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Aufwachsen woanders - Was brauchen junge Menschen in der stationären Erziehungshilfe?

von: 26.09.2019 12:30 Uhr
bis: 27.09.2019 13:30 Uhr

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendschutz
  • Andere Aufgaben
  • Hilfen zur Erziehung

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Rund 140.000 Kinder und Jugendliche leben in Deutschland in  einer Maßnahme der stationären Erziehungshilfe (Monitor Hilfen zur Erziehung 2018), wo sie „durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten“ gefördert werden sollen (§ 34 SGB VIII). Seit  Einführung des SGB VIII haben sich die Angebote der Heimerziehung differenziert und professionalisiert. Heime und Wohngruppen sollen gute Lebensorte für Heranwachsende sein, in denen sie Zugehörigkeit und Anerkennung erleben und sich Perspektiven für die Zukunft erschließen können. Mit ihrem öffentlichen Erziehungsauftrag hat die Heimerziehung ihre institutionellen Strukturen sowie ihr pädagogisches Handeln zum Wohle von jungen Menschen und deren Familien zu gestalten. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen und Möglichkeiten.

Neben organisatorischen und planerischen Aufgaben, wie etwa der Hilfe­ und Erziehungsplanung, gilt es, jungen Menschen in allen Lebensbereichen zur Seite zu stehen: sie auf ihrem Bildungsweg zu begleiten, ihre soziale Integration und Eigenständigkeit zu fördern und gesellschaftliche Teilhabe zu realisieren. Solide Kenntnisse zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, zu deren Bedürfnissen sowie zu fachlichen Ansätzen helfen Fachkräften, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Zu ihrer Professionalität gehört es auch, den pädagogischen Alltag zu gestalten – mit allem, was dazugehört – und sich als Bezugsperson zur Verfügung zu stellen. Denn in Alltagssituationen wie in Beziehungen vollzieht sich pädagogische Fachlichkeit in stationären Hilfen mit dem Ziel, jungen Menschen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Mädchen und Jungen, die in Heimeinrichtungen leben, haben zunächst einmal alterstypische Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten. Zudem bringen sie ihre persönlichen Erfahrungen und Belastungen mit in die Beziehungen zu Pädagogen und anderen jungen Menschen in der Gruppe. Wenn es gelingt, dass sie sich in Beziehungen angenommen fühlen, wenn sie wieder lernen, Vertrauen in Menschen zu fassen, dann können sie wachsen, Selbstbewusstsein aufbauen und letztlich eher mit Zuversicht nach vorne schauen.
Was junge Menschen für ein möglichst gutes Aufwachsen brauchen und wie sich dies in den stationären Hilfen einlösen lässt, ist das Thema unserer diesjährigen Tagung. Freuen Sie sich auf anregende Impulse dazu aus verschiedenen Perspektiven und seien Sie uns willkommen in der Botschaft für Kinder!

Anmeldung bis zum 18. September 2019 an:
SOS-Kinderdorf e.V.
Sozialpädagogisches Institut (SPI)
Renatastraße 77
80639 München

Telefon 089 12606-461
Telefax 089 12606-433
E-Mail: info.spi@DontReadMesos-kinderdorf.de

Teilnahmebeitrag: 100 Euro
Sie erhalten eine Anmeldebestätigung samt Zahlungsaufforderung für den Tagungsbeitrag.

Link zur Veranstaltung: www.sos-kinderdorf.de/veranstaltungen

Weitere Informationen zur Veranstaltung: Flyer: SOS-Fachtagung 2019

Veranstalter: SOS-Kinderdorf e.V.

Veranstaltungsort:
Botschaft für Kinder
Lehrter Str. 66
10557 Berlin
Deutschland

Kontakt zum Veranstalter:
SOS-Kinderdorf e.V.
Telefon: 089 12606-461
info.spi@DontReadMesos-kinderdorf.de

Schlagworte:
Erziehungshilfe, Stationäre Hilfen, Heimerziehung, Anerkennung, Eigenverantwortung, Teilhabe

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