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Bewusstsein für globale Themen stärken

Formales Lernen, non-formales und informelles Lernen

Am 20. Juni 2017 wurde ein Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (PDF 5,6 MB) verabschiedet, der nachhaltige Bildung in allen Bildungsbereichen (formal, non-formal, informell) verankern soll. Er umfasst 130 Ziele und 349 konkrete Handlungsempfehlungen.

Formales Lernen

Themen des Globalen Lernens und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind Querschnittsthemen im formalen Lernen. Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule (PDF 5,7 MB) und die Empfehlung für die Förderung der Menschenrechtserziehung in der Schule (PDF 131 KB) sind grundlegende Dokumente für die Einbindung der Themenfelder in die schulische Bildung und die Entwicklung von Lehrplänen.

Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule richtet sich an alle im schulischen Bildungswesen Beteiligten, die mit der Gestaltung von Lehrplänen, Unterrichtsmaterialien oder mit Lehrerbildung befasst sind. Er wurde 2015 in einer aktualisierten Version verabschiedet und ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er bietet Hilfe bei der Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung sowohl in die schulische Bildung als auch in die Gesamtausrichtung der Bildungseinrichtung Schule.

Die erweiterte Neuauflage des Orientierungsrahmens bezieht sich auf die Primarstufe und die Sekundarstufe I. Der Lernbereich Globale Entwicklung umfasst neben Geographie, Politik, Religion/Ethik und Wirtschaft nun auch Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), Neue Fremdsprachen, Kunst, Musik, Sport und Deutsch. Zudem wird in der Neuauflage der Bereich Berufliche Bildung berücksichtigt. Es werden Kompetenzen, Lernbereiche und Leitfragen formuliert, um Schüler/-innen zu befähigen, die globale Entwicklung mitzugestalten. Der Orientierungsrahmen schafft Grundlagen für eine Erweiterung in die gymnasiale Oberstufe.

Beispiele für die Integration von Themen des globalen Lernens in Lehrpläne:

Projekte der Bundesländer zur Umsetzung des Orientierungsrahmens in verschiedenen Schultypen (auch Gymnasium und Berufsschulen) (PDF 4,8 MB)

Im Rahmen der nationalen Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland entwickelte das Fachforum Schule Handlungsfelder, Ziele und Umsetzungsstrategien für den Bildungsbereich Schule. Außerdem identifizierte es Praxisbeispiele und gibt Anregungen für neue Bildungs- und Lernformate. Das BMZ fördert über Engagement Global Bildungsaktivitäten und die systematische Qualifikation von Lehrkräften zum Thema BNE. Für konkrete Projekte in der Zusammenarbeit mit den Bundesländern siehe auch den Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (PDF 5,6 MB).

Das Projekt Grenzenlos des World University Service (WUS) vermittelt Lehrkooperationen für Lehrkräfte an berufsbildende Schulen in mehreren Bundesländern (Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die in diesen Bundesländern studieren, vermitteln entwicklungspolitische Themen, Nachhaltigkeits- und Globalisierungsthemen an berufsbildenden Schulen. Hierfür erhalten sie zuvor ein Zertifikat. Das Projekt wird von Engagement Global im Auftrag des BMZ und aus Mitteln der beteiligten Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gefördert.

Zudem lernen Schüler/-innen sowie Studierende im Rahmen von deutschlandweiten und internationalen Simulationen (Model United Nations, MUNs), wie zwischenstaatliche Formate, zum Beispiel die Vereinten Nationen, funktionieren und strukturiert sind.

