Kinder- und Jugendschutz

Kampf gegen die Käfig-Kämpfe - Schleswig-Holsteins Innenminister schaltet Landesmedienanstalten ein

Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie hat heute in Kiel das Deutsche Sportfernsehen (DSF) aufgefordert, auf die Übertragung so genannter Käfig-Kämpfe zu verzichten. Gleichzeitig hat Schlie die Landesmedienanstalten eingeschaltet. In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Kommission für Jugendmedienschutz bittet Schlie darum, entsprechende Sendeformate insbesondere hinsichtlich des Jugendschutzes zu überprüfen.

Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie hat heute in Kiel das Deutsche Sportfernsehen (DSF) aufgefordert, auf die Übertragung so genannter Käfig-Kämpfe zu verzichten. Gleichzeitig hat Schlie die Landesmedienanstalten eingeschaltet. In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Kommission für Jugendmedienschutz bittet Schlie darum, entsprechende Sendeformate insbesondere hinsichtlich des Jugendschutzes zu überprüfen. Dabei handelt es sich um so genannte Vollkontaktwettkämpfe wie das Ultimate Fighting oder das Extreme Fighting, die unter dem Oberbegriff „Mixed Martial Arts“ (MMA) immer häufiger in Deutschland veranstaltet werden.

Schlie rief dazu auf, Käfig-Kämpfe gesellschaftlich zu ächten. Die Kämpfer hätten das Ziel, den Gegner komplett kampfunfähig zu machen bis er aufgebe oder k.o. gehe. Dabei würden erhebliche Verletzungen in Kauf genommen. Anders als bei regulären Kampfkunstarten sei es erlaubt, den bereits am Boden liegenden Gegner ausdrücklich weiter zu malträtieren. „Bei diesen Kämpfen wird die Unverletzlichkeit der Person prinzipiell missachtet und der Mensch zum Objekt herabgewürdigt“, sagte der Minister.

Schlie hat seinen Brief als Vorsitzender der Sportministerkonferenz an die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten geschrieben. Die Sportminister hatten Ende November vergangenen Jahres in Lübeck beschlossen, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor diesen Kämpfen zu gewährleisten. Eine Durchschrift des Briefes hat auch der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erhalten.

Quelle: Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein

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