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Sozialpolitik / Gesundheit

Kongress „Armut und Gesundheit“: Gesunde Lebenswelten schaffen – gute Praxis sichtbar machen

Viele Menschen sitzen als Publikum in Reihen und schauen nach vorne
Bild: pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Wie kann die Gesundheit von Menschen in belastenden Lebenslagen verbessert werden? Darüber diskutieren am 14. und 15. März 2019 mehr als 2.000 Teilnehmende aus Politik, Praxis und Wissenschaft auf dem 24. Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin. Der größte Public-Health-Kongress in Deutschland wird von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. zusammen mit zahlreichen Partnern wie auch der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veranstaltet.

Soziale Unterschiede spielen in Sachen Gesundheit auch in Deutschland weiterhin eine große Rolle. Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen sind von Geburt an größeren gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Je nach Lebensbedingungen fällt es zudem leichter oder schwerer, sich gesund zu verhalten und gesund zu leben.

Themenschwerpunkt: Gesundheitsförderliche Politik

Der Kongress „Armut und Gesundheit“ schafft seit 1995 ein Problembewusstsein für den Zusammenhang von Armut und gesundheitlicher Ungleichheit. Unter dem diesjährigen Motto „Politik Macht Gesundheit“ erörtern die Teilnehmenden, wie gesundheitsförderliche Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene umgesetzt werden kann. Da wesentliche Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Bevölkerung außerhalb des Gesundheitswesens liegen, sind alle Politikbereiche gefordert, gemeinsam zu handeln. Damit wird auch dem so genannten „Health in All Policies“-Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Rechnung getragen. Dieser Ansatz geht aufgrund zahlreicher internationaler Studienergebnisse davon aus, dass Lebenswelten nur dann gesundheitsförderlich gestaltet werden können, wenn bei der Planung, Umsetzung und bei Entscheidungen neben dem Gesundheitssektor auch zum Beispiel die Sozial-, Bildungs-, Umwelt-, Arbeitsmarkt-, Verkehrs- oder Wirtschaftspolitik mit einbezogen werden.

Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit“

Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet haben bereits damit begonnen, Lebenswelten so zu gestalten, dass sie die Gesundheit fördern. Der Kongress bietet eine Plattform, um die gute Praxis von integrierten kommunalen Strategien sichtbar zu machen und in die Fläche zu tragen. Der von der BZgA initiierte bundesweite Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit“ bietet hierfür den fachlichen Rahmen. Sein Ziel ist es, die bereits erfolgreichen Ansätze zur Prävention und Gesundheitsförderung bekannt zu machen, Akteure zu vernetzen und koordinierte Lösungsstrategien zu entwickeln. Aktuell sind 68 Partnerorganisationen im Kooperationsverbund vertreten, die bundes- oder landesweit auf dem Gebiet der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung aktiv sind.

Weitere Informationen zum Kongress und dem Kooperationsverbund finden sich online.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 14.03.2019

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