Jugendarbeit und Schule kooperieren im Kontext der Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globalem Lernen. Beispiele:

  • Mit Workshops zu Klimaschutz, Klimagerechtigkeit oder erneuerbaren Energien tragen die Bildungsagent(inn)en der BUNDjugend Berlin dazu bei, dass Kinder und Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt lernen.
  • „Einfach ganz ANDERS" ist ein Bildungsprojekt des Eine Welt Netz Nordrhein-Westfalen und der BUNDjugend Nordrhein-Westfalen. Es integriert außerschulische Bildungsangebote zu Nachhaltigkeit in die Arbeit an Ganztags-schulen.
  • „FAIR macht Schule!“ und „FAIRändere deine Stadt!“ des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. mit Angeboten, unter anderem für Schulklassen und Projektgruppen aller Schularten ab Klasse 8 in Baden-Württemberg

Non-formales Lernen und informelles Lernen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist eine Querschnittsaufgabe der außerschulischen Bildung. Sie bestimmt die Bearbeitung bestimmter Themen mit, neben der Umweltbildung auch die politische, entwicklungspolitische, internationale oder die kulturelle Bildung. Ein breites Feld von Einrichtungen und Organisationen gestaltet diesen Bereich. Dazu gehören Volkshochschulen, Umweltzentren, lokale Agenda 21-Initiativen, Museen, Vereine, Stiftungen, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen und (Jugend)Verbände. Zu den Zielgruppen gehören neben der allgemeinen Öffentlichkeit insbesondere Kinder und Jugendliche, hier auch im Speziellen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie mit Migrationshintergrund.

Im Rahmen der nationalen Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland entwickelte das Fachforum Non-formales und informelles Lernen/Jugend Handlungsfelder, Ziele und Umsetzungsstrategien für den Bildungsbereich Non-formales und informelles Lernen. Außerdem identifiziert es Praxisbeispiele und gibt Anregungen für neue Bildungs-und Lernformate.

Der Bund fördert die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe und Angebote der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit mit überregionaler Bedeutung, die nicht durch ein Bundesland allein gefördert werden können. Das Förderinstrument dafür ist der Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes. Aus dem KJP fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Verbände und Fachorganisationen und deren Angebote der politischen, sportlichen und kulturellen Bildung, der Jugendverbandsarbeit sowie der internationalen Jugendarbeit und des Jugendaustauschs. Die Bundesländer fördern diese Angebote über ihre Landesjugendpläne. Im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms sind außerschulische Lernorte wichtige Partner in der Entwicklung von lokalen Bildungslandschaften und der Umsetzung von BNE vor Ort.

Die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Richtlinien für Zuschüsse aus dem Kinder- und Jugendplan (PDF 528 KB) haben für bundeszentrale Verbände oder Fachorganisationen die Rahmenvereinbarung als Verfahren der Qualitätsentwicklung eingeführt. Dort werden die Ziele der Förderung konkretisiert und festgelegt. Bei Trägern, die dem Zentralstellenverfahren angeschlossen sind, obliegt den Zentralstellen das fachliche Qualitätsmanagement und die Entwicklung von Verfahren des Qualitätsmanagements und der (Selbst)Evaluation.

Um das gesellschaftliche Engagement in Deutschland zu fördern, unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Die Strategie ‚Gemeinsam Viele(s) bewegen. Aktionsprogramm zum bürgerschaftlichen Engagement in der Entwicklungspolitik' (PDF 748 KB) sah und sieht auch vor, junge Leute „durch ein vielfältiges Angebot verschiedener Maßnahmen für die Entwicklungspolitik zu interessieren“. Dieses umfasst den Aufbau einer deutsch-afrikanischen Jugendinitiative und den Ausbau und die Weiterentwicklung bestehender Förderprogramme wie ENSA, weltwärts und ASA (siehe Internationale Jugendarbeit und entwicklungspolitische Zusammenarbeit > Maßnahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit).

Das „Eine Welt-Promotor*innen“-Programm der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland ist ein Programm in allen Bundesländern mit Bund-Länder-Koordination und -Finanzierung. Es richtet sich an Akteure und Multiplikator(inn)en aus der Eine-Welt-Arbeit und anderen zivilgesellschaftlichen Bereichen, Bildung, Politik und Wirtschaft sowie an junge Menschen, die Generation 50+ und interessierte Bürger/-innen. Es wird gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und allen Bundesländern.

