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Allgemeiner Rahmen

Historische Entwicklungen

Die Idee des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) für junge Leute kam 1954 auf. Der Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau und spätere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Hermann Dietzfelbinger, rief junge Frauen und Männer dazu auf, ein Jahr ihres Lebens in den Dienst der Gemeinde zu stellen. Die Idee wurde von anderen Organisationen aufgegriffen. 1958 rief die katholische Kirche die Aktion 'Jugend hilft Jugend' ins Leben. Zu Beginn der 1960er Jahre schufen die Verbände der freien Wohlfahrtspflege innerhalb ihrer Organisationen die Grundlagen für ein 'Freiwilliges Jahr'.

Am 1. April 1964 trat das 'Gesetz zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres' in Kraft. Dieses und das Gesetz zur Förderung eines freiwilligen ökologischen Jahres wurden 2008 vom Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten ersetzt. Das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten regelt die Einsatzmöglichkeiten der Freiwilligen, ihre pädagogische Betreuung sowie die soziale Absicherung der jungen Freiwilligen.1993 wurde das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) eingeführt, 2011 der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Engagieren können sich die Freiwilligen im sozialen Bereich, im Sport, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der Denkmalpflege, der Kultur, im Friedensdienst oder in der Flüchtlingshilfe.

Mit dem Aussetzen der allgemeinen Wehr- und Zivildienstpflicht zum 1. Juli 2011 endete nach 50 Jahren die Pflicht zum Zivildienst. Dieser musste als Ersatzdienst für den Wehrdienst geleistet werden. Gleichzeitig wurde der Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Dieser steht allen Bürgerinnen und Bürger des Landes offen.
Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Wichtige Konzepte

Die aktuelle Engagementstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (PDF 312 KB) beschreibt 'Bürgerschaftliches Engagement‘ als freiwillige Tätigkeit, die nicht auf materielle Gegenleistungen ausgerichtet ist. Die Stärkung der Wahrnehmung bürgerschaftlichen Engagements in der Öffentlichkeit ist eines der zentralen Handlungsfelder um Engagement zu fördern.

Freiwilligendienste sind ein besonderes Feld des bürgerschaftlichen Engagements für junge Leute. Sie leisten einen Beitrag für andere und für die Gesellschaft und profitieren selbst davon. Die Engagementstrategie sieht eine Weiterentwicklung und Verstetigung der Freiwilligendienste vor.

Einsatzbereiche für die Freiwilligendienste sind: Sport, Integration, Kultur, Denkmalpflege, Sozialer Bereich, Bildung, Altenbetreuung, Umwelt- und Naturschutz.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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