Kinder- und Jugendarbeit

Im „Ich-bin-gut-Camp“ für die Berufswahl trainieren

Ein Ball im Tor
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An diesem Wochenende trainieren 18 Schülerinnen im „Ich-bin-gut-Camp“ nicht nur Fußball, sondern auch die Berufswahl. Im Fußball-Camp der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden sie mehr darüber erfahren, worin sie gut sind und in welchem Beruf sie ihre Stärken optimal einsetzen können.

Das Camp in Grünberg in Hessen ist eine Besonderheit unter den zehn „Ich-bin-gut-Camps“. Denn es ist konzipiert als Kooperation von BA und DFB für Mädchen, die sich für Fußball interessieren. Schon beim Anmeldeverfahren zeigte sich, dass die Kombination von Kicken und Berufswahltraining auf großes Interesse stößt.

Raimund Becker, Vorstand der BA, freut sich über diesen ersten Erfolg: „Wir hatten für die Camps viel mehr Anmeldungen als Plätze, daher mussten wir über ein Auswahlverfahren die Teilnehmer auslosen. Das zeigt, dass wir mit der Ausrichtung auf die Stärken der Schüler viel mehr erreichen können als mit der Analyse ihrer vermeintlichen Defizite.“

Auch Rolf Hocke, Vizepräsident des DFB und Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes, freut sich über die Kooperation zwischen BA und DFB: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen mit dem Camp einen Beitrag leisten zu können, der Jugendlichen ihre Zukunftsperspektive aufzeigt. Der DFB und der HFV bilden auch in einigen Berufen aus, umso schöner, dass wir auch mit anderen Maßnahme jungen Menschen über den Fußball den Weg in die Arbeitswelt ebnen können.“

Aus diesem Grund ist es ihm gelungen, prominente Gäste aus dem Frauenfußball für das Camp zu gewinnen. Die Profi-Fußballspielerinnen Sandra Minnert und Marith Prießen werden das Camp am Samstag besuchen, um mit den Mädchen zu kicken und über ihre Berufswahl zu sprechen.

Becker: „Die jungen Mädchen erleben so, dass die Beschäftigung mit der beruflichen Zukunft Spaß macht, dass jede von ihnen Interessen und Stärken hat, die bei der Entscheidung für einen Beruf helfen können. Sie spielerisch zu erarbeiten und als Kriterium im Informationsdschungel über Berufe einzusetzen, ist Ziel der Camps. Das soll dazu beitragen, Frust bei Auszubildenden und Kosten bei Arbeitgebern durch Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.“

Seit Anfang Juni 2012 läuft die Ausbildungskampagne der BA „Ich bin gut“, in deren Rahmen insgesamt 10 Berufswahl-Camps stattfinden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit vom 26.10.2012

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