Kinder- und Jugendarbeit / Ganztagsbildung

Schülerwettbewerb zur politischen Bildung: Youtuber – mein Freund im Netz?

Mehrere Schülerinnen und Schüler melden sich während des Unterrichts.
Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Kinder und Jugendliche sind im Rahmen des 48. Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung dazu aufgerufen, sich mit politisch-gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen und ihre Ergebnisse in kreativer Form festzuhalten. Die Bundeszentrale für politische Bildung vergibt 350 Preise für die besten Einsendungen zu zwölf Themen, u.a. Influencer im Netz oder Gerechtigkeit. Einsendeschluss ist der 10. Dezember.

Zu Beginn des Schuljahres hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb die Bewerbungsphase für den 48. Schülerwettbewerb gestartet. Am größten deutschen Wettbewerb dieser Art nehmen jährlich rund 55.000 Schüler/-innen aus etwa 3.000 Schulen teil. Sie sind eingeladen sich in kreativen Beiträgen mit politisch-gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Eine Jury prämiert die Beiträge mit 350 Preisen: Klassenfahrten im In- und Ausland, Geldprämien sowie Sach- und Sonderpreise.

Von Influencer bis Gerechtigkeit

Für viele Schüler sind „Influencer“ Idole: Junge Menschen, die auf Social-Media-Plattformen im Internet ihre Erlebnisse teilen, bei Liebeskummer helfen, oder Stylingtipps geben. Manche Influencer verdienen dabei Geld, indem sie bestimmte Produkte platzieren. Ob sie tatsächlich hinter den Produkten stehen, die sie anpreisen ist eine Frage, mit der sich Schüler zwischen der vierten und achten Klasse im Rahmen des Schülerwettbewerbs auseinandersetzen können. Weitere Themen für die Jahrgänge 4-8 sind „Alle Vögel sind schon da – wirklich?“, „Karl Marx – Ein Gespenst geht um in Europa“ und „Petzen oder Hilfe holen“ und „Gerecht ist, wenn…“.

Alternativ können die Schulklassen mit der Unterstützung des ZDF-Programms „logo – Nachrichten für Kids“ eine eigene Kindernachrichtensendung gestalten.

Aufgabenstellungen zum Thema Rechtsstaat

In Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wurden zwei Aufgabenstellungen speziell zum Thema Rechtsstaat konzipiert. Acht- bis Zwölftklässler können sich bei der Aufgabe „Geht hier alles mit rechten Dingen zu?!“ mit der aktuellen Situation des Rechtsstaates in Deutschland und Europa beschäftigen. Die anderen Aufgaben heißen: „Verrohte Sprache – verrohte Menschen?“, „Genossenschaften – eine alte Idee wird entstaubt!” und „Der Traum von Olympia – Rio de Janeiro – ein Vergleich von 2016 und 2018“.

Kreative Einsendungen zu „Politik brandaktuell“

In der Kategorie „Politik brandaktuell“ sind die Themen frei wählbar und können in Kleingruppen von mindestens fünf Personen bearbeitet werden. Mit dem Schülerwettbewerb möchte die bpb auf gesellschaftspolitische Themen hinweisen, selbstorganisiertes Lernen fördern, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrkräfte unterstützen. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 sind dazu eingeladen, ihre Ergebnisse – beispielsweise in Form von Video, Brettspiel oder Zeitungsseite – bis zum 10. Dezember 2018 einzusenden.

Die Wettbewerbshefte sowie Hintergrundinfos gibt auf der Webseite zum Wettbewerb: www.schuelerwettbewerb.de

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 12.11.2018