Kindertagesbetreuung / Ganztagsbildung

Neues Serviceprogramm unterstützt lokale Vernetzung von Bildungsakteuren

Bundesfamilienministerin Schröder und DKJS-Schirmherrin Bettina Wulff geben Kind Schwung beim Schaukeln
Bild: DKJS

Das Serviceprogramm "Anschwung für frühe Chancen" unterstützt bundesweit 600 lokale Initiativen bis Ende 2014 beim Ausbau von Bildungs- und Betreuungsangeboten zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung.

Logo Kinder können ihre Potenziale von klein auf entfalten, wenn Eltern, Fachkräfte aus Kindergärten und Grundschulen sowie soziale Einrichtungen abgestimmt zusammenarbeiten und sie individuell fördern. Viele Städte und Gemeinden in Deutschland haben erste Erfahrungen gesammelt. Andere Regionen möchten folgen. Doch wie können solche lokalen Netzwerke entstehen? Wie kann der Auf- und Ausbau der Kindertagesbetreuung entsprechend der Bedingungen vor Ort weiterkommen und fachlich begleitet werden?

Mit dem am 19. September angelaufenen Serviceprogramm "Anschwung für frühe Chancen" möchten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam bundesweit die Entwicklung der frühkindlichen Förderung unterstützen.

„Viele gute Ideen werden oft deshalb nicht Wirklichkeit, weil die praktische Unterstützung zur Umsetzung fehlt. Das Serviceprogramm ‚Anschwung für frühe Chancen‘ schafft hier Abhilfe, weil endlich die Erfahrungen von ganz vielen für ganz viele zur Verfügung stehen. Damit senken wir die Hürden vom guten Willen hin zur praktischen Lebenswirklichkeit frühkindlicher Betreuung und Bildung“, erklärte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zum Programmauftakt.

In 60 lokalen, sogenannten Zukunftskonferenzen können Eltern, Erzieherinnen und Jugendamtsleiter Erfordernisse absprechen und Lösungen entwickeln. 30 Prozessbegleiter helfen dabei, Initiativen zu gründen und sie als Netzwerke zur Förderung frühkindlicher Entwicklung zu etablieren. Auch ehrenamtliche Organisationen können Urheber dieser Initiativen sein. Jede Initiative wird über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten von den Experten begleitet.
Das Besondere an den Initiativen für frühe Chancen ist der inhaltliche Fokus auf das Thema frühkindliche Entwicklung (0-10 Jahre) sowie der Anspruch, gemeinsam Ziele und Handlungsstrategien zu formulieren und ihre Umsetzung voran zu bringen. Bereits bestehende Netzwerke, die in diesem Sinne arbeiten möchten, sind eingeladen, sich am Programm zu beteiligen.

„Es reicht nicht aus, darüber zu reden, was nicht geht oder falsch läuft. Wir wollen durch konkrete Projekte positive Beispiele zeigen. Mein Respekt gilt daher allen Initiativen, die Kraft und Zeit investieren, die Neues wagen und damit der individuellen Förderung unserer Jüngsten richtig Anschwung geben“, antwortet Bettina Wulff, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, auf die Frage, warum sie sich für das Serviceprogramm engagiert.

"Anschwung für frühe Chancen" richtet bundesweit sechs regionale Servicebüros ein. Sie sind Organisatoren der Zukunftskonferenzen, stellen die 30 Prozessbegleiter und beraten beim Aufbau. Drei Servicebüros in Berlin, Trier und Dresden haben mit ihrer Arbeit bereits begonnen; bis Mai 2012 wird es Büros in drei weiteren deutschen Städten geben.

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Info-Pool