Kindertagesbetreuung / Bildungsforschung

Einwandererkinder – erfolgreiche Integration schon durch den Kindergarten?

Kinder spielen gemeinsam am Tisch
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Wie können schon im Kindergarten Grundlagen für eine erfolgreiche Integration von Einwandererkindern geschaffen werden? Dieser Frage wird am Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB) an der Bergischen Universität im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts nachgegangen.

Die Bildungsökonomen Prof. Dr. Hendrik Jürges und Prof. Dr. Kerstin Schneider vom Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB) untersuchen zusammen mit Dr. Anna Makles die Auswirkung unterschiedlicher ethnischer und sozialer Zusammensetzung in Wohnumfeld und Kindergarten auf die Kompetenzentwicklung von Kindern bis zum Eintritt in die Schule.

„Wir versuchen unter anderem mit neuesten methodischen Ansätzen herauszufinden, ob es sinnvoll ist, die ethnische und soziale Zusammensetzung der Kindergartengruppen zu steuern, so dass sich bildungsstärkere und bildungsschwächere Kinder in ihrer Kompetenzentwicklung ergänzen“ erklärt Jürges.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Studie „Segregation, Peer-Effekte und frühkindliche Kompetenzentwicklung“ wird auf Kindern mit Migrationshintergrund liegen, da der frühe Bildungserwerb die Weichen für Integration, den weiteren Bildungsverlauf und damit auch für die spätere Partizipation am Arbeitsmarkt und der Gesellschaft stellt.

„Als wir unser Projekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft beantragt haben, war noch nicht klar, welche politische Relevanz es angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation bekommen würde“, so Bildungsforscherin Schneider. „Umso mehr glauben wir, nun durch unsere Forschung einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu einer zentralen bildungs- und sozialpolitischen Frage unserer Zeit leisten zu können.“

Das Projekt wird von der DFG für drei Jahre mit rund 210.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen unter http://www.wib.uni-wuppertal.de/forschung/projekte/segregation-und-peer-effekte.html

Quelle: Bergische Universität Wuppertal vom 30.08.2016.

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