Kinder- und Jugendarbeit / Kindertagesbetreuung

NRW will Kindern und Jugendlichen besseren Zugang zu Bewegung und Sport ermöglichen

Drei Mädchen rennen
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Düsseldorf/Köln. Nordrhein-Westfalens Sportministerin Ute Schäfer will für Kinder und Jugendliche einen besseren Zugang zu Bewegung und Sport schaffen und den Sport noch stärker konzeptionell in die Gesundheitsförderung einbinden.

"Wir wollen möglichst alle Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen mit Angeboten des Sports erreichen und sie auch langfristig für Bewegung, Spiel und Sport gewinnen. Wenn es uns gelingt, Kinder frühzeitig in den Kitas, den Schulen und in der Freizeit mit dem Bewegungsvirus zu infizieren, können wir sie auch im Erwachsenenalter für den Sport begeistern", erklärte Schäfer in Köln anlässlich des Präventionskongresses NRW "Gesundheit verbindet", einer gemeinsamen Veranstaltung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, der Deutschen Sporthochschule und des Landessportbundes.

Freude an Bewegung und an gesundem Essen sei für viele Kinder und Jugendliche nicht selbstverständlich. Es gebe immer mehr junge Menschen, die unter Übergewicht oder Adipositas leiden. "Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Bündnis mit dem ganzen Sachverstand, den wir in unserem Land haben, um Zugänge zu Bewegung und einem gesundheitsorientierten Lebensstil für alle zu schaffen - von klein auf", sagte Schäfer. Es gelte, schon früh die Weichen so zu stellen, dass allen Kindern Chancen auf ein gesundes Leben und persönliche Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung eröffnet werde. Der Präventionskongress NRW trage dazu bei.

Auf dem zweitägigen Präventionskongress in Köln diskutierten rund 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft sowie Übungsleitende, Lehrkräfte, Ökotrophologen, Erzieherinnen, Ärzte Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Der erste Tag des Präventionskongresses widmete sich der Wissenschaft. Wie viel sollten sich Kinder bewegen? Wie können Schwangere ihr Kind bereits auf eine sportliche Zukunft vorbereiten? Und welche Chancen hat die Kommunale Gesundheitsförderung? Fachleute der Deutschen Sporthochschule, der Universitäten Köln, Konstanz, Wuppertal und Duisburg-Essen, sowie des Robert Koch Instituts gaben qualifizierte Einblicke in die neusten Forschungsergebnisse.

Der zweite Tag war geprägt durch Workshops, die die Themen des Vortages praxisorientiert aufnahmen. Für die Vorstellung des IN FORM Projektes „Gesund ins Leben - Netzwerk junge Familie“ bekam Maria Flothkötter Verstärkung durch Marion Sulprizio von der Deutschen Sporthochschule. Zusammen boten Sie den Workshop "Das bewegte Baby – von Schwangeren und jungen Familien" an.

"Im Mittelpunkt stehen für uns die Menschen, die Zugänge zu Kindern und Jugendlichen haben: die Übungsleiterinnen und Übungsleiter in den Vereinen wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertageseinrichtungen, den Familienzentren, den Schulen und Senioreneinrichtungen. Wir wollen sie so gut wie möglich bei ihrer Arbeit, ihrem Engagement unterstützen", erklärte Schäfer.

Einen wichtigen Schwerpunkt setze das Land bei den Kindertagesstätten. Eine nachhaltige Bewegungs- und Gesundheitserziehung müsse bei den Kleinsten beginnen. Hervorragende Arbeit leisteten hier bereits die rund 470 anerkannten Bewegungskindergärten. Im Rahmen unseres neuen Breitensportprogramms wollen wir auch die Anstrengungen des Sports unterstützen, die Zahl der Kooperationen von Sportvereinen mit Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zu erhöhen", sagte Schäfer.

Quelle: MFKJKS Nordrhein-Westfalen / Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

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