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Politische Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

von: 22.06.2017 14:00 Uhr
bis: 23.06.2017 16:00 Uhr

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit

Veranstaltungsart: Tagung

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

„Wie erreichen wir die, die Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen wollen?“, lautete der Untertitel einer Diskussionssendung auf Deutschlandradio Kultur im Oktober 2016. Im Prinzip handelt es sich hier um eine alte Frage, die sich in Bezug auf politische Bildungsarbeit immer wieder stellt. Doch scheint sich mit der Wahl von Donald Trump, mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU, dem so genannten „Brexit“, oder auch den populistischen Entwicklungen in Deutschland eine neue Qualität anzubahnen. Die für einen demokratischen Diskurs notwendigen Argumente und Belege treten in den Hintergrund und werden durch gefühlte Stimmungen und emotionale Zustände ersetzt. Es zählt mehr, was ich fühle und weniger, was ich weiß. So beschreibt es auch die Gesellschaft für deutsche Sprache, die „postfaktisch“ kürzlich zum „Wort des Jahres 2016“ gekürt hat. In der Begründung heißt es u.a.: „Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen „die da oben“ bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.“ Somit aktualisiert sich auch die Jahrtausende alte Frage nach der Wahrheit. Doch was heißt das konkret für die politische Bildung? Geht es hier nicht auch darum, Emotionalität zu erzeugen, um Aktivität zu erreichen? Muss sich das im postfaktischen Zeitalter nun ändern?

Auf der Tagung geht es darum, Antworten zu finden. In einem Mix aus Inputs durch „keynote speaker“, Diskussionen und Expert*innen-Workshops werden sowohl historische Entwicklungen der politischen Bildung als auch innovative Konzepte vorgestellt. Neben den Angeboten einer inhaltlich-thematischen Verortung liegt der Fokus darüber hinaus auf einem bildungsbezogenen Brückenschlag und Austausch hinsichtlich anwendbarer Methoden. Dabei sollte der „Lernort Weimar“, ein Ort, der jedenfalls in Deutschland ein Symbol der Aufklärung ist, zumindest inspirierend für diese Fragen sein.

Ablauf

Donnerstag, 22. Juni 2017:

• Anreise & Ankommen bis 14:00 Uhr
• Begrüßung & Eröffnung der Tagung
• Nachmittagskaffee & Einchecken
• Keynote speaker und Diskussion
• Abendessen
• freie Abendgestaltung

Freitag, 23. Juni 2017

• Überblick über den Tag
• Workshops zu Modellen & Methoden aus der politischen Bildungsarbeit
• Vorstellung und Zusammenfassung der Ergebnisse
• Mittagessen
• Vernetzung
• Ende der Tagung und Abreise nach dem Kaffeetrinken gegen 15:30 Uhr

Teilnahmebeitrag für Übernachtung und Verpflegung.

Anmeldung per E-Mail, Post oder Fax bis zum 05. Juni 2017.

Link zur Veranstaltung: http://www.ejbweimar.de/de/veranstaltungen/detail/politische-bildung-in-der-postfaktischen-gesellschaft/0/+/+/+/

Weitere Informationen zur Veranstaltung: Politische Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

Veranstalter: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Veranstaltungsort:
Jenaer Straße 2-4
99425 Weimar

Kontakt zum Veranstalter:
Christian-Friedrich Lohe
Telefon: +49 3643 827-141
lohe@DontReadMeejbweimar.de

Schlagworte:
Bildung, Bildungsarbeit, Expertenwissen, Gesellschaft, Politische Bildung

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