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Sucht und Drogen

Präventionswettbewerb „Klar bleiben“

Ein Jugendlicher sitzt verzweifelt vor einer Reihe Sprirituosen-Flaschen
Bild: © Markus W. Lambrecht - Fotolia.com

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) motiviert mit ihrem Schulprojekt „Klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch“ Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse zur Teilnahme an einem Präventionswettbewerb. Burkhard Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen lobt den Wettbewerb als bewährtes und tolles Schulprojekt, dass junge Menschen seit Jahren erfolgreich aufklärt.

Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen betont, dass Alkohol in Deutschland nach wie vor zu viel und viel zu sorglos konsumiert wird. Wenn es um Prävention oder Werberegulierungen geht besteht Nachholbedarf. Der Schulwettbewerb „Klar bleiben“ sensibilisiert Schülerinnen und Schüler über die Risiken des Alkoholkonsums und motiviert zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

BZgA-Studien zeigen – Junge Menschen trinken bis zum Rausch

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist in diesem Zusammenhang auf die BZgA-Studiendaten hin, die belegen, dass Rauschtrinken bereits bei 12- bis 17-Jährigen Thema ist. Rund 15 Prozent dieser Altersgruppe geben an, in den letzten 30 Tagen bis zum Rausch getrunken zu haben. Rauschtrinken ist im Jugendalter besonders riskant, weil sich das jugendliche Hirn in einer sensiblen Entwicklungsphase befindet. Die psychoaktive Substanz Alkohol kann wichtige Prozesse im Hirn stark beeinträchtigen. Außerdem kann der Alkoholrausch zu gefährlichen Unfällen führen, wenn Wahrnehmung und Koordinationsfähigkeit durch Alkohol gestört sind und Risiken falsch eingeschätzt werden.

Das eigene Konsumverhalten kritisch hinterfragen

„Klar bleiben“ spricht Schülerinnen und Schüler aller Schulformen an und erreicht ebenso Lehrkräfte und Eltern. Der Wettbewerb ist mit begleitenden Evaluationsstudien als wirksam bestätigt und an Schulen einfach umsetzbar. Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), das den Wettbewerb entwickelt hat und organisiert, sieht ‚Klar bleiben‘ als praktikables Angebot zur Ergänzung der Präventionslandschaft in Deutschland.

"Jugendliche im Klassenverband werden zu einer kritischen Haltung gegenüber Alkohol angeregt. Die Zielsetzung ist, den Verzicht auf riskanten Alkoholkonsum als soziale Norm zu etablieren. Gleichzeitig sind Gesundheit, Verantwortungsübernahme für sich und andere, ein Hinterfragen von vorgelebten Werten und die Entwicklung eigener Verhaltensstandards Themen, die für Jugendliche relevant sind." so Hanewinkel.

Informationen zum Wettbewerb

Der Wettbewerb „Klar bleiben“ wurde vom IFT-Nord im Rahmen der BZgA-Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen des Wettbewerbs entscheiden sich teilnehmende Schulklassen für sechs Wochen ohne Rauschtrinken, indem sie auf den Konsum größerer Mengen Alkohol und auf andere Formen riskanten Alkoholkonsums verzichten. Für Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende und Präventionsfachkräfte bietet das Programm über digitale Tools und ausgearbeitete Unterrichtsimpulse die Möglichkeit, interaktiv und jugendgerecht zum Thema „Risiken des Alkoholkonsums“ zu arbeiten. Filme „Klar bleiben – kurz erklärt“ auf der Website erläutern Lehrkräften, Fachkräften und Schülerinnen und Schülern alles Wissenswerte rund um den Wettbewerb.

Weiterführende Informationen zum Klassenwettbewerb „Klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch“ können online abgerufen werden.

Quelle: Drogenbeauftragter der Bundesregierung vom 15.02.2022.

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