Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Fachzeitschrift KJug nimmt digitalen Kinder- und Jugendschutz in den Blick

Vier Teenager stehen zusammen in einer Einkaufsstraße und zwe davin schauen auf ihre Smartphones
Bild: natureaddict - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Internet ist aus Sicht vieler junger Menschen ein virtueller Spielplatz, auf dem gespielt, kommuniziert und gelernt wird. Dort lauern jedoch auch Gefahren. Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis “ der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz widmet sich dem Thema Digitaler Kinder- und Jugendschutz.

Die vielfältigen Möglichkeiten des Austauschs und der Wissensaneignung im Internet sind jedoch nur die eine, positive Seite, dem gegenüber steht die Konfrontation mit möglichen Gefährdungen z.B. durch Cybermobbing, Sexting, Grooming.

Kinder- und Jugendschutz auf den digitalen Raum übertragen

Da Konfrontations- und Kommunikationsrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, muss der Kinder- und Jugendschutz dringend auch auf den digitalen Raum übertragen werden, wie der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, in KJug betont. Eine wesentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe besteht in der Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt mit digitalem Medieneinsatz, u.a. mittels Schutzkonzepten.

Aufgaben und Möglichkeiten von Institutionen und Einrichtungen

Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe nehmen verschiedene Institutionen in den Blick. So werden beispielsweise die Aufgaben und Möglichkeiten von Schulen, Jugendämtern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Polizei, sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis diskutiert. Medienkompetenzförderung, Sexualpädagogik und Kriminalprävention haben in diesem Zusammenhang ihre je spezifischen Parts, um Kindern und Jugendlichen ein bestmögliches Aufwachsen (mit Medien) zu ermöglichen. Ein digitaler Kinder- und Jugendschutz bedarf dementsprechend sowohl pädagogischer als auch ordnungsrechtlicher Regelungen.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Jürgen Budde, Prof. Dr. Maika Böhm, Victoria Wesemann, Christina Witz: Zum Verhältnis von Sexualität und digitalen Medien in Schule am Beispiel Sexting
  • Prof. Dr. Frederic Vobbe, Katharina Kärgel: Sexualisierte Gewalt mit digitalem Medieneinsatz. Herausforderungen und Handlungsfelder im fachpädagogischen Umgang
  • Prof. Dr. Daniel Hajok: Sexualisiertes Austauschhandeln und sexuelle Belästigungen bei WhatsApp, Instagram & Co. Erfahrungen und Sichtweisen Jugendlicher
  • Thomas-Gabriel Rüdiger: Braucht der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet eine digitale Generalprävention?
  • Johannes-Wilhelm Rörig: Im Fokus: „Gewinnmaximierung darf nicht vor Kinderschutz stehen!“
  • Dr. Dirk Bange: Sexualisierte Gewalt und die Jugendämter
  • Eva Sobieszek, Marc Flückiger: Schweizerische Kommission Jugendschutz im Film
  • Sigmar Roll: § 176 StGB – eine Strafvorschrift mit vielen Facetten (Recht)
  • Die Jugendschutzfrage: Schüleraustausch und kein Sex? Eine rechtliche Einschätzung einiger Programmregeln
  • Aktuelle Studie: Kinder. Bilder. Rechte. Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der digitalen Mediennutzung in der Familie

Das Heft kann zum Preis von 16 Euro bei der BAJ bestellt werden.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) vom 04.04.2019

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