtlich im Sinne des § 72a SGB VIII durch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder andere einschlägige Straftaten aufgefallen ist, in der Jugendarbeit tätig wird.

Der Kinder- und Jugendplan des Bundes und die Landesjugendpläne haben insofern Einfluss auf die Qualität der Kinder- und Jugendarbeit, als sie zum einen Mittel für hauptamtliche Stellen bei Trägern der Kinder- und Jugendarbeit bereitstellen und zum anderen in ihren Bestimmungen bestimmte fachliche Entwicklungen, wie etwa eine interkulturelle Öffnung fördern. Zudem gibt es in Ländern wie auch in Kommunen Leitbilder und Rahmenkonzeptionen. Auf kommunaler Ebene tragen die kommunalen Jugendreferate, Jugendpfleger/-innen und die Jugendförderung (siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Jugendarbeit: Verwaltung und Steuerung von Jugendarbeit“) zur Sicherung der Qualität in der Jugendarbeit bei, indem sie die Einrichtungen, Verbände und Organisationen der Kinder- und Jugendarbeit fachlich und organisatorisch unterstützen und die Jugendarbeit vor Ort koordinieren.

Die örtlichen Kinder- und Jugendhilfeausschüsse sind in den kommunalen Jugendämtern angesiedelt und entscheiden über die Ausgestaltung u.a. der Kinder- und Jugendarbeit mit und nehmen so auch Einfluss auf die Qualität und Bedarfsorientierung der Kinder- und Jugendarbeit. Vertreter/-innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, aus den Jugendringen, den Jugendverbänden und weiteren Trägern, die in der offenen und verbandlichen Jugendarbeit tätig sind, sind in der Regel neben Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Trägers und der freien Träger aus weiteren Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe Mitglieder in diesen Ausschüssen. In vielen Kommunen gibt es in diesem Rahmen Unterausschüsse oder Arbeitsgruppen zum Thema Jugendarbeit. Eine wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfeausschüsse ist die gesetzlich vorgeschriebene Jugendhilfeplanung. Sie soll sicherstellen, dass Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und damit auch der Kinder- und Jugendarbeit in ausreichender Zahl und qualitativ hochwertig zu Verfügung stehen. Im Jahr 2009 hatten drei Viertel der Jugendämter eine Jugendhilfeplanung für den Bereich der Jugendarbeit (Gadow u.a., S. 46). Viele Jugendämter finanzieren zusätzlich eigene Stellen bzw. Stellenanteile für die Jugendhilfeplanung.

Über diese institutionalisierten Wege zur Sicherung der Qualität und der fachlichen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit hinaus gibt es immer wieder Bestrebungen, Qualität zu messen und sichtbar zu machen. Ein Beispiel dafür ist das Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Projektgruppe Wanja an der Universität Siegen, in dessen Rahmen Kriterien für Qualität in der offenen Kinder- und Jugendarbeit entwickelt wurden (Projektgruppe Wanja 2000). Sie sind gedacht als Grundlage für Qualitäts- und Wirksamkeitsdialoge, in denen sich auf kommunaler Ebene Einrichtungen, Träger, Jugendamt und jugendpolitische Steuerung austauschen (Deinet 2013, S. 523ff). Es ist aber nicht bekannt, wie verbreitet sie bundesweit sind. Manche Kommunen orientieren sich bei der Steuerung der Kinder- und Jugendarbeit an Indikatoren, im Sinne von messbaren Fakten über die Kinder- und Jugendarbeit, die in einem einrichtungsbezogenen Berichtswesen erfasst werden (Mühlmann 2013, S. 513ff). Diese können auch Qualitätsindikatoren umfassen. Es ist allerdings umstritten, inwiefern man mit quantitativen Indikatoren tatsächlich die Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit sichtbar machen kann.

Literatur

  • Gadow, Tina/ Peucker, Christian/ Pluto, Liane/ van Santen, Eric/ Seckinger, Mike (2013): Wie geht’s der Kinder- und Jugendhilfe? Empirische Befunde und Analysen. Beltz Juventa
  • Projektgruppe Wanja (Hrsg.) (2000): Handbuch zum Wirksamkeitsdialog in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Qualität sichern, entwickeln und verhandeln. Votum: Münster
  • Deinet, Ulrich (2013): Kommunale Qualitäts- und Wirksamkeitsdialoge. In: Deinet, Ulrich/ Sturzenhecker, Benedikt (Hrsg.): Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit. 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer VS: Wiesbaden. S. 523-532
  • Mühlmann, Thomas (2013): Systematische Datenerhebung als Grundlage einrichtungsbezogenen Berichtswesens. In: Deinet, Ulrich/ Sturzenhecker, Benedikt (Hrsg.): Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit. 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer VS: Wiesbaden. S. 523-532

