Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Mehr Netzkompetenz bei Kindern und Jugendlichen – Gewinner des Wettbewerbs #Internetkannich

Vier Jugendliche, die Spaß daran haben ein Selfie zu machen, darüber steht geschrieben Hashtag Internet kann ich
Bild: © ERGO Stiftung

Die ERGO Stiftung „Jugend & Zukunft“ hat im Rahmen ihres Förderwettbewerbs #Internetkannich vier Initiativen ausgezeichnet. Die Jury hat die Projekte aus einer Vielzahl von Einsendungen als herausragend in Bezug auf die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen im bewussten Umgang mit digitalen Medien bewertet.

Deutschlandweit hat die ERGO Stiftung „Jugend & Zukunft“ gemeinnützige Initiativen gesucht, die beim Thema Netzkompetenz mehr Bewusstsein bei Kindern und Jugendlichen schaffen. „Allen Gewinnern gelingt es überzeugend, dieses wichtige Thema bereits präventiv anzugehen, damit Cybermobbing oder der Eingriff in die Privatsphäre gar nicht erst stattfinden“, fasst Harald Christ, Vorstandsvorsitzender der ERGO Stiftung und Mitglied der Jury, zusammen.

Die Gewinner überzeugen durch ganz unterschiedliche Methoden und Schwerpunkte, mit denen junge Menschen und teilweise auch Multiplikatoren wie Lehrer oder Eltern erreicht werden.

Gewinner-Projekte

Sieger der Region Nord ist „WERTE LEBEN - ONLINE“ von JUUUPORT e.V. aus Hannover. Mit dieser Initiative setzen sich Jugendliche für den respektvollen und fairen Umgang im Netz ein und geben anderen Jugendlichen in Webinaren und Social-Media-Aktionen Tipps für ihr Online-Verhalten.

In der Region West gewinnt das Mentorenprogramm der Digitale Helden gGmbH mit Sitz in Frankfurt. Hier werden Schüler der achten und neunten Klasse zu Mentoren ausgebildet, die jüngere Mitschüler im bewussten und kompetenten Umgang mit digitaler Kommunikation coachen.

In der Region Ost hat sich die Jury für „Whats up WhatsApp“ von der Aktion Jugendschutz Sachsen e.V. in Dresden entschieden: ein spielerischer Lernparcours zum reflektierten Umgang mit WhatsApp, der von den Schülern selbst gestaltet und durchgeführt wird.

In der Region Süd machte die „Medienfahrschule“ vom Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian aus Walldürn das Rennen. Sie vermittelt nicht nur wichtiges Wissen zum richtigen Verhalten im Netz, sondern vereinbart auch feste Regeln zur Mediennutzung und schließt mit einer Prüfung ab.

Porträts der Gewinner sind zu finden unter www.ergo-stiftung.com/foerderwettbewerb.

Die Preisträger erhalten Preisgelder sowie ein Wochenende in Berlin mit Coaching und Workshops zu digitalen Themen im Wert von insgesamt 40.000 Euro.

Peer-to-Peer-Ansatz

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Initiativen es gibt, die Kinder und Jugendlichen mit digitalen Tools in ihrer Lebenswirklichkeit abholen und sich gleichzeitig der Kompetenz von Jugendlichen bedienen, um Jüngere aufzuklären“, lobt Jurymitglied und ERGO Chief Digital Officer Mark Klein. Der sogenannte Peer-to-Peer-Ansatz gilt als besonders wirkungsvoll, um Jugendliche zu erreichen. Hier werden Jugendliche dazu ausgebildet, andere Jugendliche aufzuklären.

Quelle: ERGO Stiftung Jugend & Zukunft