„Bildung trifft Entwicklung" (BtE) ist ein bundesweites Programm eines Netzwerks von acht Bildungsstellen. Das Programm engagiert sich für ein globales Lernen, das globale Zusammenhänge mit den lokalen Lebenswelten der Lernenden herstellt. Es wird von Engagement Global im Auftrag des BMZ gefördert.

Über die Förderprogramme „Innovative Klimaschutz-Einzelprojekte“ und „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern“ fördert das Bundesumweltministerium (BMU) mit nationalen Mitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds Angebote für vorrangig außerschulische Aktivitäten für alle Jahrgänge und Schulformen. Informationen zu den geförderten Projekten finden sich auf der Webseite des BMU.

Das Umweltbundesamt fördert Projekte von Verbänden im Umweltschutz und im Naturschutz. Sie sollen das Bewusstsein und das Engagement für Umweltschutz und Naturschutz stärken. Dazu gehören auch Kinder- und Jugendprojekte mit hoher Breitenwirkung.

Programme der Bundesländer

Das Land Baden-Württemberg fördert mit dem Förderprogramm „Beispielhafte Projekte für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung" Bildungsmaßnahmen gemeinnütziger Initiativen. Sie sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Entwicklung befähigen und dabei globale Aspekte berücksichtigen. Ebenso sollen Kinder und Jugendliche im Sinne des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gestärkt und mobilisiert werden.
- Förderung: Landeshaushalt Baden-Württemberg
- Qualitätssicherung: Antragsteller unterliegen den vertraglichen Bestimmungen und Regelungen
Nichtordnungsgemäße oder nichtzweckentsprechende Nutzung der Mittel kann die Rückzahlung von Fördermitteln zur Folge haben.

Das Programm „EpIB - Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit" des Landes Nordrhein-Westfalen fördert Projekte von Eine-Welt-Gruppen im Rahmen ihrer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
- Förderung: Land Nordrhein-Westfalen (bis zu 5.000 € pro Projekt).
- Qualitätssicherung: Antragsteller unterliegen den vertraglichen Bestimmungen und Regelungen. Nichtordnungsgemäße oder nichtzweckentsprechende Nutzung der Mittel kann die Rückzahlung von Fördermitteln zur Folge haben.

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalens unterstützt mit einem dem 2016 aufgelegten Förderprogramm den Aufbau eines landesweiten Netzwerks außerschulischer Einrichtungen im Bereich der Umweltbildung als Teil der Umsetzung der nordrhein-westfälischen Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016-2020)". Die Einrichtungen unterstützen die formale Bildung und arbeiten zum Beispiel mit Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen zusammen.

Zu Veranstaltungen, die globales Lernen bei Jugendlichen fördern möchten, siehe Informationskampagnen zu globalen Themen, die sich an Jugendliche richten.

Unterstützung von Lehrenden und Multiplikator(inn)en

Die Hochschulrektorenkonferenz hat 2009 erklärt, das Thema Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung zu integrieren (PDF 124 KB). Bundesweit gibt es an vielen Hochschulen bereits Akteure und Gruppen, die im didaktischen Bereich, in der Erziehungswissenschaft und in den Fächern selbst mit Inhalten, Systematiken und Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung arbeiten. Dies geschieht jedoch noch nicht systematisch. Beispiele

Im Rahmen der Lehrerfortbildung ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Bundesländern unterschiedlich eingebunden. Die Angebote reichen von BNE-relevanten Themenstellungen bis hin zu Unterstützungsangeboten wie Fachtagungen, Symposien oder das Aufgreifen des Themas im Rahmen von Schulinitiativen und der Durchführung von pädagogischen Tagen. Es gibt eine große Anzahl von Fortbildungsangeboten für Multiplikator(inn)en und Lehrkräfte, zum Beispiel:

Über das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen (PFQ) können Nichtregierungsorganisationen (NRO) Gelder beantragen, um Qualifizierungsmaßnahmen für andere NRO oder sonstige Interessierte durchzuführen.
- Förderung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Durchführung: von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen.
- Gefördert werden: ein- oder mehrtägige Seminare sowie Seminarreihen, die der entwicklungspolitischen Qualifizierung dienen. Themen: Armutsminderung, Gleichberechtigung der Geschlechter, partizipative Entwicklung und gute Regierungsführung, Umwelt- und Ressourcenschutz, Krisenprävention, ländliche Entwicklung, programmbasierte Ansätze und Handelsentwicklung. Anträge für Projekte können laufend gestellt werden, jedoch mindestens 12 Wochen vor Projektbeginn.