Forschung und Evidenz zur Unterstützung der Jugendarbeit

Die Heterogenität der Akteure, die auf unterschiedlichen Ebenen Verantwortung für Jugendarbeit übernehmen (siehe dazu Youth-Wiki-Kapitel „Jugendarbeit: Verwaltung und Steuerung von Jugendarbeit“) spiegelt sich auch in der Finanzierung der Forschung wieder. Forschung wird auf Bundes-, auf Landes- und auf kommunaler Ebene finanziert und durchgeführt. Neben einer institutionellen Förderung von Hochschulen und Forschungsinstituten werden viele Studien in den Hochschulen und Forschungsinstituten über Drittmittel gefördert. Diese Fördergelder werden maßgeblich über Bundesmittel (z.B. Kinder- und Jugendplan des Bundes) und Ländermittel (z.B. Jugendförderpläne) eingeworben und ggf. durch Gelder der Europäischen Union ergänzt. Auch Stiftungen (z.B. Aktion Mensch, Deutsche Telekom Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft) und Jugendverbände selbst sind maßgeblich an der Finanzierung von Forschungsprojekten zur Jugendarbeit beteiligt. Die Forschungsprojekte werden sowohl von einzelnen Hochschulen und Forschungsinstituten als auch in Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen durchgeführt. Angesichts der Komplexität des Feldes (siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Jugendarbeit: Verwaltung und Steuerung von Jugendarbeit“) und der daraus folgenden Vielfalt der Forschungslandschaft gibt es keine zentrale Stelle, wo alle Forschungsergebnisse und Daten aus allen Ebenen gesammelt werden.

An der Forschung sind maßgeblich Hochschulen und Forschungsinstitute beteiligt, die eine institutionelle Förderung aus Bundes- oder Landesmitteln erhalten. Angesiedelt ist die Jugendarbeit meist an den Lehrstühlen für Sozialpädagogik und/oder Soziale Arbeit. Nur wenige Lehrstühle legen jedoch einen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit (für Details siehe  Youth-Wiki-Kapitel „Jugendarbeit: Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit“). Die Forschung an den Lehrstühlen fokussiert sich einerseits auf die konzeptionellen Grundlagen der Jugendarbeit, ihr Funktionieren und ihre Rahmenbedingungen, und anderseits auf die Frage, wie Jugendarbeit auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagiert.

Das Deutsche Jugendinstitut hat, als größtes sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut zu den Themen Kindheit, Familie und Jugend in Deutschland, eine lange Tradition in der Forschung zur Jugendarbeit. In diesem Kontext sei insbesondere auf das Projekt „Jugendhilfe und Sozialer Wandel“ hingewiesen, das regelmäßig Befragungen bei Organisationen der Jugendarbeit durchführt.

Zur Jugendarbeit in Europa wird insbesondere an zwei Stellen geforscht. Erstens wird am Deutschen Jugendinstitut seit Juli 2019 im Centre for European Youth Policy unter anderem zu Youth Work im europäischen Kontext geforscht. Zweitens wurde im September 2019 an der Technischen Hochschule Köln der Jean-Monnet-Lehrstuhl „Bildung und Jugendarbeit in Europa“ eingerichtet.

Auch auf Landesebene findet Forschung zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf einzelne Länder statt. Diese Forschung konzentriert sich häufig auf einzelne Themen, die für die Jugendarbeit in den Ländern relevant sind. Vom Landesjugendamt Sachsen und dem Kommunalen Sozialverband Sachsen wird beispielsweise das Projekt „Smarte Jugendarbeit Sachsen“ gefördert, das ein forschungsbasiertes Konzept für die Anpassung der Jugendarbeit an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters unter der Beteiligung von Fachkräften und Jugendlichen entwickelt. An der Universität Göttingen wurde in den letzten Jahren beispielsweise in Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen und dem Landesjugendring Niedersachsen eine vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geförderte Studie durchgeführt, in der Handlungsempfehlungen für die Praxis der Jugendarbeit mit LSBTQ*-Jugendlichen mit besonderer Berücksichtigung regionaler Herausforderungen in Niedersachsen entwickelt wurden.

Neben der Forschung von Hochschulen und Forschungsinstituten sind es insbesondere auch die Verbände bzw. Träger selbst, die sowohl Forschung finanzieren als auch selbst durchführen. Ein Beispiel ist die Forschungsabteilung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej). Neben der Publikation von aej-Studien, worin konzeptionelle Ansätze für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit diskutiert werden, beschäftigt sich die Forschungsabteilung mit Grundsatzfragen der evangelischen Jugendarbeit und organisiert in regelmäßigen Abständen das Forum Wissenschaft und Praxis, um den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern. Ein weiteres Beispiel ist das Deutsch-Französische Jugendwerk, das eine eigene Forschungsabteilung hat, und sich sowohl mit der Weiterentwicklung und Evaluation von pädagogischen Konzepten als auch mit Fragenstellungen zur Jugend in Europa beschäftigt.

