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AGJ: Positionspapier „Sexualisierte Gewalt als verbindliches Thema in der Aus-, Fort- und Weiterbildung“

Handlungsfeld:

  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendschutz
  • Förderung der Erziehung in der Familie
  • Kindertagesbetreuung
  • Andere Aufgaben
  • Hilfen zur Erziehung

Materialienkategorie: Stellungnahme / Diskussionspapier

Medientyp: Print

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

In dem vom Vorstand der AGJ im Juni 2014 beschlossenen Positionspapier wird die Frage der verbindlichen Verankerung des Themas sexualisierter Gewalt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in verschiedenen Perspektiven aufgegriffen.

 

Ausgangspunkte der in diesem Papier formulierten Eckpunkte für die Entwicklung und Implementierung von Lerninhalten für die Aus-, Fort- und Weiterbildung bilden sowohl die aktuelle Rechtsentwicklung zum Kinderschutz (SGB VIII, BKiSchG) als auch die Forderungen und Empfehlungen der einschlägigen Fachberatungen in Deutschland sowie weiterer Akteure, bspw. des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch oder des Runden Tisches Heimerziehung.

 

Da die Ausbildung pädagogisch-professionellen Handelns im Umgang mit sexualisierter Gewalt als kontinuierlich prozesshafter und reflexiver Diskurs anzusehen ist, legt die AGJ für die Ausweisung der Kompetenzanforderungen die folgenden drei (beruflichen) Phasen als Strukturierungsmerkmal zugrunde: die Phase der Ausbildung/des Studiums, die Phase der Berufseinmündung sowie die Phase der Fort- und Weiterbildung.

 

Für die Ausbildungsphase/das Studium empfiehlt die AGJ die Entwicklung und Implementierung eines Basismoduls zum Thema sexualisierte Gewalt und ihrer Folgen, um eine verbindliche Behandlung und Auseinandersetzung mit dem Thema zu gewährleisten.

 

Für die Berufseinmündungsphase sollen gezielte Angebote bereitgestellt werden, mit denen das im Rahmen der Ausbildung/des Studiums vermittelte Wissen durch Vertiefung und Spezialisierung in eine professionelle Handlungskompetenz transferiert werden kann.

 

In Bezug auf die Phase der Fort- und Weiterbildung empfiehlt die AGJ eine weiterführende Vertiefung und Spezialisierung über Fort- und Weiterbildungen in bedarfsgerechter und gestufter Form in Abhängigkeit von dem jeweiligen Handlungsfeld sowie der Nähe zur Ziel- bzw. Betroffenengruppe.

 

Schlagworte:
Fachlichkeit, Gewalt gegen Kinder, Kindesmissbrauch, Kindeswohlgefährdung, Qualifizierung, Sexualberatung, Sexualität, Sexuelle Gewalt, Sexueller Missbrauch

Herausgabedatum: Juni 2014

Sprache: deutsch

Datei(en):

Autor/-in bzw. Herausgeber/-in der Materialien:
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ, , Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ

Mühlendamm 3

10178 Berlin

Tel. 030 400 40-200

agj@DontReadMeagj.de

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