Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Deutscher Verein: Wie lässt sich Wohnungslosigkeit verhindern?

Junger Mann in Kaputzenpulli sitzt auf der Straße
Bild: © jiduha - Fotolia.com

In seiner aktuellen Ausgabe der Reihe „Soziale Arbeit kontrovers“ befasst sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mit Entstehung, Verlauf und Struktur von Wohnungslosigkeit und Strategien zu ihrer Vermeidung und Behebung. Anhand von Befunden einer bundesweiten GISS-Studie werden Ansatzpunkte für eine zielgruppenorientierte Prävention und nachhaltige Wohnungssicherung entwickelt und konkrete Handlungsempfehlungen benannt.

Das Problem der Wohnungslosigkeit ist in vielen Städten lange schon sichtbar – doch die Zahl der Menschen, die ohne gesicherte Wohnung leben, wird deutschlandweit immer größer. Zudem finden einmal wohnungslos gewordene Menschen immer schwerer neuen Wohnraum. Doch wie kann diesem Teufelskreis entgegengewirkt werden? Befunde einer aktuellen bundesweiten Studie zeigen: Die Instrumente, um Wohnungslosigkeit zu beheben oder gar nicht erst entstehen zu lassen, sind vorhanden. Sie müssten jedoch neu organisiert werden. Nötig sei eine Fokusverschiebung weg von der Akutversorgung hin zu mehr Prävention und nachhaltiger Wohnungssicherung.

„Die Umsetzung von Maßnahmen zum Wohnraumerhalt zeigen, dass Hilfe grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt eines Wohnungsnotfalls möglich und sinnvoll ist. Je früher und je gezielter die Hilfen jedoch einsetzen, umso größer sind die Erfolgsaussichten“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat kürzlich in seiner Reihe „Soziale Arbeit kontrovers“ den Band „Wie lässt sich Wohnungslosigkeit verhindern? – Ein Plädoyer von Jutta Henke“ veröffentlicht. Anhand der Befunde aus der bundesweiten GISS-Studie „Entstehung, Verlauf und Struktur von Wohnungslosigkeit und Strategien zu ihrer Vermeidung und Behebung“ identifiziert Jutta Henke Ansatzpunkte für eine zielgruppenorientierte Prävention und nachhaltige Wohnungssicherung und benennt konkrete Handlungsempfehlungen. Jutta Henke ist Geschäftsführerin der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V. (GISS) in Bremen.

Weitere Informationen zur Veröffentlichung: www.deutscher-verein.de/de/sak23

Hintergrund

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 11.09.2020

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