Über Forschungsdaten hinaus werden in der amtlichen Statistik bundesweit Daten zur Jugendarbeit auf der kommunalen Ebene (z.B. Personal, Anzahl der Einrichtungen, Finanzierung) gesammelt. Bestrebungen, mehr Daten über die Jugendarbeit zu sammeln, wurden in den letzten Jahren verstärkt. Dies findet zum Beispiel seinen Niederschlag in einer überarbeiteten Fassung der amtlichen Statistik, die jetzt auch Informationen zu den Angeboten der Jugendarbeit umfasst. Einzelne Verbände, wie zum Beispiel die aej, knüpfen an die Erfassung der Daten für diese amtliche Statistik eigene Fragen über die verbandliche Arbeit an, um so einen tieferen Einblick in die Angebote der eigenen Verbandsstrukturen zu bekommen. Auch in den meisten Ländern stehen Daten auf Landesebene zu Verfügung.

Auf kommunaler Ebene werden in manchen Kommunen über die amtliche Statistik hinaus, u.a. für Planungszwecke, Daten über die Jugendarbeit erfasst. Eine bundesweite Übersicht über diese kommunalen Daten liegt nicht vor.

Partizipative Jugendarbeit

Die Grundmaxime der deutschen Jugendarbeit ist, dass sie von und für junge Menschen gestaltet wird. Dies bedeutet auch, dass Partizipation in Deutschland nicht nur als Teilhabe an Jugendarbeit verstanden wird, sondern dass auch bzw. gerade die Selbstorganisation junger Menschen als Form der Partizipation verstanden wird. Partizipation ist damit ein wesentlicher Bestandteil von Jugendarbeit und auch gesetzlich verankert in § 11 SGB VIII. Junge Menschen sollen demnach an der Planung, Durchführung und Evaluation von Projekten der Jugendarbeit teilnehmen, und bestimmen so das Programm der Jugendarbeit.

Neben dieser direkten Form der Partizipation junger Menschen, die sich vor allem auf die konkrete Organisation und Durchführung der Jugendarbeit bezieht, findet auf allen Ebenen auch eine indirekte Partizipation junger Menschen über ausgewählte Organisationen statt. Diese Funktion der Interessensvertretung, ist für die Jugendverbände in § 12.2 SGB VIII festgeschrieben (siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Partizipation“). So ist die Partizipation junger Menschen an der Ausgestaltung der Jugendarbeit über die Arbeit der kommunalen und Landesjugendringe in den Jugendhilfeausschüssen und im Verfahren der Jugendhilfeplanung institutionalisiert. Auf Bundesebene ist der Deutsche Bundesjugendring an der Gestaltung von Jugendpolitik beteiligt (siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Partizipation: Vertretungsorgane Jugendlicher“). Über die Jugendverbände hinaus begreifen auch andere öffentliche und freie Träger der Jugendarbeit ihre Arbeit als eine Anwaltsfunktion, die die Interessen junger Menschen auf der kommunalen, Länder- und Bundesebene gegenüber anderen Akteuren und Politikfeldern vertritt.

"Smarte" Jugendarbeit: Jugendarbeit in der digitalen Welt

Während Jugendarbeit auf der kommunalen Ebene ansetzt, werden Digitalisierungsstrategien vor allem auf der Bundes- und Länderebene diskutiert. Diese Strategien haben eine allgemeine Ausrichtung, so dass von einer spezifisch auf Jugendarbeit ausgerichteten Digitalisierungsstrategie keine Rede sein kann. Seit März 2018 hat die Bundesregierung eine Staatsministerin für Digitalisierung und entwickelt verschiedene Digitalisierungsstrategien. Obwohl es somit keine explizit föderale Digitalisierungsstrategie für die Kinder- und Jugendarbeit gibt, haben diese Digitalisierungsstrategien nichtsdestotrotz Bereiche, die auch für die Kinder- und Jugendarbeit relevant sind. So ist im Rahmen des Themas „digitale Kompetenzen“ die Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ gestartet, dass Aktivitäten zur Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Fachkräften stärkt. Auch Fragen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur, die letztendlich den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit zu Gute kommen, werden im Rahmen dieser Strategien diskutiert.

Auf Länderebene sind eigene Digitalisierungsstrategien vorhanden. Mit dem Sonderprogramm „Digitalisierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit“ hat Digitalisierung in dem Jugendförderplan von Nordrein-Westfalen sogar einen eigenen Schwerpunkt.

Ein wichtiges Thema, das bei der Digitalisierung der Jugendarbeit diskutiert wird, ist die Frage nach Fortbildungen für Fachkräfte. Dabei geht es sowohl darum, Fachkräfte in konkreten Medienkompetenzen und Medienangeboten weiterzubilden, als auch um die Frage, wie digitale Formate die Praxis der Jugendarbeit unterstützen können und/oder neue Potenziale der Jugendarbeit freilegen können. Eine wichtige Rolle spielt die Jugendarbeit, wenn es darum geht, junge Menschen beim Erwerb von Medienkompetenzen zu unterstützen und gleichzeitig Beratung zu Gefahren und zur Nutzung, aber auch zu digitaler Sucht, anzubieten (siehe auch Youth-Wiki-Kapitel „Allgemeine und berufliche Bildung: Medienkompetenz und sicherer Umgang mit den neuen Medien“).

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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