Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

GEW fordert Verzicht auf größere Kita-Gruppen

Kitamöbel
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Hart geht die Bildungsgewerkschaft GEW mit Vorschlägen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ins Gericht. Der will Kita-Gruppen vergrößern, um so den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige zu erfüllen.

Dem setzt die GEW ein klares Nein entgegen. Auch den Einsatz von nicht-qualifizierten Freiwilligen lehnt sie ab.

„Das geht gar nicht! Kinder und Erzieherinnen sollen jetzt die Suppe auslöffeln, die ihnen Bund, Land und Kommunen durch eine über Jahre hinweg verfehlte Politik eingebrockt haben“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Mittwoch, 16. Januar 2013 in Kiel. „Wir fordern Sozialministerin Alheit und die Regierungsparteien auf, größere Gruppen in den Kitas klipp und klar abzulehnen. Anstatt vollgestopfte Kita-Gruppen brauchen wir in den Einrichtungen eine Atmosphäre, in der Erzieherinnen gute Bildungs- und Betreuungsarbeit leisten können.“

Aus Sicht der GEW räche sich jetzt, dass die politisch Verantwortlichen seit dem so genannten „Krippen-Gipfel“ im Jahre 2007 nicht rechtzeitig gehandelt hätten. So sei es zum Beispiel versäumt worden, dem sich damals schon abzeichnenden Erzieherinnenmangel mit einer Steigerung der Attraktivität des Erzieherinnenberufs durch höhere Bezahlung und die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen zu begegnen. Verschlafen wurde auch der rechtzeitige Ausbau der Ausbildungskapazitäten für den Erzieherinnenberuf. Viel zu spät fassten die Verantwortlichen auch die Möglichkeit ins Auge, Teilzeitbeschäftigten eine Aufstockung ihrer Arbeitszeit anzubieten.

Quelle: GEW-Landesverband Schleswig-Holstein vom 16.01.2013

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