Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Sozialminister Grüttner sieht Hessen beim U3-Ausbau gut aufgestellt

39 Prozent der Eltern von Kindern im Alter bis zu drei Jahren wünschen sich derzeit ein Betreuungsangebot. Bisher werden rund 23 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut.

Das ergibt der Zweite Zwischenbericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG), der am 18. Mai 2011 vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. „Mit einem aktuellen Versorgungsgrad von 26,7 Prozent (Mai 2011) ist Hessen bestens dafür gerüstet, das auf dem Krippengipfel 2007 vereinbarte Ziel eines 35-prozentigen Versorgungsangebotes bis 2013 zu erreichen. Mit der aktuellen Betreuungsquote, welche die Zahl der tatsächlich in Anspruch genommen Angebote wiederspiegelt, lag Hessen zum Stichtag 1. März 2010 mit 19,4 Prozent auf Rang zwei der westdeutschen Flächenländer.“

Sozialminister Grüttner forderte den Bund auf, mit den Ländern die finanziellen Konsequenzen eines möglichen veränderten Ausbaubedarfs zeitnah zu erörtern.

Hessen habe die Förderung des U3-Betreuungsausbaus mit dem BAMBINI-Programm bereits vor dem Krippengipfel 2007 begonnen, unterstrich Grüttner. Die Mittel dieses Programms zur Förderung der Betriebskosten seien außerdem stetig erhöht worden. 2007 wurden für das BAMBINI-Programm 45 Millionen Euro bereit gestellt. Von 2008 bis 2010 standen jährlich jeweils 90 Millionen Euro zur Verfügung, die für 2011 noch einmal auf 95 Millionen Euro erhöht wurden. Außerdem fördert das Land in 2011 und 2012 den Ausbau der U3-Betreuung zusätzlich mit einem Neuplatzbonus. Damit werden Träger zusätzlich unterstützt, wenn sie zügig neue Plätze für Kinder unter drei Jahren bereitstellen. Jeder im Zeitraum September 2010 bis August 2011 neu geschaffene U3-Platz wird in 2011 zusätzlich mit 1.500 Euro und in 2012 noch einmal mit 800 Euro gefördert. Für Plätze, die im Zeitraum September 2011 bis August 2012 entstehen, gibt es eine einmalig Förderung von 800 Euro.

„Das zeigt deutlich, dass der Bereich der Kinderbetreuung zu den besonderen Schwerpunkten der Hessischen Landesregierung gehört. Aktivierende Familienpolitik bedeutet die Schaffung von mehr und flexibleren Angeboten der Kinderbetreuung, damit beide Elternteile Familie, Beruf und Freizeit miteinander vereinbaren können. Deswegen werden wir hier auch weiterhin einen starken Akzent setzen“, betonte der Sozialminister abschließend.

Quelle: Hessisches Sozialministerium

Info-Pool