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Straßenfußball für Toleranz

Seit Mitte 2002 führt die Hamburger Sportjugend in Kooperation mit Nestwerk e.V. Straßenfußballturniere in Hamburg durch. Der Straßenfußball wurde in viele Stadtteile getragen (vorrangig in soziale Brennpunkte).

Strukturebene: Hamburg

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit

Kurzbeschreibung / Projektziele:

Seit Mitte 2002 führt die Hamburger Sportjugend in Kooperation mit Nestwerk e.V. Straßenfußballturniere in Hamburg durch. Der Straßenfußball wurde in viele Stadtteile getragen (vorrangig in soziale Brennpunkte), um Kindern und Jugendlichen in diesen Quartieren eine sportliche Aktivität zu bieten, die als positiven Nebeneffekt die Minderung von Gewaltbereitschaft zur Folge hat.

 

Die Spielregeln sind so angelegt, dass die Spielerinnen und Spieler Verantwortung übernehmen und Kooperationsbereitschaft unter Beweis stellen müssen sowie gemeinschaftliche Rituale ausleben dürfen. Gute Voraussetzungen, um nachhaltige Integration zu fördern. Straßenfußball bietet Verlässlichkeit und Regeln - das ist für Kinder und Jugendliche aus angespannten Bereichen besonders wichtig!

 

Die Spielregeln:

Bei den Turnieren gelten die Fußballregeln nicht in der üblichen Form, und es gibt auch keine Schiedsrichter/-innen. Die Mannschaften sind gemischt. Die Tore der Mannschaft zählen erst, wenn ein Mädchen ein Tor geschossen hat (gegebenenfalls auch nachträglich). Die geschossenen Tore sind jedoch nicht allein Spiel entscheidend. Drei Punkte werden für den spielerischen Sieg vergeben, beim Unentschieden zwei, und die unterlegene Mannschaft bekommt auch einen Punkt gut geschrieben. Doch weitere drei Punkte werden für soziale Kompetenzen vergeben. Darüber entscheiden beide Teams gemeinsam. Sie beraten sich dan dem Spiel und verteilen die Punkte. Durchschnittlich spielen 5 Spieler/-innen in einer Mannschaft und ein Spiel dauert 10 Minuten.

 

Seinen Ursprung hat das Projekt "Straßenfußball für Toleranz" in Medellin (Kolumbien). Dort starben viele Jugendliche im Machtkampf der Drogenbanden. Anfang der 90er Jahre führte das Projekt zu überraschenden Erfolgen. "Kicking their way out of the gangs" titelte ein Journalist des Londoner "Daily Telegraph" diese Methode zum Abbau von Aggressionen und zum Ausstieg aus der Kriminalität der Straßenbanden.

 

Projektbesonderheiten:

"Straßenfußball für Toleranz" ist das erste Unterprojekt aus dem Projekt "ShakeHands!" der Hamburger Sportjugend. "ShakeHands!" steht für ein Netzwerkprojekt, in dem Kräfte der sportlichen Jugensozialarbeit kooperieren. Dabei soll der Sport als Medium und mit seiner positiven Tradition den Anfang eines Netzwerkes knüpfen, in dem vor allem Jugendliche aus den sozialen Brennpunkten als Zielgruppe im Mittelpunkt stehen.

Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten der Stadt Hamburg sportliche Aktivität bieten; Förderung von sozialer Integration, Kooperationsfähigkeit und Fairness; Minderung von Gewaltbereitschaft; Fußball für beide Geschlechter interessant machen

Schlagworte:
Sport, Projekt, Sozialer Brennpunkt, Toleranz, Jugendsozialarbeit, Gender, Gewaltprävention, Schule

Projektträger: Hamburger Sportjugend

Adresse:
Schäferkampsallee 1
20357 Hamburg
Telefon: 040 41908-224
E-Mail: p.schewe@DontReadMehamburger-sportjugend.de

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: http://www.hamburger-sportjugend.de

Kooperationspartner:

Hamburger Sportjugend, Nestwerk e.V., Hamburger Fußball-Verband, Hamburger Wochenblatt, Baugenossenschaft freier Gewerkschafter, afg-hands, zahlreiche Schulen

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