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Kommune als Ort der Jugendpolitik - Jugendarbeit in den Fokus stellen

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit

Materialienkategorie: Stellungnahme / Diskussionspapier

Medientyp: Print

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Das Positionspapier der BAG Landesjugendämter rückt unter dem Titel „Kommune als Ort der Jugendpolitik – Jugendarbeit in den Fokus stellen“ die kommunale Jugendförderung in den Mittelpunkt. Sie agiere als „Scharnier zwischen den Jugendlichen, den Angeboten der Jugendarbeit und der kommunalen Jugendpolitik“. Jugendarbeit hat einen pädagogischen und einen politischen Auftrag. Sie kann Räume für Jugendliche eröffnen, sie kann Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen, sie kann die jungen Menschen bei der Formulierung ihrer Interessen unterstützen und Wege aufzeigen, wie diese in den politischen Prozess eingespeist werden können. In diesem Zusammenhang kommt den Fachkräften und ihren spezifischen Qualifikationen eine zentrale Rolle zu. Hier liegt gleichzeitig ein Problemfeld, da die Jugendarbeit mit anderen Feldern der Jugendhilfe um eine geringer werdende Zahl von Fachkräften ringen muss. Als strategische Aufgaben der Jugendförderung benennt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter in ihrem Positionspapier u.a. die Weiterentwicklung der Beteiligungskultur, die Qualifizierung der Arbeit in den Jugendhilfeausschüssen, das konstruktive Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen und die interkulturelle Öffnung, die bei einer konsequenten Umsetzung die Jugendarbeit vor Ort beleben und so zu einer guten lokalen Kultur für junge Menschen beitragen können.

Damit dieser Prozess gelingen kann, braucht es einschlägig qualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass es an den Hochschulen nahezu kein auf die Jugendarbeit bezogenes Qualifizierungsangebot gibt. Deshalb richtet die BAG Landesjugendämter einen Appell an die Hochschulen und Universitäten, der unter dem Titel „Jugendarbeit studieren – Zum Verschwinden eines genuinen sozialpädagogischen Arbeitsfeldes an Hochschulen und Universitäten“ an die Lehrenden appelliert, „sich für die Einrichtung von Studienangeboten im Arbeitsfeld Jugendarbeit einzusetzen und dabei die Kooperation mit Trägern von Angeboten der Jugendarbeit zu suchen“. Die Träger der Jugendarbeit werden aufgefordert, die Hochschulen bei der Etablierung von Studienangeboten zu unterstützen.

Schlagworte:
EU-Jugendstrategie, Jugendarbeit, Jugendförderung, Jugendpflege, Jugendpolitik, Kommune, Partizipation, Eigenständige Jugendpolitik, Fachkräftegebot

Herausgabedatum: 2016

Sprache: deutsch

Datei(en):
Positionspapier "Kommune als Ort der Jugendpolitik - Jugendarbeit in den Fokus stellen"
Apell an Hochschulen und Universitäten "Jugendarbeit studieren - Zum Verschwinden eines genuinen sozialpädagogischen Arbeitsfeldes an Hochschulen und Universitäten"

Autor/-in bzw. Herausgeber/-in der Materialien:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter

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