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Weiblichkeit und Männlichkeit in der sozialen Arbeit

Materialienkategorie: Monographie / Buch

Strukturebene: Sachsen-Anhalt

Kurzbeschreibung:

Die ehemalige Landesstelle Mädchenarbeit LSA e.V., das heutige Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe, ist an der Veröffentlichung der nachfolgend beschriebenen Neuerscheinung beteiligt.

Autor/-innen sind Dr. Mingerzahn, Prof Dr. Matthies sowie Prof. Dr. Armbruster von der Hochschule Magdeburg-Stendal.

 

Das Buch kann über die Weinert Buchhandlung Magdeburg zum Preis von 7,40 € bezogen werden.

 

Ziel dieses Bandes ist nachzuweisen, dass in der Sozialen Arbeit die Stärken der beiden sozialen Geschlechter, also Weiblichkeit als auch Männlichkeit, ganz bewusst zum Einsatz kommen sollen. Dadurch kann das Berufsbild der Sozialen Arbeit eine notwendige Vertiefung der Gender-Sensitivität erfahren und jenseits der Sackgasse des "Geschlechterkampfes" neue Perspektiven entwickelt werden. Das Band möchte dazu beitragen, den Blick für das eigene Umfeld zu schärfen, um geschlechtsspezifische Tendenzen in der aktuellen theoretischen Diskussion zu verstehen und in den Praxisfeldern als auch im Hochschulalltag zu erkennen. Eine solche Sensibilisierung ist notwendig, denn das Verhältnis der Geschlechter zueinander, wie es sich immer noch mit eindrucksvoller Klarheit in der Praxis und an den Hochschulen abbildet, wirkt in die soziale Arbeit mit KlientInnen also in die spätere sozialarbeiterische Praxis der heutigen Studierenden hinein. Analysiert wird die unterschiedliche Verteilung von Einkommen, Prestige, Macht und Karrierechancen, die mit dem Geschlecht beim Studium der Sozialen Arbeit assoziiert scheint. Welche Aufstiegsbarrieren erwarten Frauen und Männer, wer setzt sich beim Kampf um Führungspositionen durch? Welches Rollenmodell geben weibliche bzw. männliche Lehrende für die Studierenden ab?Die AutorInnen belassen es nicht beim Klagen, sondern legen den Finger in liebgewordene Wunden: Wie sieht es etwa mit der weiblichen Beteiligung in der Gremienarbeit und Selbstverwaltung aus? Welcher Professor bietet ein Seminar zur parteilichen Jungen- und Männerarbeit an? Wie "geschlechtsneutral" sind verschiedene Arbeitsfelder im sozialen Bereich tatsächlich? Und schließlich wird durch den europäischen Vergleich der gesellschaftlichen Geschlechtermodelle gezeigt, dass eine Verände rung der geschlechterspezifischen Strukturen und Handelns durchaus machbar ist, wenn es politisch gewollt ist.

 

Für Lehrende, Studierende und Praktizierende der Sozialen Arbeit wird das im Alltag so geläufige Missverhältnis, welches das Verhältnis der Geschlechter in der Sozialen Arbeit über weite Strecken kennzeichnet und trübt, auf den Punkt gebracht. Ein notwendiges und aufrüttelndes Buch, das aufzeigt, dass wir nicht auf der Mitte des Weges stehen bleiben dürfen. (Norbert Doktor)

Schlagworte:
Weiblichkeit, Männlichkeit, Gender, Soziale Arbeit, Geschlecht

Herausgabedatum: 2006

Sprache: Deutsch

Autor/-in bzw. Herausgeber/-in der Materialien:
Dr. Mingerzahn, Prof Dr. Matthies sowie Prof. Dr. Armbruster, Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.

Kontakt:
Tel.: 0391/ 6310556, Fax: 0391/ 73628487, Email: [email protected]

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