Modellprogramm

Abschlussbericht „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“

Eine Frau zeigt einem Kind etwas auf einem Tablet
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Bundesmodellprogramm „Quereinstieg“ ermöglichte 521 Männern und Frauen den Wechsel in den Erzieherberuf. Jetzt wurde der interaktive Abschlussbericht vorgelegt, der zeigt, wie neue Zielgruppen für den Erzieherberuf gewonnen werden können.

Von 2015 bis 2020 unterstützte das Bundesmodellprogramm „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ Menschen beim Wechsel in den Erzieherberuf. Zum Abschluss des mit ESF-Mitteln geförderten Modellprogramms hat das Bundesfamilienministerium nun einen Bericht vorgelegt. Der interaktive Abschlussbericht zeigt, dass 521 Teilnehmende ihr Ziel, Erzieherin oder Erzieher zu werden, erreicht haben. Neben den gesammelten Erfahrungen und Ergebnissen erzählt der Bericht auch persönliche Geschichten von Menschen, die den Quereinstieg vollzogen haben.

Ergebnisse des Bundesmodellprogramms

Kern des Erfolgs sind laut Bericht die im Bundesmodellprogramm „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ erprobten praxisintegrierten Ausbildungsformate mit der monatlich gezahlten Vergütung. Das Programm führte in den beteiligten Bundesländern zu Veränderungen in den Ausbildungsstrukturen für Erzieherinnen und Erzieher - hin zu mehr vergüteten Ausbildungsformaten, erwachsenengerechten Lernbedingungen und einer besseren Verknüpfung der Ausbildungsorte Schule und Kita. Somit wurden auch die Kitas als Ausbildungsbetrieb gestärkt. Die Arbeit der Praxisanleitungen gewann stark an Bedeutung. Ein Mix aus Präsenz- und Onlineunterricht half den Teilnehmenden, Ausbildung und Familie zu vereinbaren.

Das Programm macht Schule

Inzwischen ist der Zugang zum Erzieherberuf in fast allen beteiligten Bundesländern erweitert und erleichtert worden. Dafür war das ESF-Programm oft die Blaupause. Es hat Wege aufgezeigt, wie in Zeiten des Fachkräftemangels neue Zielgruppen für das Feld der Frühen Bildung gewonnen und an Einrichtungen gebunden werden können.

„Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“

Aufbauend auf den Erkenntnissen des Bundesmodellprogramms „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ setzt das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ weitere Impulse: Seit 2019 werden 2.500 Erziehungs-Fachschülerinnen und -Fachschüler in einem geförderten Ausbildungsjahrgang nach Tarif sozialversicherungspflichtig bezahlt und lernen schulgeldfrei. Außerdem fördert das Bundesfamilienministerium mit der „Fachkräfteoffensive“ gezielt die berufliche Entwicklung: Mehr als 1.600 hochqualifizierte Fachkräfte, die besondere Aufgaben übernehmen, erhalten derzeit einen „Aufstiegsbonus“, der die Entwicklung von fachlichen Karrieren unterstützt.

Weitere Informationen

Der Abschlussbericht sowie weitere Broschüren des Bundesmodellprogramms „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ können online eingesehen werden. Mehr Informationen zum Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ sind auf der Seite des Bundesfamilienministeriums abrufbar.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom 23.03.2021

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