Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Kommunale Alkoholprävention per Netzwerkarbeit stärken

Mädchen trinkt Bier
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Eine erfolgreiche und nachhaltige Prävention des Missbrauchs von Alkohol stellt Kommunen vor zahlreiche Herausforderungen. Kommunale Fachkräfte diskutieren dies am 24. Januar 2019 bei einer Konferenz der Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Es geht u.a. um bewährte Präventionskonzepte, Vernetzung und den Erfahrungsautausch.

Wie kann verbindliche Netzwerkarbeit das kommunale Vorgehen in der Alkoholprävention stärken? Welche Unterstützung benötigen Städte und Gemeinden für eine zielgerichtete Präventionsarbeit zum Thema Alkohol? Welche kommunalen Präventionskonzepte sind erfolgreich und haben sich bewährt? Diese und andere Fragen sowie ihre positiven Erfahrungen diskutieren kommunale Fachkräfte am 24. Januar 2019 im Rahmen einer Fachkonferenz der Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln.

Alkoholkonsum junger Menschen im öffentlichen Raum

Der Alkoholkonsum insbesondere junger Menschen im öffentlichen Raum führt häufig zu Lärmbelästigung, Sachbeschädigungen, Unfällen, Gewaltdelikten und Verschmutzung. Vielfältige, zusammenwirkende Maßnahmen können eine alkoholkritische Haltung Jugendlicher fördern und riskantem Alkoholkonsum junger Menschen vorbeugen.

Strukturen der kommunalen Alkoholprävention nachhaltig stärken

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die kommunale Lebenswelt ist für unseren Präventionsansatz zentral, um die Menschen genau da zu erreichen, wo sie leben und die meiste Zeit verbringen, in die Schule gehen, arbeiten, ihre Freizeit und ihren Alltag gestalten. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei die Vernetzung der beteiligten kommunalen Akteure in verbindlichen Kooperationen. Durch das langjährige Engagement der BZgA in diesem Bereich wird der Austausch von Fachkräften unterstützt und die enge Kooperation von Einrichtungen und Diensten in Kommunen gefördert. Damit stärken wir nachhaltig die Bildung von Strukturen der kommunalen Alkoholprävention.“

Regionale Konzepte, Maßnahmen und Akteure vernetzen

Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Leiter der Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW ginko Stiftung für Prävention, ergänzt: „Die heutige Fachkonferenz ist Teil des Alkoholpräventionsprogramms ‚Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen (GigA)‘, das wir in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit langjähriger Unterstützung der BZgA entwickelt, evaluiert und praktisch erprobt haben. Das Programm hat zum Ziel, regionale Konzepte und Maßnahmen von Suchtprävention, Bildung, Jugendschutz und Polizei zu vernetzen und zu koordinieren, um dadurch ihr Wirkungspotenzial zu verstärken.“

Hintergrund

Das Alkoholpräventionsprogramm „Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen (GigA)“ wird seit 2011 im Rahmen der BZgA-Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ mit Unterstützung durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) gefördert. Die heutige Fachkonferenz soll praktische Wege aufzeigen, wie die Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteuren in Kommunen gelingen kann.

Informationen zur Alkoholprävention der BZgA:

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 24.01.2019

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