Kinder- und Jugendarbeit

Rechtsextremen Weltbildern entgegentreten: Berlin richtet Jugend-Demokratiefonds ein

Flagge des Landes Berlin
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Die Verbreitung rechtsextremen Denkens ist laut einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Deutschland weiter gestiegen. Unter dem Motto „Stark gemacht! - Jugend nimmt Einfluss“ sollen nun Projekte gefördert werden, die in besonderem Maß das Eigenengagement von jungen Menschen zum Ziel haben und ihr Demokratieverständnis stärken.

Konnte man im Jahr 2010 noch bei deutschlandweit 8,2 Prozent der Befragten von einem geschlossenen rechtsextremen Weltbild ausgehen, trifft dies auf nunmehr 9 Prozent der Deutschen zu. Anders als in früheren Befragungen fielen erstmals gerade die jungen Ostdeutschen zunehmend mit hohen Zustimmungswerten zu rechtsextremen Einstellungen auf.

„Diese Entwicklung zeigt, dass die Ausbildung einer demokratischen Wertehaltung keine Selbstverständlichkeit ist und wir auf allen Ebenen rechtsextremen Weltbildern entgegentreten müssen, gerade auch mit Blick auf Kinder und Jugendliche“, so die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres. Daher sei es richtig, dass der Senat ein neues Programm zur Stärkung des demokratischen Handelns und der gesellschaftlichen Beteiligung junger Menschen aufgelegt habe.

Für diesen Jugend-Demokratiefonds werden in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 350.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren.

„Kinder und Jugendliche müssen eine Idee davon entwickeln, wie unser gesellschaftliches Miteinander funktioniert. Erst dann können sie wirklich in unserer Gesellschaft ankommen und sich mit ihr verbunden fühlen“, sagte Jugendsenatorin Scheeres.

Weitere Informationen unter: www.stark-gemacht.de

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin vom 13.11.2012

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