Kinder- und Jugendarbeit

Knapp 28.000 Anmeldungen bei der SchulKinoWoche Berlin

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Bild: SchulKinoWochen Berlin

Film kann mehr als nur unterhalten – das beweist auch im 11. Jahr die SchulKinoWoche Berlin, die vom 14 bis 28. November 2014 in über dreißig Kinos stattgefunden hat. Mit über 300 Vorstellungen in ganz Berlin nahmen an der SchulKinoWoche hunderte von Schulklassen teil.

Am Ende konnte das speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmte Filmprogramm mit über 50 aktuellen Spiel-, Dokumentar-, Animationsfilmen und Klassikern knapp 28.000 Anmeldungen und somit einen erneuten Besucherrekord verbuchen und das Motto "Film auf den Stundenplan" wieder einmal erfolgreich umsetzen. Die Kinotüren zum Spatzenkino, dem Kinderfilm des Monats und Kino ab 10, die im Rahmen der SchulKinoWochen Berlin ein zusätzliches Angebot für Schülerinnen, Schüler und Kindergartenkinder darstellen, stehen noch bis Mitte Dezember 2014 offen.

Während der SchulKinoWochen wird der Kinosaal mit seinen einzigartigen Rezeptionsbedingungen zum ganz besonderen Wissensraum: Denn wie kaum ein anderes Medium eignet sich Film dazu, in fremde Kulturen und Lebenswelten sowie in reale und fiktive Wirklichkeiten einzutauchen. Nicht zuletzt durch die ästhetische Auseinandersetzung werden schon die jüngsten Zuschauer zu einer erweiterten Medienkompetenz herangeführt. Kostenloses, pädagogisches Begleitmaterial und das Angebot von über 70 Begleitaktionen trug zu einem besonderen Mehrwert der Veranstaltungen bei. In themenbezogenen und altersklassengerechten Workshops und Filmgesprächen mit Filmschaffenden, Experten und Medienpädagogen, wurden die SchulKinoWochen Berlin 2014 zu einem nachhaltigen außerschulischen Lern- und Gemeinschaftserlebnis im Bereich der Filmbildung.

Programmhighlight war, nicht wie bisher ein Spielfilm, sondern der Dokumentarfilm AUF DEM WEG ZUR SCHULE von  Pascal Plisson, der an vier Einzelschicksalen aufzeigt, welche beschwerlichen und gefährlichen Strecken Kinder aus aller Herkunftsländer in ärmeren und abgelegenen Regionen für ihre Bildung zurücklegen. Den Blick in die heimische Geografie und Geschichte bietet PLANET DEUTSCHLAND – 300 MILLIONEN JAHRE von Stefan Schneider, der, ebenfalls aus dem Dokumentations-Genre, den zweiten Platz ergattert. Der Spiel-/Animationsfilm DAS KLEINE GESPENST, nach dem Kinderbuchklassiker von Ottfried Preussler, erfreute sich bei den ganz jungen Kinobesuchern an großer Beliebtheit. In der Kategorie ab Klasse 9 entwickelte sich die wortwitzige Culture-Clash-Komödie MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER zum Publikumsliebling, die gleichzeitig auf verspielte Weise einen der zentralen Themenschwerpunkt der SchulKinoWochen Berlin um Integration, kultureller Vielfältigkeit und Menschenrechte, verarbeitet. Insgesamt darf von einem erfreulichen Interessenszuwachs an Vorstellungen im Original mit Untertiteln gesprochen werden.

Der mit Abstand bestbesuchte Spielfilm, der im Rahmen der diesjährigen SchulKinoWochen Berlin vom Kinderkinobüro gezeigt wurde, war die deutsche Literaturverfilmung RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN – ein fröhliches Kino- und Kinderabenteuer.

Die Sonderreihe "Erster Weltkrieg", die zum hundertjährigen Jubiläum in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung initiiert wurde, brachte den Anti-Kriegsfilm IM WESTEN NICHTS NEUES auf die Leinwand. Zu einem musikalischen Abschluss trug das Kurzfilmprogramm im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums, bestehend aus Wochenschauen, Dokumentar-, Werbe- und Propagandafilmen, die während des Ersten Weltkriegs entstanden sind und live am Flügel begleitet wurden, bei. Das Programm zum Wissenschaftsjahr 2014: Die digitale Gesellschaft konnte mit den Filmen HER, DISCONNECT und dem Animationsfilm RALPH REICHTS über 900 Schülerinnen und Schüler erreichen und so die aktive Auseinandersetzung im Unterricht mit der digitalen Gesellschaft als einer Gesellschaft im Umbruch fördern.

In Kooperation mit KUKI dem internationalen Kurzfilmfestival für Kinder, wurde das Doku-Kurzfilmprogramm Schau auf die Welt gezeigt, welches ein Fenster zu anderen Kindern in allen Teilen der Erde öffnet. Außerdem gab es wieder Kurzfilme als Vorfilme zu ausgewählten Filmen im Programm.
Schließlich wurden die Rechte von Kindern auf dem 2. Kinderrechte-Filmfestival, bei dem Grundschulkinder in Eigenregie 16 Kurzfilme zu dem Thema drehten, ganz groß geschrieben.

Quelle: JugendKulturService gGmbH vom 02.12.2014

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