Kindertagesbetreuung / Nachhaltigkeit

11.000 Kinder lernen Nachhaltigkeit – Modellprojekte vorgestellt

Mädchen und Junge tragen T-Shirts mit Recyclingsymbol
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Die Baden-Württemberg Stiftung hat am 17. Juli die Ergebnisse und Erfahrungen aus 30 Modellprojekten des Programms „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ vorgestellt. Die Projektbeteiligten in Kindergärten und Grundschulen zeigten, mit welchen neuen Ideen und Maßnahmen sie Kinder an Umweltschutz, gesunde Ernährung und andere Zukunftsthemen heranführen.

Damit die Kinder von heute zu Umweltschützern und nachhaltig denkenden Erwachsenen von morgen heranwachsen, kann die Entwicklung ihres Bewusstseins für Nachhaltigkeit nicht früh genug beginnen. Naturschutz, Kenntnisse über Lebensräume verschiedener Tiere oder der schonende Umgang mit Ressourcen waren unter anderem Themen innerhalb des Programms „Nachhaltigkeit lernen  – Kinder gestalten Zukunft“, das die Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehof Stiftung zum zweiten Mal aufgelegt hat.

In 30 Modellprojekten ging es seit 2013 beispielsweise um den Wissenstransfer von der ältesten zur jüngsten Generation, um die Entdeckung der heimischen Kulturlandschaft oder den künstlerischen Umgang mit Natur- und Sinneserfahrungen. Insgesamt wurden mit den 30 Projekten 11.000 Kinder erreicht. Besonders erfreulich: Auch in den Familien haben Verhaltensänderungen stattgefunden, zum Beispiel durch Mülltrennungsaktionen oder die Bildung von Fahrgemeinschaften.

Bewusstsein für Naturschutz und Nachhaltigkeit

„Den Projektverantwortlichen ist es mit Kreativität, Wissen und Engagement gelungen, spannende, zielgruppengerechte und abwechslungsreiche Ideen umzusetzen. Es wurden Strukturen und Arbeitsmaterialien entwickelt, den Kindern vielfältige Kompetenzen vermittelt und das Thema Nachhaltigkeit in ihre Familien hineingetragen“, sagt Nachhaltigkeits-Experte Prof. Dr. Ortwin Renn, der die Evaluation des Programms geleitet hat.

„Ziel unseres Programms war es, bei den Jüngsten Bewusstsein für Naturschutz und Begeisterung für eine nachhaltige Lebensweise zu wecken und ihnen spielerisch zu vermitteln, wie ihr eigenes Handeln im Zusammenhang mit der Umwelt steht. Das ist uns erneut gelungen“, sagt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Schon mit der ersten Auflage des Programms ab dem Jahr 2011 wurden ca. 14.000 Kinder erreicht, unter anderem über verschiedene Großveranstaltungen.

Noch laufende Projekte

Zurück in die Zukunft – Was Oma noch wusste, Weil der Stadt

Wildkräuter für den Salat sammeln, Küchenabfälle kompostieren oder Möbel wiederaufarbeiten: Es gibt zahllose Möglichkeiten, Ressourcen im Alltag sinnvoll zu nutzen. Vieles davon ist älteren Generationen noch sehr vertraut: Sie haben Zeiten erlebt, in denen Mangel herrschte und es selbstverständlich war, was heute als nachhaltiger Umgang bezeichnet wird. Hier setzt das Projekt an: Seniorinnen und Senioren erzählen Kindern aus Kindergarten und Grundschule davon, wie ihr Alltag früher ausgesehen hat und werden mit ihnen aktiv – sie backen Brot, gehen gemeinsam auf Kräuterjagd oder reparieren Fahrräder.

Kontakt zu Anne Mäckelburg, Leiterin der Naturschutzjugend und „Streuobst-Pädagogin“: Tel. 07033 / 2350

Affenstark für Nachhaltigkeit, Heidelberg

Auf Kindergarten- und Grundschulkinder wartet beim Besuch der Zooschule Heidelberg ein besonderes Erlebnis: Vor dem Affengehege lernen sie zum Beispiel, warum Smartphones den Berggorilla gefährden oder was die Abholzung des Regenwaldes für den Lebensraum des Orang-Utans bedeutet. Auf diese Weise begreifen die Kinder, welche Auswirkungen das eigene (Konsum-)Verhalten auf die Tierwelt hat.

Kontakt zur Zooschule Heidelberg unter Tel. 06221 / 3955713

Dem Wind auf der Spur - Kinder gehen ökologischen Phänomenen auf den Grund, Offenburg

Wie entsteht der Wind? Wie klingt er? Wie fühlt er sich an? In einer Projektwoche erforschen Kinder im Alter von 6-10 Jahren in den Ateliers der Kunstschule Offenburg verschiedene Dimensionen dieser elementaren Naturkraft. Das Projekt trägt den Titel „Natürlich – würzig, rauschend, süß“ und erforscht die Bedeutung der überlebenswichtigen Symbiose der Menschheit mit der Pflanzenwelt, dem Tierreich und den Naturelementen. Ziel ist es, die Zusammenhänge künstlerisch darzustellen, damit sie so neu verstanden werden können.

Kontakt zu Projektleiterin Almut von Koenen unter Tel. 0781 / 9364-300

Weiterführende Informationen zu allen Projekten

Liste aller beteiligten Modellprojekte mit Kurzbeschreibungen (PDF, 78 KB)

Quelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH vom 17.07.2017

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