Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Plakatwettbewerb "Schlankheitswahn? Ist doch krank!" in Baden-Württemberg gestartet

Maßband

Schülerinnen und Schüler Baden-Württembergs sind im Rahmen eines Plakatwettbewerbs aufgerufen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und damit "plakativ" vor einer Erkrankung durch Essstörungen zu warnen.

"Die Zahl der Jugendlichen, die Anzeichen einer Essstörung aufweisen, ist besorgniserregend. Deshalb ist es überaus wichtig, jungen Menschen frühzeitig zu vermitteln, welche gesundheitlichen Risiken das Streben nach einem bestimmten Schönheitsideal mit sich bringt", betonte Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup MdL heute zum Wettbewerbsauftakt in Stuttgart, der gemeinsam mit dem BKK Landesverband Baden-Württemberg durchgeführt wird.

Der Handlungsbedarf ist groß – nahezu jedes dritte Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren weist bereits Symptome einer Essstörung auf. Bei den gleichaltrigen Jungen sind rund 15% von dieser Erkrankung betroffen. „Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, sind Präventionsmaßnahmen, die der Entstehung von Essstörungen vorbeugen und dem Voranschreiten der Krankheit entgegenwirken, unabdinglich“, erklärte Jacqueline Kühne, Stellvertreterin des Vorstandes vom BKK Landesverband Baden-Württemberg.

Ziel des Plakatwettbewerbes "Schlankheitswahn? Ist doch krank!" ist es, dass sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Essstörungen kreativ auseinandersetzen. Sie sollen sich selbst bewusst werden, welche Gefahren durch diese Sucht nach dem vermeintlichen Schönheitsideal auf sie zukommen können und anderen Jugendlichen ihre Erkenntnisse ebenfalls vermitteln.

Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen und ist Bestandteil der Initiative bauchgefühl, die der BKK Landesverband Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg durchführt. Seit dem Start der Initiative im Herbst 2010 beteiligen sich landesweit bereits über 200 weiterführende Schulen an dem Präventionsprogramm.

Bei der Gestaltung der Plakate sind den Schülerinnen und Schülern keine Grenzen gesetzt. Ob als Zeichnung, Malerei, Collage, Fotografie oder Fotomontage: Die Schülerinnen und Schüler realisieren ihre Ideen auf ihre ganz eigene "plakative" Art und Weise. Einsendeschluss ist der 30. November 2011.

Von den eingehenden Vorschlägen werden von einer fachkundigen Jury fünf Plakatmotive ausgewählt und im Januar 2012 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart ausgezeichnet. Auf die Gewinnerklassen warten Preise im Gesamtwert von 3.000 Euro, die vom BKK Landesverband Baden-Württemberg, der mhplus BKK und der BKK Freudenberg ausgelobt werden.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg