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SOS FGM - Notruf Genitalverstümmelung

Notruf, Beratung, Fortbildung und Opferhilfe - für umfassenden Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung

Strukturebene: Bund

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendschutz

Kurzbeschreibung / Projektziele:

SOS FGM setzt sich in Deutschland für den Schutz von Mädchen ein, denen die Genitalverstümmelung droht – eine besonders schwere, systematische Form innerfamiliärer Gewalt gegen Kinder, die eine irreparable körperliche wie seelische Schädigung zur Folge hat.

Von Notruf, konkreten Schutzmaßnahmen sowie umfangreichem Beratungsangebot profitieren bis zu 50.000 minderjährige Mädchen, die in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht sind. Betroffene Frauen und Mädchen finden bei SOS FGM Rat, wenn sie medizinische und psychologische Hilfe in der Wohnregion bzw. juristischen Beistand und soziale Hilfen benötigen.


Das Kinderschutzprojekt SOS FGM

  • betreut den ersten bundesweiten Notruf Genitalverstümmelung, über den konkrete Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete bzw. betroffene Kinder eingeleitet werden,
  • begleitet dabei jeden einzelnen Gefährdungsfall, bis sicherer Schutz für die jeweiligen Mädchen nachgewiesen werden kann (z.B. durch die gerichtliche Festlegung familienrechtlicher Maßnahmen),
  • arbeitet eng mit Jugendämtern und Behörden zusammen, die von Amts wegen für die Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen zuständig sind,
  • sensibilisiert die Öffentlichkeit für das Problem der Genitalverstümmelung als spezifische Form innerfamiliärer Gewalt, für das Recht der Mädchen auf Schutz und für die Möglichkeiten, wie sicherer Schutz tatsächlich sichergestellt werden kann,
  • berät Fachkräfte (z.B. Sozialarbeiter, Richter, Mitarbeiter in Jugendämtern, Polizeibeamte, Lehrer u.a.) in konkreten Verdachtsfällen,
  • bietet Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte im gesamten Bundesgebiet an, deren Schwerpunkte auf das jeweilige Fachgebiet abgestimmt werden und einen künftigen schutzorientierten Umgang mit dieser besonderen Kindeswohlgefährdung erleichtern,
  • unterstützt betroffene Mädchen und Frauen durch die Vermittlung medizinischer/ psychologischer, juristischer und sozialer Hilfe.


Mögliche Inhalte der Fortbildung für Fachkräfte:

  • Daten, Fakten und Hintergrundinformationen zu Genitalverstümmelung, insbesondere zur Situation in Deutschland / in Ihrem Bundesland
  • Genitalverstümmelung als spezifische kollektive Gewalt gegen Kinder: Erläuterung der Systematik
  • Rechtslage in Deutschland: Strafrecht und Familienrecht
  • Beispiele aus der bisherigen Rechtsprechung
  • Genitalverstümmelung und Schweigepflicht
  • Sicherer Schutz für gefährdete Mädchen: Handlungsmöglichkeiten und Wirksamkeitskontrolle uvm.

Schlagworte:
Afrika, Antidiskriminierung, Aufklärung, Beratungseinrichtung, Dialog, Expertenwissen, Fachlichkeit, Fortbildung, Frühwarnsystem, Gesundheit, Gewalt gegen Kinder, Gewaltprävention, Kinderschutz

Projektträger: TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.

Adresse:
Postfach 30 42 70
Telefon: 01803 - 767 346 (Festnetz 9 Ct./Minute; Mobilfunk max. 42 Ct./Min.)
E-Mail: info@DontReadMetaskforcefgm.de

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: www.sosfgm.org

Kooperationspartner:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

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