Kindertagesbetreuung / Kinder- und Jugendpolitik

AWO fordert Gebührengerechtigkeit für Kindertagesstätten

Erzieherin beschäftigt sich mit Kindern
Bild: © Oksana Kuzmina - fotolia.com

Die Belastung durch Kita-Gebühren ist sozial höchst ungerecht verteilt. Das zeigt die von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegte Studie auf Grundlage einer Elternbefragung. Gebührenfreiheit und Qualität dürften deshalb aber nicht gegeneinander ausgespielt werden. Darauf weist die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in einem aktuellen Statement hin.

Gebührenfreiheit und Qualität nicht gegeneinander ausspielen

„Gebührenfreiheit, zumindest aber Gebührengerechtigkeit, sind das Gebot der Stunde“, so Wolfgang Stadler, Bundesvorsitzender der AWO. „Es gilt in jedem Fall zu verhindern, dass Kinder aufgrund von Gebühren der Besuch einer Kindertageseinrichtung oder eines Kindertagespflegeangebotes nicht möglich ist. Dass ca. die Hälfte der Eltern der unteren Einkommensschichten dennoch bereit ist, für gute Kitas zu zahlen, zeigt, wie wichtig ihnen die Qualität der Angebote ist“, so Stadler weiter.

Gute Bildung, Betreuung und Erziehung für alle Kinder

„Um die in Kindertagesstätten gestellten Erwartungen erfüllen zu können, brauchen diese mehr Personal, freigestellte Leitungen und gute fachliche Begleitung. Die hierfür im Koalitionsvertrag vereinbarten Mittel von 3,5 Mrd. Euro für die gesamte Legislatur reichen hier bei Weitem nicht aus. So verführerisch es auch erscheinen mag: Gebührenfreiheit und Qualität dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eltern dürfen nicht vor die Wahl zwischen Urlaub oder Kita, Fahrrad oder Bildung gestellt werden. Alle Kinder haben ein Recht auf gute Bildung, Betreuung und Erziehung. Ausgaben in diesem Bereich sind nichts anderes als eine Investition in die Zukunft“ so Stadler abschließend.

Weitere Informationen zur Elternbefragung der Bertelsmann-Stiftung auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe. 

Quelle: AWO Bundesverband e.V. vom 28.05.2018

Info-Pool