Handbücher / Zeitschriften

Netzwerke

Webseiten

Informationskampagnen zu globalen Themen, die sich an Jugendliche richten

Der Bund und die Bundesländer fördern oder unterstützen verschiedene Kampagnen und Aktionstage zu globalen Themen, zum Beispiel durch Projektförderungen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt die „Mein Klimaschutz“-Kampagne, in deren Rahmen seit 2009 der Energiesparmeister-Wettbewerb an Schulen ausgerichtet wird. Er richtet sich an Schüler/-innen, Schülergruppen und Schulprojekte, um außergewöhnliche Ansätze rund um die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz zu ehren.

Mit der Kampagne „Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" (2016-2020) können Schulen, Kitas, außerschulische Partner und Netzwerke in Nordrhein-Westfalen für Inhalte, die für Gegenwart und Zukunft bedeutsam sind, sensibilisieren. Außerdem können sie Arbeitsweisen vermitteln, die die Gestaltungskompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern, und Kooperationen und Vernetzung mit vielen außerschulischen Partnern unterstützen. Die Kampagne läuft seit 2003 in verschiedenen Projektphasen.

Die Entwicklungspolitischen Bildungstage im Saarland (EPOBITS) richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. 2019: Juni. Schwerpunkt: „Gutes Leben“ mit Fokus auf Ziel 8 der Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum.

Weitere Kampagnen und Aktionstage

Die bundesweite Kampagne „Aktion Tagwerk - Dein Tag für Afrika“ wird von Aktion Tagwerk e.V. seit 2007 in Deutschland organisiert. Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 13. Jahrgangsstufe gehen einen Tag arbeiten anstatt zur Schule, leisten Hilfsdienste im Freundes- und Familienkreis, veranstalten Spendenläufe oder organisieren Aktionen wie z.B. Kuchenverkäufe oder Theaterstücke. Der Erlös geht an Bildungsprojekte in fünf Ländern Afrikas. Aktionstag 2019: Juni. Schwerpunkt: „Gutes Leben" mit Fokus auf Ziel 8 der Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen 'Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum'. Förderer der Infomobilbesuche der Aktion Tagwerk sind der Bund (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und das Land Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales).

terre des hommes führt jährlich am 20. November die Aktion „Sichtwechsel - Straßenkind für einen Tag" durch. Dort lernen Kinder und Jugendliche etwas über die Rechte von Kindern und die Lebensbedingungen von Straßenkindern.

Deutschland beteiligt sich an der europaweiten Global Education Week (GEW). Die Veranstaltungen und Aktionen dienen dazu, die Themen des Globalen Lernens sichtbarer zu machen. In Deutschland wird die GEW von der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd c/o World University Service (WUS) koordiniert. 2018: 19. bis 25. November. Motto: Die Welt verändert sich – und wir? Gemeinsames Globales Lernen als Chance. Die Arbeit der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd wird über das Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) mit Bundesmitteln sowie zusätzlich mit Landesmitteln finanziert.

Informationsanbieter

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. informiert und berät Jugendliche und Fachkräfte zu Fragen des internationalen Jugend- und Fachkräfteaustausches.

Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen ist die Ansprechpartnerin für entwicklungspolitisches Engagement deutschlandweit und international. Sie ist die zentrale Einrichtung für die Umsetzung der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Engagement Global:

  • informiert zu aktuellen Projekten und Initiativen,
  • berät Einzelne und Gruppen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell,
  • qualifiziert bedarfsgerecht,
  • verbindet Menschen und Institutionen miteinander,
  • unterstützt zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement, private Träger und Einrichtungen.

