Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Perspektive Jugend wagen! NRW diskutiert eigenständige und einmischende Jugendpolitik

Junge Erwachsene
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"Junge Menschen werden zu oft nicht mit bedacht!" Dies ist der Kerngedanke, warum eine eigenständige und einmischende Jugendpolitik notwendig ist. NRW diskutierte jetzt im Rahmen eines Fachkongresses aktuelle Herausforderungen.

Die Perspektive junger Menschen in Politik und Gesellschaft stärker berücksichtigen – das fordert der Landesjugendring NRW. Auf dem Fachkongress "Perspektive Jugend" im Wissenschaftspark Gelsenkirchen haben 200 Aktive aus Jugendverbänden, Jugendämtern und der Politik sowie weitere Interessierte und Expert/ -innen diskutiert, wie dies gelingen kann. Fazit: Vieles konnte schon bewegt werden, doch in Zukunft sind junge Menschen noch stärker in allen Politikfeldern zu berücksichtigen. Der Dialog zwischen Politiker/innen und jungen Menschen muss verbessert werden. 

"Wir haben mit der einmischenden Jugendpolitik erste Schritte gemacht, es bleibt aber noch viel zu tun. Junge Menschen werden bei Entscheidungen noch nicht ausreichend berücksichtigt, sie fallen bei Abwägungen oft hinten über oder werden gar nicht erst mitbedacht“, erläuterte Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, bei ihrer Begrüßung.

"Perspektive Jugend" aus Sicht verschiedener gesellschaftlicher Akteure 

Christina Kampmann betonte in ihrer Rede: "Als Jugendministerin des Landes Nordrhein-Westfalen unterstütze ich die Initiative des Landesjugendrings NRW für eine einmischende Jugendpolitik. Wir brauchen Ideen junger Menschen, wenn unsere Politik zukunftsfähig sein soll.“

Anschließend stellte die Politikwissenschaftlerin Prof. Brigitte Kerchner heraus, warum einmischende Jugendpolitik auch für andere Politikfelder wichtige, neue Impulse mit sich bringt. Auf dem Podium debattierten u. a. Dr. Marc-Oliver Pahl vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Nadine Paffhausen von der Koordinierungsstelle Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft und Mareile Kalscheuer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, was dies für Kommune, Land und Bund bedeuten kann und müsste.

Dr. Christian Lüders warf am Nachmittag einen kritischen Blick auf die Herausforderungen und Stolpersteine, die für eine eigenständige, einmischende Jugendpolitik noch bestehen.

Weiterentwicklung der einmischenden Jugendpolitik 

Die Teilnehmenden diskutierten mit diesen Eindrücken in Foren zu den Themen Zukunft der Kommunen, Freiräume für junge Menschen, Jugendcheck, Beteiligung und Bildung. Sie gaben ihre Antworten auf die Frage „Was muss NRW nun konkret tun?“ Jürgen Schattmann vom Ministerium für Kinder, Jugend, Kultur und Sport, und Sarah Primus vom Landesjugendring NRW mit.

"Der Fachtag war ein voller Erfolg und wir haben als Landesjugendring NRW einige Impulse mitgenommen, die wir auch mit Blick auf die Landtagswahl einbringen werden“, resümiert Sarah Primus.

Der Landesjugendring NRW bedankt sich für die Mitwirkung bei:

  • Prof. Ulrich Deinet
  • Dr. Annika Duveneck
  • Prof. Brigitte Kerchner
  • Dr. Christian Lüders
  • Prof. Andreas Thimmel
  • Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend
  • Jugendring Duisburg
  • Jugendring Solingen
  • Ring deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände
  • SJD - Die Falken Sportjugend
  • NRW Stadtjugendring Herford
  • Cornelia Benninghoven

Ein Dank gilt außerdem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MFKJKS, des MSW, des MKULNV, des LWL, des LVR, der Koordinierungsstelle Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft, des DBJR und der Bundesjugendvertretung Österreich.

Hintergrund 

Der Landesjugendring NRW ist die Arbeitsgemeinschaft der derzeit 25 auf Landesebene anerkannten Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen. Er vertritt die Interessen der Jugendverbände und junger Menschen und engagiert sich in Grundsatzfragen der Kinder-, Jugend-, Bildungs- und Gesellschaftspolitik.

Weitere Informationen stehen auf der Kampagnenwebseite www.umdenken-jungdenken.de zur Verfügung. 

Quelle: Landesjugendring Nordrhein-Westfalen vom 18.04.2016

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