Kinder- und Jugendarbeit / Gender

Zehn Jahre „Komm, mach MINT.“: Netzwerk startet mit 252 Partnern ins Jubiläumsjahr

Eine junge Frau lernt einen technischen Beruf.
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Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen führt die Kompetenz von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien zusammen, um das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft zu verändern. Der Pakt wurde 2008 gestartet und umfasst mittlerweile 252 Partner, die mit Projekten junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge begeistern.

Vor zehn Jahren nahm auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ seine Arbeit auf. Ziel: Aufbau eines starken Netzwerks aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern, Medien und Verbänden, in dem innovative Maßnahmen entwickelt werden, um junge Frauen für MINT-Studiengänge und -Berufe zu begeistern und Hochschulabsolventinnen für MINT-Karrieren zu gewinnen. Ursprünglich mit 46 Partnern gestartet, profitiert das Netzwerk mittlerweile von der Expertise von 252 Paktpartnern.

Mehr Frauen in MINT-Studiengängen

Ein Blick auf die aktuellsten, gesicherten Zahlen zu Frauen in MINT-Studiengängen aus dem Studienjahr 2016 zeigt, dass seit dem Start von „Komm, mach MINT.“ in 2008 viel erreicht wurde. So hat sich beispielsweise die Zahl der MINT-Studienanfängerinnen im ersten Fachsemester von 59.600 (2008) auf 113.400 (2016) um 90 Prozent erhöht. Dies ist besonders vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass sich die allgemeine Studienneigung der Frauen im selben Zeitraum nur um 61 Prozent erhöht hat.

Vernetzung von Aktivitäten vor Ort

Im Rahmen der Initiative „Komm, mach MINT.“ kommt der Vernetzung der Paktpartner besondere Bedeutung zu. Die vielerort erfolgreich laufenden Aktivitäten für mehr Frauen in MINT können so bekannt gemacht, weitergetragen und in bestehende Strukturen integriert werden. Außerdem werden im Rahmen des Paktes gemeinsam neue Ideen entwickelt und Kooperationen gestartet. Die Paktpartner profitieren von der breiten Expertise, die im Pakt vorhanden ist, sind wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und sorgen für eine breite Öffentlichkeitsarbeit.

Mittlerweile 252 Partner im Paktnetzwerk

Unternehmen, Hochschulen, Verbände sowie politische und soziale Akteurinnen und Aktuere haben erkannt, dass mehr Frauen in MINT unabdingbare Voraussetzung sind, um einerseits dem drohenden Fachkräfteengpass in einigen der MINT-Berufe zu begegnen und andererseits den Anforderungen einer globalisierten Welt zu begegnen, denn gemischte Teams haben innovativere Ideen, breitere Problemlösungsansätze und eine bessere Kundinnen- und Kundenorientierung. Entsprechend hat sich in den zurückliegenden Jahren „Komm, mach MINT.“ die Zahl der Paktpartner von ursprünglich 46 auf mittlerweile 252 erhöht.

Der Pakt ist offen für weitere Partner, die sich für die Ziele des Paktes einsetzen und aktiv mitwirken wollen, um mehr Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Es bestehen für jeden Partner individuelle Optionen, sich am nationalen Pakt zu beteiligen. Beispielsweise, indem eigene Angebote in das Paktnetzwerk eingebunden werden oder durch die Mitwirkung am Stand von „Komm, mach MINT.“ auf Berufsorientierungsmessen und Veranstaltungen.

Vernetzung der Studentinnen und Absolventinnen

Neben der aktiven Vernetzung der Paktpartner untereinander ist im Laufe der Jahre ein weiterer Netzwerkaspekt hinzugekommen: Die Vernetzung der MINT-Studentinnen und -Absolventinnen untereinander und mit den Paktpartnern. Zum einen, um die jungen Frauen in ihrer Selbstwahrnehmung als wenige Frauen in einem männlich geprägten Arbeitsbereich zu stärken und damit zu ermutigen, zum anderen, um frühzeitig für die Bedeutung von Netzwerken für die Karrieren von Frauen zu sensibilisieren. Auch hier bieten sich – beispielsweise auf der Karriereauftaktveranstaltung meet.ME – zahlreiche Möglichkeiten, um sich als Paktpartner aktiv einzubringen.

Über „Komm, mach MINT.“

„Komm, mach MINT.“ – der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen führt die Kompetenz von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien zusammen, um das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft zu verändern. „Komm, mach MINT.“ ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“ und wurde 2008 auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem Ziel gestartet, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Berufskarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft zu gewinnen.

Die Geschäftsstelle von „Komm, mach MINT.“ ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. angesiedelt. Der Verein fördert bundesweit die Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie Vielfalt als Erfolgsprinzip in Wirtschaft, Gesellschaft und technologischer Entwicklung.

Das Informationsportal www.komm-mach-mint.de bietet einen Überblick über das breite Spektrum von Angeboten zur Gewinnung weiblicher Nachwuchskräfte mit konkreten Tipps, Handlungsempfehlungen und einer bundesweiten Projektlandkarte mit mehr als 1.000 Projekten.

Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

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