Die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd beim World University Service e.V. vernetzt und informiert zur entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit und zum Globalen Lernen. Sie ist ein Projekt der deutschen Bundesländer und des BMZ.

Die Bundeszentrale für politische Bildung und ihre Landeszentralen informieren auch zu Themen des Globalen Lernens. Schwerpunkte sind hier Menschenrechte, Umwelt, politische Bildung, Nachhaltigkeit.

Das Youth-Wiki-Kapitel „Jugend in der Welt“ bietet im Bereich Verwaltung und Steuerung einen Überblick über Akteure und Einrichtungen, die sich mit globalen Themen beschäftigen.

Weitere Informationsplattformen sind:

Informationsangebote in den Bundesländern zum Globalen Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE):

Wichtige Initiativen

Mit der „Nationalen Klimaschutzinitiative" (NKI) initiiert und fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seit 2008 Klimaschutzprojekte in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, unter anderem:

  • Projekt „Klima-Schülervertreter (Klima-SV)“: Dort organisieren sogenannte „Klima-Schülervertreter“ Aktionen und Projekte zum Klimaschutz, um so die Treibhausgasemissionen an ihrer Schule zu reduzieren.
  • Projekt „Klasse Klima – heißkalt erwischt": Es bringt das Thema Klimaschutz an weiterführende Schulen. Junge, ehrenamtliche Multiplikator(inn)en der Jugendumweltverbände BUNDjugend, Naturschutzjugend und Naturfreundejugend erproben mit Schüler(inne)n der 5. bis 10. Klasse einen klimafreundlichen Lebensstil und begeistern sie so, ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten.
  • Projekt „KlimaKunstSchule“: Es bestärkt klima- und ressourcenfreundliches Verhalten von Schülerinnen und Schüler in deren Lebensumfeld und regt aktives Engagement für den Klimaschutz an.

Die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit wurden 2012 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung initiiert. Sie dienen dazu, bundesweit auf das Thema Nachhaltige Entwicklung aufmerksam zu machen. 2019: 30. Mai bis 5. Juni. Auch auf Bundesländerebene finden Aktionstage zur Nachhaltigkeit statt, z. B. die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg (2019: 1. bis 4. Juni).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ den Bundesumweltwettbewerb. Das ist ein Projektwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren. Es sollen junge Talente mit Interessen an den Themenbereichen Umwelt, Nachhaltigkeit und Gesellschaft gefördert werden. Die Gewinner erhalten Geld- und Sachpreise (Gesamtwert ca. 25.000 €).

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt – Eine Welt für alle“ des Bundespräsidenten und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung möchte Schüler/-innen für die Vielfalt in der Welt sensibilisieren und zu nachhaltigem Handeln aktivieren. Er wird alle zwei Jahre ausgeschrieben, nächste Runde 2019/2020 unter dem Motto „Meine, deine, unsere Zukunft!?“ Globales Mitbestimmen – Lokales Handeln. Für die Wettbewerbsrunde 2017/18 hatten rund 32.000 Schüler/-innen 516 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Über 150 Schüler/-innen wurden ausgezeichnet und erhielten für ihre Klasse bzw. Schule Geldpreise. Seit 2015 begleitet der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ den Schulwettbewerb.

In der Interkulturellen Woche (2018: 22. bis 29. September) informieren zahlreiche Veranstaltungen und Maßnahmen zu den Themen Integration, Vielfalt und Toleranz. Motto: Zusammen leben, zusammen wachsen. Sie ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie und findet seit 1975 statt.

Der Chat der Welten richtet sich an Schüler/-innen und Klassen aller Schulformen. Er verbindet globales Lernen und digitale Medien für den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern aus dem Globalen Norden und Globalen Süden. Am Chat der Welten beteiligen sich die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen.

Dieser Artikel wurde auf www.youthwiki.eu in englischer Sprache erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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