Kinder- und Jugendschutz / Europa

Schweizer Jugendverbände zum Welttag ohne Tabak

Der Schriftzug "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" steht über einem Aschenbecher, in dem anstelle von Zigarette Stifte liegen
Bild: © Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» Ausschnitt des Key Visuals der Initiative

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) setzt sich als die einzige Jugendorganisation im Initiativkomitee für die Schweizer Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ intensiv gegen Tabakwerbung ein.

Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Die große Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit dem Konsum. Die Werbung spielt dabei eine zentrale Rolle. Seit dem Beginn der Debatten um ein neues Tabakproduktegesetz äußerte sich die SAJV wiederholt für ein Verbot von Tabakwerbung, welche Kinder und Jugendliche erreicht. Entgegen des Engagements, welches zahlreiche Gesundheitsorganisationen teilen, sind die im neuen Entwurf des Tabakproduktegesetzes vorgesehenen Maßnahmen zum Werbeverbot vollkommen ungenügend. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der vorliegenden Initiative, welche ein komplettes Verbot von Werbung, welche Kinder und Jugendliche erreichen kann, garantiert.

Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“

Junge Menschen sind die wichtigste Zielgruppe von Tabakwerbung, denn Tabakkonzerne sind darauf angewiesen, Nichtraucher/-innen als Neukund(inn)en zu gewinnen. Gerade Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer Entwicklungsphase noch mehr als Erwachsene empfänglich für Werbung. Die Tabakindustrie weiß dies und fokussiert mit ihrer Werbung bewusst auf Jugendliche. Eine Werbestrategie für ein süchtig machendes Produkt, das die Lebenserwartung seiner Konsument(inn)en drastisch verkürzt, gilt es zu bekämpfen.

Das Ziel der Initiative ist es nicht, Kindern und Jugendlichen das Rauchen zu verbieten, sondern ihnen eine sinnvolle Risikoabwägung beim Konsumentscheid zu ermöglichen. Kinder und Jugendliche sind sehr wohl in der Lage, überdachte Entscheide zu treffen – so auch in Bezug auf den Konsum von Zigaretten.

„Durch die Werbung der Tabakkonzerne wird ein verzerrtes Bild der ‚Vorteile‘ und Risiken des Rauchens vermittelt und die Risikoabwägung verfälscht“, sagt Nicolas Diener, Präsident der SAJV. Andreas Tschöpe, Geschäftsleiter der SAJV, ergänzt: „Die Volksinitiative nimmt richtigerweise die Tabakindustrie in die Pflicht, die mit einem schädlichen Produkt riesige Gewinne zulasten der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen macht.“

Gegenwärtig läuft die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“, welche von der SAJV tatkräftig unterstützt wird. Für den 21. Juli 2018 ist ein koordinierter Sammeltag der Jugend vorgesehen. Um einen großen Schritt gegen Vermarktung von Tabakprodukten an Kinder und Jugendliche zu machen, unterstützt die SAJV als Sprachrohr der Jugend der Schweiz die Initiative.

Weitere Infos unter www.kinderohnetabak.ch

Quelle: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) vom 31.05.2018

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