Kinder- und Jugendschutz

hass-im-netz.info: Neue Website klärt über Rechtsextremismus im Internet auf

Neonazis vernetzen sich im Internet verstärkt über szeneeigene Communities, um sich ungestört über rechtsextremes Gedankengut auszutauschen und rassistische Aktionen vorzubereiten.

Zu dieser Feststellung kommt die länderübergreifende Stelle „jugendschutz.net“, die im Jahr 2009 mehr als 90 neonazistische Netzwerke dokumentierte. Damit hat sich deren Zahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Solche Entwicklungen lassen sich künftig auf hass-im-netz.info nachlesen. Die neue Website von „jugendschutz.net“, gibt auch Tipps, was Internetindustrie und User-Gemeinde dagegen tun können.

„Betreiber von Internet-Communities oder Portalen müssen Vorsorge treffen, dass ihre Plattformen nicht von Rechtsextremen missbraucht werden", forderte Staatsministerin Christine Clauß anlässlich des Launchs der neuen Website, die Anbieter für die Problematik von Rassismus im Netz sensibilisieren soll. „Alle müssen ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Nur dann kann das Internet sein Potenzial als freiheitliches und demokratisches Medium entfalten", so die Ministerin weiter.

Darüber hinaus ermutigt „hass-im-netz.info“ Jugendliche, sich gegen Rechtsextremismus im Netz zu engagieren. Sie können sich beispielsweise in Sozialen Netzwerken wie „Facebook“ oder „wer-kennt-wen“ gegen rechtsextreme Hetze wenden oder das Auffinden von Nazi-Symbolen und Hass-Parolen auf der neuen Website melden. „jugendschutz.net“ geht dann gegen unzulässige Angebote vor. Eltern und pädagogische Fachkräfte finden auf dem Infoportal: http://hass-im-netz.info/

Herausgeber: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

 

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