Kinder- und Jugendarbeit

Hessens Sportjugend aktiv gegen Kinderarmut

Mit der Spendenkampagne „Hautnah - gegen die Folgen von Kinderarmut im Sport“ sammelt die Sportjugend Hessen seit Dezember Geld und macht damit gleichzeitig auf die wachsende Kinderarmut in Hessen aufmerksam.

Kinderarmut ist ein Thema, das den organisierten Sport zunehmend beschäftigt. Rund 125 000 Kinder und Jugendliche leben nach Angaben des Frankfurter ISS (Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik) in Hessen in armen Familien. Viele dieser Familien können sich nicht mehr oder nur noch schwer Sport im Verein leisten. Dabei geht es nicht nur um Mitgliedsbeiträge, die zumindest für Hartz IV Empfänger von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden sollen, sondern um Fahrtkosten oder die Kosten für die entsprechende Sportausrüstung oder Trainingslager. 

Gerade für Kinder und Jugendliche ist der Sportverein ein wichtiger Ort, der ihnen über den Sport hinaus Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, stabile soziale Beziehungen und Vertrauen bietet. 

Sportvereine übernehmen damit auch eine wichtige soziale Funktion für junge Menschen. Viele Vereinsmitarbeiter sind sich der daraus resultierenden Verantwortung bewusst und versuchen, oft aus eigenen Mittel, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Vereinsleben zu ermöglichen. Allerdings sind diese Mittel im ehrenamtlich organisierten Sport begrenzt. 

Mit den in der Kampagne (www.helfen-ist-in-mode.de) bisher eingeworbenen Spendengeldern möchte die Sportjugend Hessen nun die Arbeit der Vereine unterstützen und ausbauen, um allen von Armut betroffenen jungen Menschen den Zugang zum Sportverein zu ermöglichen. Interessierte Sportvereine können ab sofort bei der Sportjugend Hessen Mittel für ihre entsprechende Arbeit beantragen. Die Antragsmodalitäten und -fristen stehen auf der Internetseite des Verbandes (siehe Hyperlink).

http://www.sportjugend-hessen.de/Foerdermoeglichkeiten-durch-die-Sportjugend.468.0.html

Herausgeber: Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen e.V.