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Sozialpolitik / Europa

Netzwerk in M-V will mehr berufsbezogene Auslandserfahrungen ermöglichen

Eine Frau mit Brille sitzt vor dem Laptop und erklärt Jugendlichen, die auf den Laptop schauen, etwas
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Durch Auslandsaufenthalte während der Berufsausbildung erwerben junge Menschen Fremdsprachenkenntnisse, sammeln wichtige Berufserfahrungen und entwickeln sich auch persönlich weiter. Ein neues Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern will die internationale Mobilität von Auszubildenden und Akteuren der beruflichen Bildung fördern und setzt auf Partnerschaften vor Ort und mit ausländischen Eintrichtungen.

Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ unterstützt Unternehmen, berufliche Schulen, Bildungseinrichtungen und Kammern, die Jugendlichen während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen ermöglichen wollen. Noch bis 5. Februar 2019 können Anträge auf eine Finanzierung von Mobilitätsprojekten in der beruflichen Bildung bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung eingereicht werden. Informationen zum Antragsverfahren sind auf der Internetseite www.na-bibb.de erhältlich.

Vorteile von Auslandsaufenthalten in der Erstausbildung

„Fernweh sollte junge Menschen nicht nur in den Ferien in andere Länder treiben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Durch einen Auslandsaufenthalt während ihrer Erstausbildung erwerben junge Menschen Fremdsprachenkenntnisse, sammeln wichtige Berufserfahrungen und entwickeln sich auch persönlich weiter. Das alles trägt zur Steigerung der Attraktivität einer dualen Berufsausbildung bei. Ein neues Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern will die internationale Mobilität von Auszubildenden und Akteuren der beruflichen Bildung fördern. Dieses Engagement freut mich sehr“, betonte Hesse.

Neues Netzwerk in M-V will nachhaltige Partnerschaften aufbauen

Das Netzwerk hat sich Ende November 2018 in Schwerin gegründet. Neben staatlichen und privaten beruflichen Schulen sind überbetriebliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Ausbildungsbetriebe, die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und die Deutsch-Ungarische Gesellschaft für Mecklenburg-Vorpommern e.V. daran beteiligt. Ziel ist es, mehr Auszubildenden und auch Lehrkräften und dem Ausbildungspersonal in Unternehmen berufsbezogene Auslanderfahrungen zu ermöglichen. Hierfür sollen langjährige Partnerschaften zwischen beruflichen Schulen und Unternehmen mit Einrichtungen im Ausland aufgebaut werden.

Zahl der geförderten Projekte in M-V rückläufig

Laut Statistik der Nationalen Agentur Bildung für Europa ist die Zahl der geförderten Projekte in Mecklenburg-Vorpommern, die über Erasmus+ finanziert worden sind, seit 2016 rückläufig. 2016 verzeichnete die Agentur 229 Auszubildende, die Auslandserfahrungen während der Ausbildung gesammelt haben. Im Jahr 2018 waren es nur 135 Jugendliche. Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Erasmus+ ist für die Förderperiode von 2014 bis 2020 mit einem Budget in Höhe von insgesamt 14,8 Milliarden Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen sollen bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern vom 29.01.2019

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