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Ökologisches Engagement, Herstellung und Konsum

Ökologisches Engagement

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert Freiwilligendienste. Diese können auch im ökologischen Bereich absolviert werden. Das BMFSFJ fördert den Bundesfreiwilligendienst, der im Umweltbereich geleistet werden kann, und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) kann in den Bereichen Naturschutz, Umweltschutz oder Umweltbildung geleistet werden. Die Durchführung des FÖJ ist auf Länderebene geregelt. Träger dieses Freiwilligendienstes sind meist Jugend-, Umwelt(schutz)- und Natur(schutz)verbände oder kirchliche Verbände. Sie sind als Einsatzstellen für das FÖJ anerkannt. Das FÖJ kann auch im Ausland gemacht werden.

Informationen zum BFD und zum FÖJ gibt es auch im Youth-Wiki-Kapitel „Freiwilliges Engagement“.

Umweltbezogene Aktivitäten sind oft auch Teil und Schwerpunkt von internationalen Workcamps im In- und Ausland, die aus öffentlichen Mitteln (Kinder- und Jugendplan des Bundes, Landesjugendpläne) gefördert werden. In den Workcamps arbeiten Jugendliche aus verschiedenen Ländern in kleinen Gruppen in einem gemeinnützigen Projekt zusammen. Der Einsatz dauert zwischen zwei und vier Wochen.

Umweltfreundliche Herstellung und nachhaltiger Konsum

Bund und Länder fördern Maßnahmen, Initiativen und Projekte zur Förderung von nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum. Zuständig sind vor allem die für die Bereiche Bildung, Ernährung, Landwirtschaft, Energie, Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz verantwortlichen Ministerien auf Bundes- und Landesebene.

2016 hat die Bundesregierung ein Nationales Programm für nachhaltigen Konsum (PDF 3,8 MB) als Teil der Gesamtstrategie der deutschen Bundesregierung für mehr Nachhaltigkeit beschlossen.

  • Ziel: Nachhaltigen Konsum bei Haushalt und Wohnen, Mobilität, Ernährung, Büro und Arbeit, Bekleidung sowie Tourismus und Freizeit systematisch stärken sowie Verbraucherbildung und -information ausbauen.
  • Zielgruppe: alle Bevölkerungsgruppen, inklusive Kinder und Jugendliche.
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: Maßnahmen und Aktionen, um nachhaltigen Konsum und ein Bewusstsein dafür zu fördern.
  • Förderung: Bund.

Beispiele für vom Bund durchgeführte bzw. unterstützte Projekte

Wettbewerb „Lass ma machen“

  • Ziele: Jugendliche dazu motivieren, Ideen zu nachhaltigem Konsum im Alltag zu entwickeln und andere zum Mitmachen zu bewegen
  • Zielgruppe: Jugendliche zwischen 14 und 26 Jahren
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: Die drei interessantesten Ideen aus den Kategorien Kreativität, Nachahmungspotenzial und ökologische Relevanz werden bei der Umsetzung und Verbreitung der Idee unterstützt.
  • Förderung: Bund (Umweltbundesamt)

Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

  • Ziel: Unter anderem auf den Wert von Lebensmitteln und die Folgen ihrer Verschwendung aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit Lebensmitteln und Resten sowie ihre Aufbewahrung.
  • Zielgruppe: alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere Schüler/-innen der Klassen 3 bis 9
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: Maßnahmen und Aktionen zur Reduzierung der Lebensmittelverlusten und -verschwendung
  • Förderung: Bund

SchnittStellen – Bildungsprojekt zum nachhaltigen Konsum der Stiftung Jugend und Bildung

  • Ziel: Das Projekt will durch die Auseinandersetzung mit dem Schwerpunktthema Liefer- und Wertschöpfungsketten auf die Bedeutung von gemeinschaftlicher Verantwortung in einer globalisierten Welt aufmerksam machen.
  • Zielgruppe: Lehrkräfte und junge Leute
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: Erstellung von Unterrichtsmaterialien zur Nutzung in Schule und außerschulischer Bildung
  • Förderung: Bund

Aktionsspiel „Fleisch oder Fahrrad?“ des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) und des Rats für Nachhaltige Entwicklung

  • Ziel: Jugendliche zum Nachdenken über nachhaltigen Konsum bewegen.
  • Zielgruppe: Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: 90 Jugendherbergen bundesweit haben das Spiel in ihr Bildungsprogramm integriert und führen Jugendliche an das Thema heran.
  • Förderung: Bund, Eigenmittel des DJH

WELTbewussterLEBEN – Projekt der BUNDjugend

  • Ziel: Junge Menschen für nachhaltige Lebensstile sensibilisieren und ihnen Lust auf gelebte gemeinschaftliche Alternativen machen.
  • Zielgruppe: junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren.
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: Zwischen Juni 2014 bis Mai 2016 wurden bundesweit Veranstaltungen organisiert. Zusätzlich konnten sich Ehrenamtliche in überregionalen Workshops weiterbilden und in Tandems zwischen Städten vernetzen und austauschen. Ein Aktionskoffer mit Tipps und Tricks für eigene Veranstaltungen wurde erstellt und steht weiterhin zur Verfügung.
  • Förderung: Umweltbundesamt (UBA)

Marmelade für Alle! – Kampagne der Evangelischen Jugendarbeit gegen Lebensmittelverschwendung

  • Ziel: Für die Bedeutung und den Wert von Lebensmitteln ein Bewusstsein zu schaffen
  • Zielgruppe: Mitmachprojekt für Jugendgruppen, Kinder, generationsübergreifend
  • Wichtigste Maßnahmen/Ergebnisse: An Orten, wo es ungeerntetes Obst gibt, erfragen, ob dieses kostenlos zu haben ist und daraus Marmeladen, Säfte etc. kochen und auf den eigenen Freizeiten, Seminaren und Gruppenstunden verwerten. Nicht Verbrauchtes wird auf Basaren verkauft oder eingetauscht.
  • Förderung/Unterstützung: Bund, Brot für die Welt

Bundesländer

Eine Initiative von Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Engagierten aus der Eine-Welt-Arbeit ruft mit der „Handy-Aktion NRW“ zum Sammeln alter Handys für ein fachgerechtes Recycling auf. Interessierte können auch eigene Sammelaktionen durchführen – etwa in der Kirchengemeinde, Jugendarbeit, Schule oder Arbeitsstelle. Kostenfreie Sammelboxen, Plakate, Flyer und andere Materialien können bestellt werden. Der Erlös der Aktion kommt Projekten in Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo und den Philippinen zugute. Zur Aktion informiert SÜDWIND in Fact-Sheets über die Folgen des Rohstoffabbaus für Handys.

Die Staatskanzlei Saarland initiierte die Nachhaltigkeits- und Informationskampagne „Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mach mit!“. Es werden Althandys gesammelt und dabei ein Zeichen zur Schonung natürlicher Ressourcen gesetzt. Zielgruppen sind neben allen weiterführenden Schulen die Grundschulklassen 3 und 4, sonstige Bildungseinrichtungen, Sozial-, Umwelt-, Jugend- und Seniorenverbände, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Institutionen.

Weitere Akteure zur Mobilisierung Jugendlicher für umweltfreundliche Herstellung und nachhaltigen Konsum finden sich auf dem BNE-Portal.

Weitere Informationen zu Kampagnen, Aktionen, Projekten

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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