Kinder- und Jugendarbeit / Gesundheit

Rheinland-Pfalz: Landessieger der Kampagne "bunt statt blau" gegen Rauschtrinken geehrt

Betrunkener Jugendlicher
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Für die Kampagne schufen im Frühjahr bundesweit 7.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren Kunstwerke gegen das Rauschtrinken. Auch aus Rheinland-Pfalz haben sich rund 400 junge Menschen an dem Wettbewerb beteiligt und setzten sich auf individuelle Weise mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinander.

David Langner, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Sozialministerium, übergab am 10. Juni in Mainz gemeinsam mit Volker Juchem, Regionalchef der DAK-Gesundheit, in Vertretung von Landeschef Michael Hübner, die Urkunden und Preise für die besten Plakate von Schülerinnen und Schülern aus Rheinland-Pfalz im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren.

Das diesjährige Siegerplakat aus Rheinland-Pfalz kommt von den Schülern Eric Bernstein (17), Kaan Emeklibas (17) und Kim Schliephake (15) vom Paul-von Denis-Gymnasium Schifferstadt. Langner und Juchem dankten dem Künstlerteam und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr starkes Engagement gegen das Rauschtrinken.

"Die Kampagne 'bunt statt blau' leistet wichtige Aufklärungsarbeit und weist auf die Gefahren des riskanten Alkoholkonsums und des Rauschtrinkens hin. Schülerinnen und Schüler im ganzen Land bekennen bei dieser Aktion – im wahrsten Sinne des Wortes – Farbe und setzen so ein starkes Zeichen gegen Alkoholmissbrauch. Sie lernen dabei früh, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen", sagte der Staatssekretär.

"Schülerinnen und Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei 'bunt statt blau': Hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken", erklärte Volker Juchem bei der Siegerehrung der Jugendlichen. Die Bilder verdeutlichen offen und schonungslos die Risiken beim Rauschtrinken und zeigen gleichzeitig Alternativen auf. Das diesjährige Siegerplakat hat dabei eine klare Botschaft "Mach Dich nicht zum Affen".

"Unser Plakat soll ausdrücken, dass übermäßiger Alkoholkonsum einen Dinge tun lässt, die man im nüchternen Zustand sicher nicht getan hätte", sagten die diesjährigen Wettbewerbssieger Eric Bernstein, Kaan Emeklibas und Kim Schliephake aus Schifferstadt. "Wir wollen anderen Jugendlichen sagen, dass man sich vorher genau überlegen sollte, wie viel Alkohol man trinkt."

Der zweite Platz geht in diesem Jahr wieder an das Gymnasium in Konz. Die Schülerinnen Neele Holzer (14) und Mara Braun (14) konnten die Jury mit ihrer Teamarbeit überzeugen. Den dritten Platz belegt Dennis Mack (14) vom Veldenz-Gymnasium Lauterecken. Der Sonderpreis für jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht nach Montabaur, an die 13-jährige Adrienne Egger. Die junge Schülerin sicherte sich in diesem Jahr auch den Bundessieg in diesem Wettbewerb.

Hintergrundinformationen

Nach aktueller Bundesstatistik wurden 2014 wieder mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der Krankenhauseinlieferungen auf 1.486 an.

"Das Rauschtrinken ist ein Problem. Diese Zahl zeigt deutlich, dass wir unsere Bemühungen zur Reduzierung des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen nicht nachlassen dürfen", betonte der Staatssekretär.

Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler als Schirmherrin Jugendliche jedes Jahr zum Plakatwettbewerb "bunt statt blau" ein. Der Wettbewerb findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Mit inzwischen über 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise im vergangenen Jahr den internationalen Deutschen PR-Preis.

Zu den weiteren Landesgewinnern

Die Bundessieger 2016 des diesjährigen "bunt statt blau" Wettbewerbs werden am 14. Juni im Rahmen einer großen Pressekonferenz in Berlin bekannt gegeben.

Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz vom 10.06.2016

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