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Bildungspolitik

Thüringer Kulturverbände beteiligen sich aktiv an der Erarbeitung des Leitbilds Kultur

An der Erarbeitung des „Leitbilds Kulturland Thüringen“ werden sich die Kulturverbände des Freistaats aktiv beteiligen. Das ist das Ergebnis einer Beratung der Ständigen Konferenz der kulturellen Fachverbände mit Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, am Mittwoch in Erfurt.

In dem Leitbild sollen die wesentlichen Grundsätze der Thüringer Kulturpolitik formuliert und das Kulturkonzept weiterentwickelt werden. Nach den Worten von Matschie wird dies unter breiter Mitwirkung von Fachverbänden, Künstlern, Kultureinrichtungen sowie kommunalen Gebietskörperschaften geschehen.

„In der Vergangenheit wurde lange darüber gestritten, was sich Thüringen an Kultur leisten kann. Unsere Debatte ist eine andere. Sie dreht sich um die Frage, was Kultur in und für Thüringen leisten kann“, so Matschie. „Ich freue mich, dass sich Thüringens Kulturverbände in diese Diskussion einbringen.“ Kulturelle Dichte und Vielfalt sind nach Matschies Worten ein Alleinstellungsmerkmal für den Freistaat. Daraus müsse mehr gemacht werden, so der Minister. Die Schaffung eines Leitbilds sei eine Möglichkeit dazu. Dabei gehe es darum, das kulturelle Erbe zu pflegen sowie zeitgenössische Kunst und Kultur und damit die kulturelle Vielfalt zu befördern.

Die Diskussion über das Leitbild soll im Rahmen eines „Thüringer Kulturforums“ erfolgen und damit eine breite Basis finden. Anregungen daraus fließen in das Thüringer Kulturkonzept ein. Zu den Mitgliedern der Ständigen Konferenz der kulturellen Fachverbände gehören die Thüringer Landesverbände des Deutschen Bibliotheksverbands und des Deutschen Bühnenvereins, der Landesmusikrat Thüringen, der Museumsverband Thüringen, der Verband Bildender Künstler Thüringen, der Thüringer Literaturrat, die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Thüringen sowie die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen.

Der Vorsitzende der Ständigen Konferenz, Prof. Klaus Nerlich vom Verband Bildender Künstler, betonte, dass vor allem die im Land vorhandenen Stärken der Kultur zur Debatte stehen und weniger die Diskussion um das Geld.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur